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Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen. George Orwell engl. Schriftsteller |
Auf ein Wort liebe Wardenburger |
aktualisiert am: 27.11.2011 |
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Auf ein Wort liebe Wardenburger! Was waren das noch für Zeiten, wo wir noch die Schulbänke drücken mussten und mühsam das Erlernte in uns reinpaukten. Wie haben wir diejenigen Mitschüler beneidet, die durch einfaches Zuhören oder indem sie das Gelesene nicht nur verstanden, sondern es so abspeichern konnten, so das es zu jederzeit abrufbereit ist. Unsereins fehlte leider diese seltene Gabe und so blieb einem nichts anderes übrig, als stundenlang vor den Büchern zu hocken bis es endlich im Kasten war und dort zumindest solange abrufbereit im Kurzzeitgedächtnis abgespeichert wurde, bis man dieses mühsam erlernte Wissen für die nächste Klassenarbeit wieder abrufen konnte, um es nach der Klassenarbeit für immer und ewig wieder zu vergessen, zumindest das meiste! Wie bereits gesagt: Was waren das für Zeiten und wie sehr haben wir diejenigen Mitschüler bewundert, aber auch beneidet, die ohne Mühe einmal Gehörtes für immer behielten. Es waren die "Musterschüler" die in Vorbildfunktion als Primus in der Klasse von den Lehrkräften als Klassenbeste immer wieder lobend hervorgehoben wurden. Apropos "Musterschüler"! In der heutigen Zeit muss man sich immer öfter die Frage stellen, für was, und vor allem wer (!), eine besondere Auszeichnung so erhält, wie im vorliegenden Fall das Prädikat "Musterschüler", was das In- und Ausland so gerne dem "Deutschen Michel" ans Revier heften, weil die Deutschen, als einziges Europäisches Land, ihre Staatsfinanzen so im Griff haben? So zumindest posaunen es die Medien und die Politiker in gemeinsamer Eintracht durch ganz Europa hinaus in die weite Welt und der "Deutsche Michel" fühlt sich vor den übrigen Euroländer immer wieder gebauchpinselt, wenn er öffentlich, vor allen übrigen Versagern des Euroraums, als Branchenprimus herausgestellt wird. Ein Musterbeispiel ohne Gleichen und einzigartig in der Euro-Zone, wie dieses Deutschland seine Schulden doch im Griff hat. Ein "lumpige Prozentchen" Mehrverschuldung ist doch ein Klacks und eigentlich kaum erwähnenswert. "Seht her ihre dummes europäisches Ausland, Deutschland zeigt Euch, wie es geht!" Zeigt es das wirklich? Wie viel ist denn eigentlich dieses "lumpige Prozentchen" vom Bruttoinlandsprodukt in Euro gerechnet, wovon wir eigentlich lt. Maasstrich Vertrag sogar locker drei Prozentpunkte uns genehmigen könnten, sofern wir wollten (!), und wir würden noch immer als Primus im Euroland vor allen anderen Mitgliedsstaaten stehen und trotzdem könnte uns niemand auch nur annähernd das Wasser reichen? Dieses "lumpige Prozentchen" sind 26,1 Milliarden Neuverschuldung. Wie bereits gesagt: "Lumpiges Prozentchen"! Allerdings betrachtet man dieses "lumpige Prozentpünktchen" im Verhältnis zum Gesamtbundeshaushalt 2012 sieht die gesamte Sachlage, was das "lumpige Prozentpünktchen" angeht, vollkommen anders aus. Der überarbeitete Haushaltsentwurf für das Jahr 2012 sieht Ausgaben in Höhe von 306,02 Milliarden Euro vor, wobei die Einnahmen lediglich 280,01 Milliarden Euro ausmachen, was nach Adam Ries(e) eine Einnahme Lücke von bekanntlich 26,1 Milliarden Euro ausmacht. 26,1 Milliarden Euro Neuverschuldung sind Prozentual zum Gesamthaushalt des Bundes von 306,02 Milliarden Euro für das Jahr 2012 8,2 Prozent! Ein Prozent Neuverschuldung zum Bruttoinlandsprodukt (Alle erwirtschafteten Güter einschließlich Dienstleistungen unserer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres!) klingt natürlich wesentlich besser, als 8,5 Prozent Neuverschuldung zum Gesamthaushalt des Bundes, oder liebe Leser? Die Volksverdummung von Politik und Medien klappt einmal mehr vorzüglich! Denn, wenn ein Unternehmer oder ein Privathaushalt so wirtschaften würde, wie unsere Bundesregierung, dürfte sich jeder ausrechnen, wann die Bank wohl einen den Geldhahn zudrehen würde, sofern man jedes Jahr 8,5 Prozent mehr ausgibt, als man einnimmt! Wie bereits gesagt: Deutschland der Musterschüler in der Euro-Zone! Wenn man dann noch bedenkt, dass Deutschland schon heute 35 Milliarden Euro für Zinsen aufwenden muss und dies somit der zweitgrößte Haushaltsposten nach Arbeit und Soziales darstellt, könnte einem so ungefähr schwanen, was da auf einen zurollt. Bekanntlich gibt die Bundesregierung Staatsanleihen heraus, um unter anderem auch diese 26,1 Milliarden Neuverschuldung zu finanzieren, neben den 2 Billionen Euro Schulden die wir ohnehin schon haben. Zurzeit profitiert die Bundesrepublik Deutschland von der Euro Krise, wodurch sie Staatsanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit zu einem Zinssatz von rund 2 Prozent am Markt platzieren konnte, was im Bundeshaushalt für 2012 mit den bereits erwähnten 35 Milliarden Euro als zweitgrößter Haushaltsposten ausgewiesen wurde, um die Bundesschulden von rund 2 Billionen Euro bedienen zu können. Gesetz den Fall, die guten Zeiten gehen vorbei mit dem Niedrigzins von zur Zeit rund 2 Prozent auf Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren und die Bundesrepublik Deutschland müsste zukünftig mehr Zinsen als die erwähnten 2 Prozent zahlen, wie z.B. in der erst jüngsten Vergangenheit von bis zu 6 Prozent und sogar darüber hinaus im zweistelligen Bereich, oder bei der Einführung von Eurobonds, wodurch die Zinsen für Deutschland lt. Finanzexperten auf ca. 4,2 Prozent ansteigen dürften, würde dieses exemplarische Beispiel dazu führen, dass die Bundesrepublik Deutschland über Nacht (!) mal eben 40 Milliarden Euro zusätzliche Zinsen zukünftig zahlen müsste! Und nun rechnen wir einmal unsere folgende Beispielrechnung zusammen: Von 306 Milliarden Gesamthaushalt des Bundes werden 35 Milliarden Euro für Zinsaufwendungen ausgegeben, die wir ohnehin schon lt. Haushaltsplan 2012 zahlen müssen. Zusätzlich weitere 40 Milliarden Euro, sofern die Zinsen ansteigen würden, wie z.B. bei der Einführung von Eurobonds (gemeinschaftliche Haftung im Euro Raum für aufgenommene Kredite aller Eurostaaten die den Euro als Währung in ihrem Land führen!). Und zu guter Letzt noch die 26 Milliarden Euro Neuverschuldung macht ein Gesamtergebnis von 101 Milliarden Euro. Im Klartext: Am Beispiel des Haushaltsplans für das Jahr 2012 stünden dem Bund von 306 Milliarden Euro 101 Milliarden Euro eigentlich gar nicht für die Bewältigung von öffentlichen Aufgaben zur Verfügung, wenn man die Kosten für Kapitaldienste abziehen würde, sowie die neu gemachten Schulden von 26,1 Milliarden, wofür keine Einnahme dagegen steht Oder kürzer gesagt: Eindrittel des Haushaltes sind eigentlich einfach futsch und können für öffentliche Ausgaben nicht mehr verwendet werden, weil sie durch Pump finanziert werden und darüber hinaus auch dadurch, dass der Kreditmarkt mit entsprechenden Zinszahlungen bedient werden muss. Wie bereits gesagt: Deutschland der Musterschüler in der Euro-Zone! Oder: Das "lumpige Prozentpünktchen"!
Schon im kommenden Jahr werden Staatsanleihen des Bundes in Höhe von 335 Milliarden Euro fällig, die am Markt neu platziert werden müssen, damit Deutschland seine Schulden über Kredite finanziert bekommt. Das Problem: Frankreich braucht auch neues Geld in Höhe von 414 Milliarden Euro, Italien in Höhe von 397,5 Milliarden Euro, Spanien in Höhe von 217 Milliarden Euro, usw., usw., ! Insgesamt benötigt die Euro-Zone 1,5 Billionen Euro. Wenn Deutschland Mitte dieser Woche zehnjährige Anleihen mit lediglich einem Volumen von 6 Milliarden am Markt nicht platzieren konnte, wie soll das denn erst nächstes Jahr laufen, wenn der Bund 335 Milliarden Euro an Staatsanleihen am Markt unterbringen muss? Angesichts dieser Faktenlage dürfte das Vertrauen der Gläubiger in die Euro-Zone nicht gerade himmelhoch jauchzend sein. Wenn dem so wäre, und die Anzeichen deuten auf ein derartiges Inferno eindeutig hin, da die Kapitalflucht aus dem Euro Raum bereits im vollem Gange ist, wo soll dann logischerweise das Kapital für 1,5 Billionen Euro für die Euro-Zone im nächsten Jahr herkommen? Nur wie soll Vertrauen bei den Gläubigern für die Euro-Zone zurückkehren, wenn keines mehr da ist. Es ist kaum glaubhaft, dass verlorenes Vertrauen der Gläubiger dadurch zurück gewonnen wird, wenn die Medien, wie z.B. die NWZ, auf ihrer Titelseite am 22.11.2011 mit der Schlagzeile titeln: weil lt. dem Finanzwissenschaftler Professor Stefan Homburg (Uni Hannover) die Europäische Zentralbank (EZB) 8 Milliarden Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder aufkaufte, was lt. Maasstrich Vertrag klar ausgeschlossen wird (Stichwort: Transferunion und gemeinschaftliche Haftung von Schulden einem Euroland gegenüber einem anderen Euroland innerhalb der Euro-Zone) und somit einen eindeutigen Rechtsbruch darstellt. Natürlich hat der Professor Homburg recht mit seiner Feststellung, dass die EZB mit ihren Anleihekäufen, die im Übrigen inzwischen seit dem Frühjahr 2010 194,5 Milliarden Euro betragen und seit der jüngsten Vergangenheit auch Anleihenkäufe aus Italien und Spanien umfassten, einen schwerwiegenden Rechtsbruch begangen haben. Aber alleine nicht nur durch diese öffentliche Feststellung in den Medien, sondern auch dadurch, dass potentielle Gläubiger der Euro-Zone diese Erkenntnis auch selber machen bzw. selber herausfinden durch ihre guten Fachkenntnisse im Finanzwesen, die sie haben müssen, um ihr eigens Geld sicher anlegen zu können, dürfte das Misstrauen der Gläubiger in die Euro-Zone immer noch größer werden, als es ohnehin schon seit geraumer Zeit bereits ist. "Gläubiger sind nicht doof, auch wenn es viele Kreditnehmer gerne glauben wollen, sonst hätten sie nicht soviel Geld, um es verleihen zu können, oder liebe Leser?" Wer leiht einem Politiker schon gerne Geld, wenn die gleichen Politiker sogar ihre eigenen Gesetze missachten und wenn nun nach Irland, Griechenland, Portugal, dessen Anleihen ohnehin nur noch Ramschniveau haben und von der EZB rechtswidrig aufgekauft werden, nun auch noch Italien und Spanien ins Schlingern kommen? Wenn man sich dann noch das gesamte Verfahren um die "Hebelei des Rettungsschirms" vor Augen hält, müssten ehrliche Finanzkaufleute eher zu dem Schluss kommen, dass diese Brüder hinter Schloss und Riegel gehören, als sie für vertrauensvolle Personen zu halten, denen man sein sauer verdientes Geld bedenkenlos anvertrauen sollte. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Ratingagentur Moody´s Frankreich schon einmal vorsorglich vor einer Herabstufung ihrer Topbonitätsstufe "AAA" lt. FAZ vom 22.11.2011 warnte, was im Falle einer Umsetzung die Finanzmärkte weltweit wohl endgültig ins Chaos stürzen dürfte, weil dafür kein Rettungsschirm, gleich welcher Größe, mehr ausreichen würde und Deutschland folgerichtig mit ihren "braven" Steuerzahlern somit die gesamte Euro-Zone finanzieren müsste, was schier unmöglich wäre, selbst wenn der "Deutsche Michel" es wollte! Und so ganz nebenbei verkündete Amerika, dass sie 15
Billionen Dollar Schulden haben und der "Superausschuss"
im Kongress gescheitert ist, eine entsprechende Etatsanierung in den kommenden
10 Jahren (!) von lumpigen 1,2 Billionen Doller zu verabschieden, im Verhältnis
zu den 15 Billionen Doller Haushaltsschulden, die die USA ohnehin bereits
haben! Wie bereits gesagt: Deutschland der Musterschüler in der Euro-Zone! Aber die Rettung für Deutschland naht: Theodor kehrt zurück auf die politische Bühne. Der Adelssohn, der mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, wird's nun richten und den "Deutschen Michel" vor dem drohenden Untergang retten, indem er, nach einem Trip auf einer Beautyfarm in den USA, nun endgültig angekommen auf heimischen Boden zurück im Deutschen Reich, neu gestylt und mit getarnter Pinocchionase den Leuten in alt gewohnter Manier das blaue vom Himmel herunter lügt, bis alle ihm glauben und somit die Gläubiger den armen Europäern wieder neue Gelder leihen. "Ach Theodor, was ist es gut, dass es Dich gibt und wo würden wir Michels bleiben, wenn es Dich nicht gäbe?" Und derweil steigen die Schulden der klammen Südländer lustig weiter! Und wer glaubt, dass die Milliarden Euro an Transferleistungen von den Geberländern, wie z.B. Deutschland, nach Griechenland, Portugal, und womöglich demnächst auch noch nach Italien und Spanien, dazu verwendet werden, dass diese Länder, die über Jahrzehnte über ihre Verhältnisse gelebt haben, ihre bereits bestehenden Schulden mit diesen Milliardensummen tilgen, der irrt gewaltig! Denn dadurch, dass diese Pleitestaaten nur noch Staatsanleihen zu erhöhten Zinsen am Finanzmarkt platzieren können, steigen die Zinskosten ins unermessliche. Und womit werden diese erhöhten Zinskosten bezahlt? Richtig, liebe Leser, mit den Milliardensummen die unter anderem der "Deutsche Michel" auch nach Griechenland, Portugal und demnächst mit Sicherheit auch nach Italien und Spanien transferiert. Und wer weiß, vielleicht auch bald nach Frankreich! Meinte Herr Volker Kauder, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der CDU/CSU, auf dem Leipziger Parteitag nicht vor kurzem noch, dass in Europa wieder deutsch gesprochen wird? "Falsch, Herr Kauder!" In Europa zahlt der Deutsche! Aber was soll es? Da gibt es Kommunalpolitiker die haben aus dieser Misere, die im Übrigen bereits seit 2008 läuft und tagtäglich das politische Topthema in den Tagesnachrichten schlecht hin darstellt, nichts gelernt. Denn in Wardenburg häufte man trotz sprudelnder Steuereinnahmen in Rekordhöhe (!) in den vergangenen Jahren die Schulden immer mehr an, so dass der Kommunalrat samt Bürgermeisterin Martina Noske es fertig brachten in sechs Jahren hintereinander (!) die Schulden um weitere 2,48 Millionen Euro auf 11,5 Millionen Euro anzuhäufen (Steigerung der Verschuldung von über 25 %). Schon echt Spitze diese Gemeindevertreter, die Verschuldung um 2,48 Millionen Euro anzuheben bei einem Gesamthaushaltsvolumen von 23,09 Millionen Euro, was eine Einnahmenlücke von über 10 Prozent ausmacht! Und solche "Gemeinderatstypen" wählten die Wardenburger Bürger in den Gemeinderat bzw. setzten die verantwortliche Bürgermeisterin Martina Noske an die Spitze dieser Gemeinde! Und der Lokalredakteur Werner Fademrecht von der NWZ sitzt da und nudelt so eine brisante Nachricht auf seiner Lokalseite ohne entsprechende Kommentierung ab, als wenn bei einem Wardenburger Landwirt just eine Kuh gekalbt hätte. "Oh, lieber Herr, wenn es Dich je geben sollte, lass Hirn vom Himmel
fallen und in die Gemeinde Wardenburg bitte mit einem großen Nachschlag!"
Für unseren Geschmack: "Das Gemeindekommando der Ortsbrandmeister der Gemeinde Wardenburg tagte einmal mehr erfolgreich nach dem Motto: "Gibt's Du mir einen, gebe ich Dir auch einen!" "Das anprangern von Steuerverschwendung, gerade in der Öffentlichkeit bei den Ortsfeuerwehren der Gemeinde Wardenburg, ist absolut verpönt, wenn nicht sogar untersagt, weil dadurch die Wiederwahl in den Gemeinderat in akuter Gefahr geraten würde!" Im Übrigen liebe Leser: Die Ortsfeuerwehr Wardenburg und die Ortsfeuerwehr Littel erhalten jeweils im Jahr 2012 ein neues Fahrzeug für ihren Fuhrpark. Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht!
Uwe Brandhorst P.S.: Sämtlichen Äußerungen,
Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind
persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
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| Zitat | Napoleon
der I. sagte einmal: " Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. " |
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