Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 30.10.2010
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Kultusminister Bernd Neumann organisierte im Bundeskanzleramt die zweite Jahrestagung der Nationalen Initiative Printmedien. Nachzulesen unter: http://www.pressrelations.de

Ziel der Nationalen Initiative Printmedien ist es, Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Printmedien für die Demokratie nahe zu bringen und den Wert von Medien- und Meinungsvielfalt zu vermitteln, um sie für das Lesen von Printmedien zu begeistern und sie an einen mündigen Umgang mit Zeitungen und Zeitschriften heranzuführen.

Tolle These!

Wir setzen diese These doch gleich einmal auf unsere Region realitätsnah um!

Also, lt. der These von unserem Kultusminister Bernd Neumann sollen Schülerinnen und Schüler eine Zeitung lesen, damit ihnen die Demokratie nahe gebracht wird und sie den Wert von Medien- und Meinungsvielfalt erkennen.

Welche Zeitung wäre denn prädestiniert in unserer Region, den Schulgängern die Demokratie nahe zu bringen, worin sie den Wert von Medien- und Meinungsvielfalt erkennen können?

Es gibt ja so viele Zeitungen in unserer Region:

Da gibt es ja zum einen unsere NWZ mit ihrer Stadtausgabe Oldenburg, der Ausgabe für Cloppenburg, Vechta, Landkreis Oldenburg, Ammerland, Wesermarsch und den Landkreis Friesland die durch ihre Lokalausgaben direkt vor Ort berichten. Zu denen zählen: Die Oldenburger Nachrichten, die Oldenburger Kreiszeitung (mit Zeitung für Ganderkesee), die Ammerländer Nachrichten, die Wesermarsch-Zeitung, Der Münsterländer und die Kreiszeitung Friesland (als Jeverlandbote oder als Der Gemeinnützige).

Weitere "Zeitungslesekandidaten" für unsere zukünftigen demokratiebewussten Schulgänger wären dann noch: Die Ostfriesen-Zeitung in Leer, die Wilhelmshavener Zeitung, die Borkumer Zeitung, der General-Anzeiger in Rhauderfehn, die Norderneyer Badezeitung, der Ostfriesische Kurier in Norden sowie das Jeversche Wochenblatt und der Anzeiger für Harlingerland in Jever und Wittmund, die SonntagsZeitung und der Hunte Report.

So viele Zeitungen stehen unseren Schülerinnen und Schülern in unserer Region zur Auswahl damit sie nicht nur in Zukunft wissen, wie Demokratie in unserem Rechtsstaat funktioniert, sondern vor allem wie sie über das Lesen einer dieser Zeitungen den Wert von Medien- und Meinungsvielfalt in Zukunft erkennen können und sie über diesen Weg an einen mündigen Umgang mit Zeitungen herangeführt werden.

Ist das nicht schön, liebe Leser?

Unsere Kinder lesen eine von uns in dieser Ausgabe aufgeführten Zeitungen und lernen im Handumdrehen, was Demokratie in unserer Region bedeutet, weil bei uns eine Medien- und Meinungsvielfalt herrscht, die seines Gleichen sucht!

Wir sind restlos begeistert von der eingangs erwähnten These des Kultusministers Bernd Neumann.

Schulgänger lesen eine Zeitung und werden Demokratieanhänger!

Dabei sei die Frage an dieser Stelle gestattet: Was sind bzw. waren die Schulgänger denn wohl zu dem Zeitpunkt, als sie keine Zeitung gelesen haben bzw. hatten?

Nazis, Anhänger eines diktatorischen Staates, oder vielleicht einfach gar nichts?

Printmedien können lediglich ein kleiner Mosaikstein sein um bei den Bürgern Demokratieverständnis zu wecken bzw. für die Demokratie zu kämpfen, aber sie sind kein Garant dafür, dass ein Bürger, der den Wert einer Demokratie bisher nicht erkannt hatte, ihn übers Zeitungslesen bekommt.

Es wäre auch fatal wenn dem so wäre!

Denn alle diese Zeitungen die wir in dieser Internetausgabe aufgeführt haben, sind entweder zu 100 Prozent im Besitz der NWZ bzw. stehen in engen geschäftlichen Kooperationen zur NWZ. Nachzulesen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Nordwest-Zeitung.

Von der Medien- und Meinungsvielfalt kann in unserer Region wohl kaum die Rede sein, die sich der Kultusminister Bernd Neumann so gerne erträumt hat, wenn die NWZ von sich aus selber behauptet, dass sie im Kerngebiet von Oldenburg 70 Prozent Marktanteil hat und gerechnet auf das gesamte Verbreitungsgebiet der NWZ einen Marktanteil von 50 Prozent hält.

Darüber hinaus hält die NWZ Beteiligungen an Rundfunk- und Fernsehsendern, aber auch an kleinen Lokalzeitungen in Nordwestdeutschland. Tendenz steigend Dank des neuen Landesmediengesetzes in Niedersachsen ab 01.01.2011.

Die Schulgänger direkt in Oldenburg sind demnach reichlich gekniffen angesichts einer Monopolmacht der NWZ von 70 Prozent Marktanteil, weil egal was sie lesen, es so gut wie immer die NWZ ist, auch wenn was anderes draufsteht.

Schön auch die 2. These vom Kultusminister Bernd Neumann, die im Übrigen auch von den Veranstaltungsteilnehmern im Bundeskanzleramt beschlossen wurde.

"Redaktionen, Verlage und Pressevertriebe haben die wichtige gesellschaftliche Aufgabe, auf privatwirtschaftlicher Grundlage ein qualitativ hochwertiges, vielfältiges, für jedermann erschwingliches und überall erhältliches Zeitungs- und Zeitschriftenangebot bereit zu stellen. (…)."

"Qualitativ hochwertig und vielseitig"!

Wir würden sagen in Richtung NWZ Chefredaktion: "Mission impossible."

Wer ellenlang über blinde ausgesetzte "Pinscher-Mischlinge" berichtet oder das eine "Italienerin Kartoffelpuffer liebt" dürfte die erste Hürde - "Qualitativ hochwertig" - bereits im Ansatz im vollen Umfang gerissen haben!

"Vielseitig" geht schon gar nicht bei den Verlagseigentümern der NWZ die selbst das Bundeskartellrecht mit Füssen getreten haben, um die Vielseitigkeit an Zeitungen in unserer Region zu unterbinden.

Nach unserem bisherigen Kenntnisstand wurde ein konkurrierender Verlag nach dem anderen rechtswidrig am Bundeskartellrecht vorbei von "Köser, Gathmann, Siedenbiedel & Co." aufgekauft, um somit gerade die "Vielseitigkeit" in unserer Region einzuschränken, weil sie eine Zeitung neben ihren eigenen Zeitung nicht dulden und auf Teufel heraus jeden weiteren Mitbewerber der es wagen würde sich im Hausgebiet der NWZ anzusiedeln bis aufs Messer bekämpfen würden und alle Versuche - mit was für Mittel auch immer (!)- unternehmen würden, um die Mitbewerber wieder aus ihrem Revier zu bekommen.

Auch eine gemeinte "Vielseitigkeit" im Hinblick des Inhalts einer Zeitung lässt bei der vermeintlich hohen Anzahl an Zeitungen in unserer Region zu wünschen übrig.

Denn ob sie die NWZ Stadtausgabe lesen, die Ostfriesen-Zeitung in Leer oder die Wilhelmshavener Zeitung es steht überall, bis auf wenige Ausnahmen, das gleiche drin.

Die vom Kultusminister Bernd Neumann eingeforderte "Vielseitigkeit" dürfte wohl eher eine Fata Morgana sein und bleiben, auch im Hinblick überregionaler Zeitungen die sich inzwischen bei ihren Aufmacherthemen fast wie eineiige Zwillinge gleichen und vielfach sogar es fertig kriegen die gleichen Bilder zu verwenden!

Interessant auch die 3. These.

"Junge Menschen lesen heute immer weniger Zeitungen und Zeitschriften. Im Zentrum ihrer Mediennutzung stehen elektronische Angebote. Mit dieser schon seit langem zu beobachteten Entwicklung geht ein signifikanter Rückgang des Interesses von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an politischen und gesellschaftlichen Fragen einher. Das ist der Demokratie langfristig abträglich."

Mit anderen Worten:

"Wer keine Zeitung mehr liest ist als junger Bürger an politischen und gesellschaftlichen Fragen nicht mehr interessiert, weil er nur noch im Internet rumhängt."

Auf so eine revolutionäre These muss man als gebildeter Mensch erst einmal kommen.

Und man sollte glauben, dass bei der Veranstaltung zur zweiten Jahrestagung der Nationalen Initiative Printmedien neben dem Organisator, dem Kultusminister Bernd Neumann (!), weitere gebildete Personen teilgenommen haben.

Wie man sich doch täuschen kann, liebe Leser!

Zurück zum Thema kommend kann man demnach lt. dem Kultusminister Bernd Neumann und seinen übrigen Versammlungsteilnehmern im Bundeskanzleramt sich ganz offensichtlich im Internet nicht politisch oder gesellschaftlich weiterbilden!

Wirklich tolle These, was diese Brüder da im Bundeskanzleramt um den Kultusminister Bernd Neumann da ernsthaft (!) zu Papier gebracht haben.

Dass man die Zeitungen kostenlos als Nutzer des Internets auch nachlesen kann, scheint diesen "Printmedien Experten" bei ihrer zweiten Jahrestagung der Nationalen Printmedien nicht in den Sinn gekommen zu sein!

Politisches Desinteresse - nicht nur bei den Jugendlichen - könnte ja auch vielleicht, … eventuell daran liegen, man mag es ja kaum aussprechen in Richtung "Kultusminister Bernd Neumann & Co.", dass die Politik dermaßen verlogen ist, dass viele verzweifelt sich von diesen Lügenbaronen abgewendet haben.

"Wäre doch zumindest ein Gedanke wert, Herr Kultusminister Bernd Neuman, auch wenn dieser Gedankengang von unserer Seite für Sie reichlich abwegig klingen sollte, könnte man, sofern es möglich wäre, diese geistige Überlegung unsererseits einmal näher ins Kalkül ziehen, oder?"

Der Vorwurf "Lügenbaron" in Richtung Politik dürfte in vielfacher Hinsicht durchaus in unseren Augen seine Berechtigung haben:

Endlager Asse und keiner wusste was, CDU Spendenaffäre, geplatzte FDP Ankündigung von Steuerentlastungen in Höhe von 30 Milliarden vor der Wahl und nun müssen Raucher rund 1 Milliarde mehr Tabaksteuer für die zahlungsschwachen Großindustrieverbraucher zahlen, ein Finanzminister Schäuble der nicht weiß, ob er 100.000,00 D-Mark an Spenden bekommen hat, Kohls Ehrenwort die Spender namentlich nicht bekannt zugeben und damit sein Ehrenwort über das Gesetz zu stellen, verlogene Immigrationsdebatte der etablierten Parteien um die Veröffentlichung des Buches von Thilo Sarrazin, der ehemalige Landes- und Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke kassierte 8.000,00 Euro für seine Silberhochzeitsfeier aus der Kasse des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands und tritt anschließend bei einem öffentlich rechtlichen Fernsehsender als Talk Gast bei Anne Will auf, usw., usw., usw., usw., … .

Verlogene Politik soweit das Auge blickt und keiner dieser hochintelligenten Versammlungsteilnehmer um den Kultusminister Bernd Neumann hat auch nur einen Gedanken in diese Richtung verschwendet, dass das Desinteresse junger Menschen an der Politik eventuell auch daher kommen könnte, dass die Bürger dieses Landes es satt haben von der vermeintlichen Elite dieser Gesellschaft nach allen Regeln der Kunst Tag für Tag verschaukelt zu werden?

Eine weitere Erklärung des Desinteresse junger Menschen an der Politik könnte allerdings auch sein, dass vielen Jugendlichen die heimische Presse so sehr zuwider ist, mangels geistigen Niveaus, wenn die Leser verstehen was wir meinen, dass sie es vorziehen, besser nichts zu lesen, als so einen geistigen Müll, wie es in unseren Augen die NWZ uns tagtäglich serviert. Der "blinde, und überdies auch noch ausgesetzte (!), Pinscher-Mischlingshund" lässt an dieser Stelle stellvertretend für eine Vielzahl an Blindgängerveröffentlichungen in der NWZ grüßen, worauf wir Woche für Woche unsere Leser auf dieser Internetseite mit einem gewissen Schmunzeln drauf hinweisen.

Schön auch die 4. These dieser Expertenrunde im Bundeskanzleramt.

"Es ist deshalb das Gebot der Stunde, junge Menschen wieder für das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften zu begeistern und ihnen den besonderen Wert des gedruckten Wortes und professioneller journalistischer Leistungen zu vermitteln."

Wer, wie die NWZ, seinen Lesern einen Bericht zumutet, ihnen in die "Welt der Obertöne" zu folgen, wird junge Menschen wohl kaum für ihre Zeitung begeistern können und ihnen mit derartig unprofessionellen Berichterstattungen den besonderen Wert des gedruckten Wortes vermitteln können.

Von "professioneller journalistischer Leistung" wollen wir bei der NWZ Chefredaktion erst gar nicht reden, die gegenüber ihren Lesern die Rechtswidrigkeiten um die Bundeskartellamtsdurchsuchung vor gut drei Jahren in ihrem eigenen Haus bis heute verschwiegen hat!

Von den Rügen und Missbilligungen des Presserats gegenüber den NWZ Veröffentlichungen ganz zu schweigen.

"Zeitungen müssen Prüfungsthema in den Schulen werden. Das forderte am 23.September 2010 der Präsident des Bundesverbandes der Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, anlässlich der zweiten Jahrestagung der Nationalen Initiative der Printmedien in Berlin: "Wenn Zeitungen in der Demokratie eine öffentliche Funktion besitzen - worüber es keine Meinungsverschiedenheit geben kann - , dann muss das Zeitungslesen vernünftig eingeordnet werden."

Die NWZ Verantwortlichen können nur hoffen, dass Zeitungen kein Prüfungsthema in den Schulen wird. Denn dann würde bei jungen Menschen zu sehr deutlich werden, um was für eine Zeitung es sich bei der NWZ Tageszeitung tatsächlich handelt:

"Um eine Tageszeitung, die mit rechtswidrigen Mitteln sich ein Meinungsmonopol aufgebaut hat, einseitig im Interesse der Verlageigentümer berichtet, Tarifflucht begeht lt. einer Liste des Deutschen-Journalisten-Verbandes, weil sie Leiharbeitnehmer beschäftigt die unter Redakteurstarifen bezahlt werden, Rügen und Missbilligungen des Presserats einen "Scheißdreck" interessiert, Wahrheiten vertuscht, verschweigt und unter den Teppich kehrt, sowie mit Kritik dieser Art nicht umgehen kann, wie wir meinen!"

"Wenn Zeitungen in der Demokratie eine öffentliche Funktion besitzen", stellte Herr Heinen als Präsident des BDZV als hypothetische Behauptung in den Raum anlässlich der Veranstaltung der zweiten Jahrestagung der Nationalen Initiative der Printmedien in Berlin, wäre es schön, wenn die Verlagseigentümer dies nicht nur wüssten, sondern sich ihrer Verantwortung bewusst werden, welche wichtige Aufgabe sie in diesem Rechtsstaat wahrnehmen, um die Demokratie, und die damit verbundene Meinungs- und Medienvielfalt, vor solchen Rechtsbrechern, wie es unter anderem der NWZ Miteigentümer Reinhard Köser in unseren Augen darstellt, zu schützen.

"Zeitungen müssen Prüfungsthema in den Schulen werden."

Nicht nur Zeitungen, sondern auch alle übrigen Medien, sowie deren Macht auch im Zusammenspiel zur Politik und der Wirtschaft.

Zwangsläufig ergibt sich daraus die logische Frage:

"Ob das die Mächtigen in diesem Rechtsstaat überhaupt tatsächlich ernsthaft wollen, dass das was Sie hinter verschlossenen Türen machen für Jedermann transparent wird?"

Unser Freund Reinhard Köser lässt an dieser Stelle schön grüßen, auch stellvertretend für alle Mächtigen in diesem Rechtsstaat, die sich um Gesetze einen feuchten Kehricht kümmern!

Euer

Uwe Brandhorst

P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.


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