Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 26.02.2010
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Wir bewegten uns wohl doch auf wesentlich (!) dickerem Eis, als wir es uns seit der letzten Ausgabe gedacht hatten und unser Gespür bzw. unser feines Nässchen täuschte uns auch diesmal nicht, bei der Einschätzung, wer wohl neuer Geschäftsführer des Hunte Reports unter der Flagge der NWZ wird.

Zumindest müsste man diesen Eindruck gewinnen, als wir in unserer letzten Ausgabe noch mutmaßten, dass nach unserer Einschätzung wohl eher Herr Fabian Speckmann der alte, wie auch der neue Geschäftsführer des Hunte Reports sein könnte, nach dem der Hunte Report nun an die NWZ verkauft wurde.

Denn diese Mutmaßung ist nun bittere Realität geworden, auch wenn es bisher noch nicht offiziell nach Außen von den Verantwortlichen der NWZ verkündet wurde.

Intern wurde diese personelle Entscheidung den Mitarbeitern des Hunte Reports durch Herrn Siedenbiedel und Herrn Nack, als Vertreter der NWZ und unter Anwesenheit von Herrn Speckmann, bereits am Montag, den 22.02.2010 verkündet.

Darüber hinaus wurde auf dieser internen Mitarbeiterversammlung des Hunte Reports mitgeteilt, dass Herr Jens Nack als 2. Geschäftsführer ab sofort, in gleichberechtigter Funktion neben Herrn Speckmann, tätig sein wird.

Für uns das "Dream-Team par exzellent".

Wir erinnern uns zurück an die stürmischen Zeiten auf hoher See!

Großseitige Anzeigen in der NWZ Reederei Zeitung "SonntagsZeitung" über ganzseitige Werbeanzeigen zu absoluten Dumpingpreisen waren der Höhepunkt eines erbitterten Kampfes zwischen der "Stiftungsrederei Hunte Report" und der NWZ Reederei "SonntagsZeitung" bei der Gewinnung von zusätzlichen Passagieren - sprich: Anzeigen- und Beilagenkunden - für ihre "Dreamliner".

Verantwortlich für diesen Piratenkampf bis auf das Messer: Kapitän Jens Nack und sein Zögling, Oberoffizier Fabian Speckmann.

Und nun sind der Kapitän und sein Oberoffizier zu hoher See, Jens und Fabian, ein Freund und eine Seele!

Wir erinnern uns, dass der Kapitän, Jens Nack, das sinkende Schiff "Hunte Report" in Richtung "Erzrivalen" NWZ verließ, um sein Fell ins Trockene zu bringen, als das Schifffahrtsamt - sprich: Bundeskartellamt - die Reederei NWZ dazu aufforderte, den rechtswidrig erworbenen Dreamliner, "Hunte Report", wieder zu verkaufen.

Mit anderen Worten: Der Kapitän stieg als erster ins Rettungsboot und wurde für seine Fahnenflucht bei der Reederei NWZ mit dem Posten bedacht, als "Flottenkommandeur" für alle Anzeigenblätter die sich in der Reederei der NWZ Hand befinden, verantwortlich zu sein.

Kapitän Jens Nack ließ seine Mannschaft mit seinen Oberoffizier Fabian Speckmann auf seinem leckgeschlagenen Schiff "Hunte Report" allein auf stürmischer See zurück, um sich das Flottenkommando aller Schiffe der NWZ Reederei unter den Nagel zu reißen!

Und nun sind der Kapitän und sein Oberoffizier zu hoher See, Jens und Fabian, ein Freund eine Seele!

In dieser Not nahm Kapitän Jens Nack auch noch den Steuermann Mathias Bolles seines leckgeschlagenen Schiffes "Hunte Report" mit in sein Rettungsboot, so dass man auf der Kommandobrücke des Hunte Reports nun auch noch vollends manövrierunfähig wurde.

Denn mit Steuermann Mathias Bolles gingen auch gleichzeitig zahlreiche Passagiere - potenzielle Anzeigen- und Beilagenkunden - von Bord des Hunte Reports und wechselten zum Dreamliner "SonntagsZeitung".

Ohne Ladung fuhr das leckgeschlagene Schiff "Hunte Report" zwangsläufig in den finanziellen Ruin.

Und nun sind der Kapitän und der Oberoffizier zu hoher See, Jens und Fabian, ein Freund und eine Seele!

Damit nicht genug der Demütigung wurde nun der fast abgesoffene Kahn Hunte Report für ein Apfel und eine Ei mit Mann und Maus an die Reederei NWZ verkauft, die sich nach unserer Einschätzung bei dieser Übernahme eher wie eine Horde wild gewordener Piraten benahmen, als ehrbare Handelskaufleute zu hoher See.

Und nun sind der Kapitän und sein Oberoffizier zu hoher See, Jens und Fabian, ein Herz und eine Seele!

Der Gipfel dieser gesamten Piraterie mit samt ihren NWZ Klabautermännern ist jedoch, dass man nun dem Oberoffizier Fabian Speckmann, der sich in der Zwischenzeit zum Kapitän des Schiffes "Hunte Report" empor gearbeitet hat, den Oberklabautermann und ehemaligen fahnenflüchtigen Kapitän des Hunte Reports, Jens Nack, zur Seite stellt, der in Kontrollfunktion im Auftrag des Reeders NWZ über die Schultern seines ehemaligen Oberoffiziers, Fabian Speckmann, hinwegschauen soll, ob dessen Arbeit wohl für das neue Piratenschiff der Reederei NWZ genügend "Beute" bei seinen Überfällen macht!

Und nun sind der Kapitän und sein Oberoffizier zu hoher See, Jens und Fabian ein Herz und eine Seele!

Da kann man nur noch der Mannschaft des Hunte Reports volle Fahrt voraus wünschen und allzeit eine Hand breit Wasser unter den Kiel wünschen, sowie darauf hoffen, dass keiner von der Mannschaft über Bord geht!

Und nun sind der Kapitän und sein Oberoffizier zu hoher See, Jens und Fabian, ein Herz und eine Seele und singen zusammen das alte Seemannslied: "Wir liegen auf der Hunte und haben die Pest am Bord!"

Wer wird diese Pestfahrt wohl überleben? Flottenkommandeur Jens Nack oder Kapitän Fabian Speckmann?

Die Oldenburger Landratten die frühmorgens ihren Spaziergang entlang des Hunteufers machen und sich notgedrungen diesen Spektakel in aller herrgottsfrühe antun müssen, was Flottenkommandeur Jens Nack und sein Zögling, Kapitän Fabian Speckmann zusammen mit den Reeders Eignern der NWZ "von Bothmer, Köser & Co.", sowie den Smutjes an Bord mit den Piratennamen Seelheim, Korte, Gathmann und Siedenbiedel für ein erbärmliches Schauerlied von Backbord ihres neu gekaperten Schiffes aus voller Kehle schmettern, können diesem höchst peinlichen Klabautermannauftritten aller Beteiligten nichts, aber auch absolut gar nichts Positives mehr abgewinnen und hoffen, dass alle Oldenburger Landratten inständig zu Gott beten: "Wann schippern diese Leichtmatrosen endlich auf die hohe See und halten niemals mehr Kurs auf die heimischen Gewässer?"

Für den Kleinstkapitän Jan Janssen mit seinem Kutter "Posaune" brechen nun neue Zeiten an.
Denn viele einstige Passagiere des einstigen stolzen Schiffes "Hunte Report" wollen nicht unter der neuen Flotte "NWZ" auf See gehen.

Um dieses brachliegende Passagieraufkommen jedoch für sich zu gewinnen, sollte Kapitän Jan Janssen seine Kutterfahrten weiter ausdehnen, damit er allen Reisenden auch ein entsprechendes Angebot auf seinen Kutter anbieten kann. Die heimischen Gewässer, wie das Ammerland und der weite Landkreis Oldenburg müssten schon angefahren werden, wenn man volle Netze nach Hause in den Heimathafen einfahren will und nicht ewig als kleiner, unbedeutender Kutterfahrer unter den Seekaufleuten angesehen werden möchte.

Auch sollte Kapitän Jan Janssen darüber nachdenken seine Kutterfahrten nicht am Montag zu machen, sondern zum Ende der Woche.

Denn viele Passagiere machen gerade zum Wochenende ihre großen Geschäfte auf heimischen Gewässern und nicht zu Wochenbeginn.

Die Fangerträge könnten sich um ein Vielfaches für Kapitän Jan Janssen und sein Kutter erhöhen, wenn er dieses Konzept schon bis zum Herbst umsetzen könnte. Denn dann buchen viele Passagiere ihre Fahrkarten für das kommende Jahr!

"Nur zu, Kapitän Jan Janssen! Bringen Sie ihren Kahn auf Vordermann und ändern Sie Ihre Abfahrtszeiten, damit Sie in Zukunft mit vollen Netzen nach Hause segeln können!"

Als blinder Passagier der auf so manchen Dampfer der NWZ ohne deren Wissen (!), sogar bis zum heutigen Tag (!), mitgesegelt ist, hat man schon so manche Seemanngeschichte mitbekommen.

Manch einer hat mit Sicherheit bei den Erzählungen dieser Seemannsgeschichten gedacht, was erzählt dieser alte Mann da für ein Seemannsgarn?

Inzwischen müssen viele Landratten zugeben, dass vieles eben leider (!) kein Seemannsgarn war, sondern die bittere Erkenntnis, mit was für schmutzigen Fangmethoden die NWZ Klabautermänner, zusammen mit anrüchigen Hintermänner in den unteren Kajüten, oder in manch einer Spielunke irgend eines schmuddligen Piratenhafens, ihre Fangrechte auskungelten und dies inzwischen auch mit Genehmigung des Seeschifffahrtsamtes, der so genannten Bundeskartellbehörde.

So manchmal mussten wir selbst bei diesen starken Seegängen, die wir niemals für möglich hielten, uns über die Reling beugen und uns übergeben bis die Galle kam, bei dem Gedanken, wie diese vermeintlich ehrbaren Seekaufleute ihr Gewerbe des freien Journalismus mit Füssen treten, worauf sie eigentlich einen Ehrenkodex abgelegt haben.

Wer von den Landratten glaubt, dass es nun in ruhigere Gewässer geht, der hat den Horizont nicht vor Augen, an dem weitere tief dunkle Wolken aufziehen.


Ihr

Uwe Brandhorst

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