Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 21.02.2009
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Wettbewerb belebt das Geschäft.

Eine alte Geschäftsweisheit, die ich so nie glauben wollte.

Sie stimmt jedoch!

Dies kann ich aus dem Grund behaupten, da ich vor gut 5 Jahren mit meinem Unternehmen genau vor dieser Situation stand.

Ein Mitbewerber aus meiner Branche eröffnete einen Markt in unmittelbarer Nähe meines Unternehmens.

Ich war gezwungen über meine Betriebsstrategie neu nachzudenken und entsprechend zu handeln.

Alles kam auf den Prüfstand. Kostenstruktur, Personal, Sortiment und die Werbung.

Am Ende stand ein rundes Konzept und ich hatte damit Erfolg. Dieser Geschäftserfolg war auch nicht nur kurzfristig, sondern hält bis heute nachhaltig an.

Im nach hinein kann ich sagen, dass der neue Mitbewerber mir mehr Umsatz brachte, weil ich mich der Herausforderung stellte und bereit war, alles auf den Kopf zu stellen, was notwendig war. Ich hinterfragte alles und jedes in meinem Betrieb. Am Ende dieser Überlegungen standen Entscheidungen, die konsequent umgesetzt wurden.

Heute steht mein Unternehmen um ein Vielfaches besser da, als vor fünf Jahren, wo ich noch keinen Mitbewerber vor meiner Haustür hatte.

Offensichtlich scheint in der Presselandschaft diese Geschäftsweisheit - "Wettbewerb belebt das Geschäft" - nicht zu funktionieren.

Seit dem die Oldenburger Allgemeine (OA) im Hausgebiet der NWZ sich immer breiter macht, herrscht ein regelrechter Anzeigenpreiskrieg der sich gewaschen hat.

Die Anzeigenpreise fallen ins Bodenlose, was inzwischen fast ruinöse Auswirkungen für manch einen Verlag nach sich zieht.

So musste die "TeZett" vom Gerhard Verlag, die in Leer und Umgebung erschienen ist, die Notbremse ziehen.

Millimeterpreise für die Anzeigen die nicht mehr rechenbar gewesen sein sollen, Probleme beim Verteilen der Zeitungen in die Haushalte, auch der Donnerstag als wöchentlicher Erscheinungstag der "TeZett" entpuppte sich als weniger gute Wahl und interne Organisationsschwierigkeiten bei der "TeZett" hatten zur Folge, dass die Zeitung diese Woche eingestellt wurde.

In der NWZ herrscht Jubelstimmung und die Sektkorken knallen. Einen lästigen Mitbewerber aus dem Markt gedrängt!

Wenn diese Jubelfreude bei den "NWZ Häuptlingen" man nicht zu früh kommt.

Wie aus gut informierten Kreisen zuverlässig zu erfahren ist, wird der Gerhard Verlag im Cloppenburger Raum eine neue Zeitung mit neuem Namen auf dem Markt bringen.

Für diese neue Aufgabe wurden von der Ostfriesen Zeitung (OZ), die auch zum Gerhard Verlag gehört, Herr Wendt als Vertriebsleiter abgestellt, sowie Herr Wiechmann als Anzeigenleiter.

Relativ kurzfristig, so ist zu erfahren, soll der Raum in und um Leer auch mit der neuen Zeitung aus Cloppenburg belegt werden.

Damit ist klar, dass der Gerhard Verlag zwar mit der Einstellung der "TeZett" einen schweren Rückschlag erlitten hat, aber mit der neuen Zeitung in Cloppenburg und später auch im Raum Leer eine weit aus höhere Auflage abdecken wird, als zu Zeiten der "TeZett". Vorausgesetzt die Strategie des Gerhard Verlages geht auf.

Denn meine Leser wissen es bereits schon: "Wettbewerb belebt das Geschäft!"

Als Unternehmer der auf Werbung angewiesen ist, muss ich sagen, wäre es wünschenswert, dass der Gerhard Verlag Erfolg hat. Denn wenn ich bedenke, wie sehr die Anzeigenpreise ins rutschen geraten sind, seit dem die OA auf dem Markt ist, stehen mir die Nackenhaare zu Berge, wie unverfroren uns die NWZ bei der Anzeigenwerbung abfrisiert hat, wie ich finde.

Mit anderen Worten, "Köser, von Bothmer & Co." haben sich nach meiner Meinung dumm und dämlich an uns verdient, weil sie sich widerrechtlich am Bundeskartellrecht vorbei eine Monopolstellung aufgebaut haben und durch fehlende Konkurrenz den Unternehmern Anzeigenpreise diktieren konnten, die heute im nach hinein eine bodenlose Frechheit waren. Das Wort "Abzocke" reicht nach meiner Meinung bei weitem nicht mehr aus, in welcher unverschämten Art und Weise die NWZ Chefetage ihre Kunden nach allen Regeln der Kunst ausgenommen haben.

Bei diesem Gedankengang, der bei mir unweigerlich den Blutdruck in Wallungen bringt, habe ich immer das Titelbild der NWZ vor Augen, wo die Eigentümer der NWZ, Frau Gisela Gräfin von Bothmer und Herr Reinhard Köser, gemeinsam einen Scheck in Höhe von 138.584,50 Euro in den Händen halten, die mühsam von zahllosen Spenden aus der NWZ Weihnachtsaktion zusammengekratzt wurden. Spender waren Arbeitnehmer, große und kleine Firmen, sowie Kinder und Jugendliche, die durch Einfallreichtum zeitaufwendige Aktionen starteten, um diesen stolzen Betrag zur Unterstützung von hilfebedürftigen Familien in Ghana zusammen zu sammeln.

Und vergessen wir bei soviel gespielter Romantik der NWZ Eigentümerfamilien bitte nicht, die 2,7 Millionen Euro Bußgelder die unsere hoch gelobte Gräfin von Bothmer und ihr stolzer Partner Reinhard Köser zusammen zahlen mussten, weil sie widerrechtlich Zeitungsverlage aufkauften um sich ein Zeitungsmonopol aufzubauen.
Ich vermute einmal, dass nach heutigem Kenntnisstand die 2,7 Millionen Euro Bußgelder an das Bundeskartellamt diese "ehrenwerten Herrschaften" locker aus der Portokasse bezahlt haben, wenn ich bedenke, mit was für überzogenen Anzeigenpreisen, wie ich finde, man die Unternehmer ungeniert abfrisiert und zur Kasse gebeten hat.

Zu allem Überfluss kommt noch hinzu, dass dieser "blitzsaubere" Herr Reinhard Köser der ganz persönlich 200.000,00 Euro Bußgeld an das Bundeskartellamt zahlen musste, wegen seinem rechtswidrigen Verhalten, vor Gericht zieht und nicht nur bei der Aufdeckung dieses handfesten Skandals seine Persönlichkeitsrechte verletzt sieht, sondern obendrein auch noch ein Schmerzensgeld von mir verlangt, was, wenn überhaupt, sich in einer Größenordnung bewegen wird, wofür er bei seinem Stundenlohn noch nicht einmal die Krawatte zurecht rücken würde.

Apropos Bundeskartellamt.

Aus gut informierten Informantenkreisen ist zu hören, dass das Bundeskartellamt ganz offensichtlich wieder nach Oldenburg in die Peterstrasse schaut.

Im Visier haben die Kartellwächter nach unseren bisher vorliegenden Informationen die Anzeigenpreise der NWZ.

Dass Bundeskartellamt soll, sofern unsere Informationen richtig sind, nach Rechnungsbelegen mit Beträgen suchen, die weit unterhalb der Preislisten liegen.

Als ich diese Nachricht hörte, musste ich automatisch an Herrn Nack denken, der mir gegenüber im Dezember 2008 noch erklärte, dass ab sofort nur noch nach Preisliste verkauft wird. Ein vorgezogener Karnevalsscherz zur Adventszeit?

Und nun so etwas. Das Bundeskartellamt streckt seine Fühler aus in Richtung NWZ - Konzern und fragt wohl nicht umsonst in der Branche herum, wer über NWZ Rechnungen verfügt, die stark unterhalb der aktuellen Preisliste liegen, sofern ich richtig informiert wurde.

Nach meiner persönlichen Einschätzung glaube ich, dass hier das Bundeskartellamt durchaus in diese Richtung ermitteln sollte.

Denn es ist schon verwunderlich, dass zahlreiche Anzeigen in der NWZ, in der SonntagsZeitung, etc. exakt in gleicher Größe und Aufmachung in der kostenlosen Anzeigenzeitung des NWZ Konzerns der "Oldenburger Woche" erscheinen. Wenn überhaupt bei den so genannten "A" Kunden der NWZ, wie z. B. bei Irma, Rewe, Saturn, etc., nach Preisliste verkauft wird, dann werden nach meiner Meinung versteckte Preiszugeständnisse an die Topkunden der NWZ in diese Richtung gemacht, indem die NWZ zu absoluten Dumpingpreise in der "Oldenburger Woche", unter dem Deckmantel "Kombipreis", Werbeanzeigen und Beilagen an ihre Kunden verkauft.

Über diesen Weg werden lästige Mitbewerber aus dem Markt gedrängt bzw. gibt ihnen erst gar keine Chance sich am Markt zu etablieren.

Das schlimme ist jedoch, dass die marktbeherrschende Position, die die NWZ heute in unserer Region hat, unter anderem auch deshalb besitzt, weil sie rechtswidrig gegen das Bundeskartellrecht ihre Mitbewerber aufgekauft hat.

Durch dieses rechtswidrige Verhalten gegen das Bundeskartellrecht hat die NWZ eine Monopolstellung erlangt, wodurch sie soviel Kapital erwirtschaften konnte, dass sie heute Anzeigenpreise zu Dumpingpreisen gegenüber ihren Kunden einräumen kann, dessen Verluste sie locker aus der Portokasse bestreiten könnte, wie ich glaube.

Wenn dann noch hinzukommt, sofern man der Gerüchteküche glauben schenken darf, dass die NWZ direkt bzw. indirekt ihren Kunden droht, sofern sie bei der OA werben würden, würden sie in Zukunft sämtliche Zugeständnisse verlieren, die über die Anzeigenpreisliste hinausgehen, passt dies komplett in das Gesamtbild eines Unternehmens, dass sich sein Imperium unter anderem dadurch maßgeblich aufbauen konnte, weil es sich nicht an Gesetz und Recht gehalten hat. Derartige Unterstellungen soll die NWZ gegenüber mehreren Unternehmern gemacht haben, was mich bei der Vorgeschichte der NWZ auch nicht weiter wundern würde, sofern meine Informanten mich richtig informiert haben.

Die Problematik der Beweisbarkeit dieser möglichen Drohgebärden der NWZ gegenüber ihren Anzeigenkunden besteht nämlich darin, wie ich es mir vorstellen könnte, dass keiner dieser Unternehmer bereit wäre, dies vor Gericht gegen die NWZ zu beeiden, weil sie befürchten müssten, dass sie ihre Privilegien im Anzeigenbereich auf Dauer verlieren könnten.

Aber ganz so einfach hat es die NWZ nun auch nicht.

Über 6 Prozent Marktanteilsverlust beim Einzelverkauf erklären weshalb die NWZ zu besonderen Marketing Promotion greift. Bei Kaufhof Galeria ein Frühstück mit kostenloser NWZ Beilage, oder Werbestände bei Real Kauf sind nur einige Marketing Aktionen die belegen, dass die Sache bei der NWZ schon lange nicht mehr so rund läuft, wie es nach außen den Anschein hat.

Ein weiterer Beleg für meine These ist, dass die NWZ über eine Agentur Telefonmarketing betreibt, wo sie auch in diesem Fall es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt, sofern die "taz" in Bremen korrekt berichtete.

Demnach soll die NWZ eine Agentur beauftragt haben, ehemalige Kunden der NWZ anzurufen, um sie über ein Probeabonnement wieder als feste Kunden zurück zu gewinnen. Ein klarer Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht (UWG), weil dies eine unzulässige Belästigung darstellt.

Aber wen stört es in der NWZ Chefetage? Ist man doch bei Verstößen gegen das Gesetz - Bundeskartellrecht - bestens vertraut, wie ich meine. Da scheint es offensichtlich bei "Köser, von Bothmer & Co." auf einen Rechtsverstoß mehr oder weniger gar nicht mehr darauf anzukommen. Hauptsache nach außen werden die Persönlichkeitsrechte gewahrt, wenn Kritiker dies öffentlich bemängeln.

Ein weiteres Indiz für das wegbröckeln von Umsätzen in der Zeitungsbranche ist die Seitenstärke des Hunte Reports am Mittwoch und der MittwochsZeitung. Zwischen 8 und 12 Seiten dümpeln diese kostenlosen "Erfolgsblätter" vor sich hin, die so auf diesem Niveau auf keinen Fall mehr Kostendeckend geführt werden können, wenn man Branchenkenner glauben schenken darf. Die ersten Anzeichen einer Einstellung dürften nach meinem empfinden bereits gegeben sein. Die MittwochsZeitung erscheint seit kurzem, nun nur noch teilweise im Landkreis Oldenburg. Verabschiedet hat sich die MittwochsZeitung aus Alhorn und Wildeshausen. Damit dürfte die MittwochsZeitung nun nur noch eine Auflagenstärke in der Höhe des Hunte Reports haben, was bekanntlich bei ca. 145.000 Exemplaren pro Ausgabe liegen dürfte.

Das Sterben auf Raten bei den Mittwochsausgaben hat bei der NWZ nach meiner Meinung bereits begonnen.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur letzten Ausgabe der OA, die mit 20 Seiten seit langem endlich einmal wieder eine recht ansehnliche Seitenstärke erreicht hat.

Was aber noch mehr Anlass zur Freude gab, waren die neuen Anzeigenkunden in der OA, wie z.B. der Elektrogroßmarkt Saturn.

Wie aus Insiderkreisen zu hören war, soll die Geschäftsführung von Saturn über den Rausschmiss von Herrn Lausch beim Hunte Report reichlich verschnupft sein, was zur Folge hatte, dass Saturn kurzerhand zumindest die erste Anzeige in der OA aufgegeben hat. In der NWZ Zentrale soll nach unseren bisher vorliegenden Informationen Krisenstimmung herrschen!

Verständlich, weil dies ein recht großes Loch in die Finanzkasse des Hunte Reports reißen würde, wenn Saturn zur OA auf Dauer abwandern würde.

Nach dem Abgang des Anzeigenleiters Matthias Bolles, vom Hunte Report zur SonntagsZeitung sind zahllose Beilagen- (Lidl, Immo, etc.) und Anzeigenkunden ebenfalls abgewandert, was bereits im Vorfeld die Kassenlage des Hunte Reports schwer getroffen haben muss.

War die verschlechterte Kassenlage des Hunte Reports der wahre Grund, weshalb Herr Lausch als ehemaliger Geschäftsführer des Hunte Reports gehen musste? Immerhin spart man nun ein Geschäftsführergehalt ein, weil der neue Geschäftsführer des Hunte Reports, Fabian Speckmann, nun nicht nur Redaktionsleiter des Hunte Reports ist, sondern auch gleichzeitig die Geschäftsführeraufgaben übernommen hat.

Oder ist dies der Anfang vom Ende des Hunte Reports?

Eins steht auf jeden Fall für mich fest, dass bei dieser Einnahmeentwicklung des Hunte Reports wohl kaum noch Gewinne anfallen, die an die Stiftung hätten abgeführt werden können.

Ein Schelm, der dies bereits bei der Gründung der Stiftung voraus sah!

Mit freundlichem Gruß

-Brandhorst-

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