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Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen. George Orwell engl. Schriftsteller |
Auf ein Wort liebe Wardenburger |
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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 20.06.2009 Auf ein Wort liebe Wardenburger! Ja, da sieht man, was da für Profis am Werk sind. Experten der Extraklasse die ihr Geschäft ganz offensichtlich verstehen und wissen was sie tun. Zu so einer Entscheidung kann man allen Akteuren auf diesem Weg recht herzlich gratulieren und sich als Außenstehender ernsthaft die Frage stellen, wie viel (wenig!) Gehirnschmalz man wohl in dem Augenblick der Entscheidung verwendet haben muss, um so eine glorreiche Entscheidung treffen zu können, die für alle Beteiligten in den nächsten sechs Wochen eine derartige Tragweite beinhaltet! Einfach Klasse, meine Damen und Herren von der Chefetage der Oldenburger Allgemeine. Da können sich alle einmal ganz kräftig auf die Schultern klopfen, was sie da für einen geistigen Sondermüll zustande gebracht haben! Was ist passiert? Am Mittwochabend, den 17.06.2009 hat es eine Gesellschafterversammlung der Oldenburger Allgemeine gegeben, wo über den letzten Feinschliff am Vertragswerk für eine zukünftige Kooperation zwischen den beiden Verlagshäusern, des Winn Verlags der Oldenburger Allgemeine auf der einen Seite und dem Gerhard Verlag auf der anderen Seite, unterschriftsreif verhandelt werden sollte. Das dumme war nur, dass Herr Gerhard zu diesem Zeitpunkt als Hauptakteur (!) mit seinem Segelboot auf irgendeinem internationalen Gewässer rumschipperte und der neue Herausgeber der Oldenburger Allgemeine, Klaus Steinhagen, einen lang geplanten Urlaub in Dresden angetreten hat. Es erübrigt sich an dieser Stelle zu erwähnen, dass alle übrigen Akteure zwar ohne diese Superprofis (!) in der Lage waren, um erfolgreich eine Runde Sackhüpfen auf ihrer Gesellschafterversammlung zu absolvieren, aber es für alle verbliebenen "Helden" dieses Abends unter diesen professionellen Bedingungen (!) wohl kaum möglich war, einen unterschriftsreichen Vertrag auf die Beine zu stellen. Man muss sich die Situation einmal bildlich vor Augen halten. Das dieses Schreiben an die Anzeigenkunden auch noch in schwarz/weiß verfasst wurde, hatte für die Empfänger den Eindruck, als wenn man soeben eine Todesanzeige empfangen hätte. Klasse! Stilvoller hätte man ein derartiges Vorhaben seinen Geschäftspartnern nicht ankündigen können. Auf so eine erfolgreiche Geschäftsidee muss man erst einmal kommen! Den Laden über Nacht zu machen, eine Runde segeln gehen und sich anschließend in Dresden im Clubsessel einen Drink genehmigen. So sieht also professionelles arbeiten an der Verlegerfront aus, die angetreten sind, solchen Amateuren (!), wie die NWZ, den Marsch zu blasen, und anschließend, so ganz nebenbei, ein Konkurrenzblatt im Hausgebiet der NWZ zu platzieren! Selbst von Newcomern könnte man solche dilettantischen Fehler nicht erwarten. Schon gar nicht von solchen alten Hasen, wie Willers, Gerhard, Steinhagen, Hülsebusch und Lachmann die über Jahrzehnte Berufserfahrungen in diesem Segment mitbringen und eigentlich wissen sollten, was für einen Flurschaden sie da angerichtet haben! Ich weiß gar nicht, was sich diese Herrschaften dabei gedacht haben? Fakt ist, dass ein Kunde für das Wochenende seine Werbung bei der Oldenburger Allgemeine aufgegeben hat, um für sein Unternehmen zu werben in der Hoffnung, dass über diese Werbung Endverbraucher sein Geschäft aufsuchen und dadurch Umsätze getätigt werden, wovon bekanntlich ein Unternehmen lebt. Denn Umsätze bedeuten Gewinn und über den Gewinn können Unternehmenskosten bezahlt werden. Wenn man allerdings Freitag erfährt, dass die abgesprochene Werbung für den darauf folgenden Tag am Samstag nicht mehr stattfindet, steht man als Unternehmer am Samstag ohne Werbung da. Keine Werbung, keine Umsätze, kein Gewinn! Der Schaden ist für alle Anzeigenkunden der Oldenburger Allgemeine vorprogrammiert. Damit nicht genug! Neben dem finanziellen Schaden ist der Vertrauensbruch gegenüber den Anzeigenkunden der Oldenburger Allgemeine wesentlich verheerender. Unternehmen die der Oldenburger Allgemeine ihr Vertrauen gegeben haben und sich von der NWZ abgewendet haben, stehen nun im Regen, weil sie bis zum Ende der Ferien ohne Werbung ihr Unternehmen fortsetzen müssen. Und was machen die Anzeigenkunden die auf die Oldenburger Allgemeine gesetzt haben in der Zeit, wo sie keine Werbung machen können, weil die Zeitung sechs Wochen nicht erscheint? Am besten auch zu und eine Runde segeln gehen. Man glaubt es ja kaum, was "Willers, Lachmann & Co." sich dabei gedacht haben! Darüber hinaus ist die Oldenburger Allgemeine auch noch gegenüber ihren Anzeigenkunden vertragsbrüchig geworden, weil man als Anzeigenkunden mit einem Jahresabschluss für 52 Wochen sich verpflichtet hat Anzeigen in der Oldenburger Allgemeine zu schalten und nicht für 46 Wochen! Haben die Herrschaften Willers, Steinhagen, Hülsebusch und Lachmann sich darüber keine Gedanken gemacht? Kaum zu glauben! Aber die Faktenlage spricht eine deutliche und eindeutige Sprache! Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, haben die Herren Willers und Lachmann in Abstimmung mit Herrn Steinhagen per Handy (!), der sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befand, mehrheitlich beschlossen aus Kostengründen (!), die Zeitung ab sofort bis zum Ende der Sommerferien einzustellen. Sind hier Profis am Werk oder Stümper? Da hat die Oldenburger Allgemeine allmählich Fuß gefasst, was man auch an Hand der Sonderbeilage "Hatten/Sandkrug" aus der letzten Ausgabe erkennen konnte und mit einem Federstrich zerstört man sich das mühsam aufgebaute Vertrauen der letzten zehn Monate. Unglaublich, was da für handwerkliche Managementfehler solchen alten Haudegen, wie "Willers, Steinhagen, Gerhard & Co." unterlaufen sind. Ganz davon abgesehen, was diesen Herrschaften ansonsten an Fehlern unterlaufen ist, die ich hier im Einzeln nicht näher erläutern möchte. Auf jeden Fall wurde der Oldenburger Allgemeine Steilauflagen aus allen Richtungen am laufenden Band serviert, die alle ungenutzt verpufften! Würde man es nicht besser wissen, müsste man glauben, diese "Experten" wollen mit Absicht den Verlag vor die Wand fahren. Nicht zu vergessen das Personal der Oldenburger Allgemeinen die allesamt die nächsten sechs Wochen zusehen können, wie sie über die Runden kommen und sich darüber hinaus nun die Frage stellen werden, ob es danach wohl weiter gehen wird und wenn, wie? Fällt den Herrschaften "Willers, Lachmann, Steinhagen, Gerhard & Co." vielleicht ein, zu Weihnachten ein Skiurlaub in den Alpen zu machen, oder zu Ostern Eiersuchen auf der grünen Wiese in Bergisch Gladbach, weshalb die Zeitung "Oldenburger Allgemeine" ebenfalls in eine Winter- oder Osterpause gehen muss? Man weiß ja als Anzeigenkunde der Oldenburger Allgemeine nach diesen Erfahrungen nie, was sich da noch für Hirngespinste in den Köpfen der Verlagschefetage so zusammenbraut! Zuzutrauen ist diesen "Vollprofis" nach diesen atemberaubenden Wochenenderlebnissen auf jeden Fall alles, wie ich glaube! Abschließend frage ich mich nur, wenn man weiß, welche Anstrengungen Herr Willers und Herr Lachmann unternehmen, um ihr Ansehen in der Öffentlichkeit zu wahren, was sie nun nach dieser katastrophalen Aktion glauben, welches klägliche, wenn nicht sogar erbärmliche Bild sie nun in der Öffentlichkeit, und vor allem in ihrer Branche, abgeben? Es dürfte doch diesen angesprochenen Herrschaften klar sein, dass dieses inkompetente Geschäftsgebaren, was diese "Superhelden" an den Tag gelegt haben, in der gesamten Verlagsbranche seine Runde macht. Ihre Reputation dürfte in der gesamten Öffentlichkeit nach diesem Fiasko den Bach runter gegangen sein. Hinzu kommt, dass dieses Abenteuer für alle Gesellschafter noch recht teuer werden wird, sofern sie sich aus dem Verlag zurückziehen sollten. Wie uns bisher bekannt ist, haben sich nämlich sämtliche Gesellschafter dazu verpflichtet, eine mögliche Schließung des Verlages nicht durch eine Insolvenz zu lösen, sondern durch eine "geordnete Rückabwicklung". Im Klartext: Jede noch ausstehende Rechnung wird bezahlt! So soll es im Gesellschaftervertrag des Verlages nach unserem heutigen Kenntnisstand stehen. Man kann nur hoffen, dass nicht zuletzt durch diese Veröffentlichung die Herrschaften "Willers, Lachmann, Hülsebusch, Gerhard, Steinhagen & Co." ganz schnell zur Besinnung kommen und sich am Mittwoch, wenn Herr Steinhagen aus seinem Urlaub zurückkommt, zusammensetzen, um gemeinsam zu beraten, ob noch in der laufenden oder spätestens in der kommenden Woche, die Zeitung zumindest als Anzeigenausgabe für die Ferienzeit am Markt erscheint, auch wenn dies mit einer verminderten Seitenanzahl ggf. geschehen würde. Wer eine Zeitung im Hausgebiet der NWZ herausbringt, sollte sich eigentlich im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass ein derartiges Unternehmen Geld kostet und kurzfristig nicht umzusetzen ist. Klar ist auch, wer nach 10 Monaten bereits die Reißleine ziehen muss, um Kosten einzusparen, weil er sonst nicht über das Sommerloch kommt, scheint nicht nur den Markt vollkommen falsch eingeschätzt zu haben, sondern auch den Monopolisten NWZ vollkommen unterschätzt zu haben. Und ein derartiges Missgeschick unterläuft einer solchen Kapazität, wie es Herr Willers bisher in seiner Branche darstellt. Es ist unvorstellbar! Logisch dürfte es auch sein, dass die NWZ Herren in der Peterstrasse nun zu Hochtouren auflaufen und verlorene Anzeigenkunden an die Oldenburger Allgemeine versuchen langfristig durch Verträge zurück zu gewinnen. Ebenso klar dürfte es sein, dass der Gerhard Verlag und die Oldenburger Allgemeine nur zusammen gegen die NWZ erfolgreich antreten können, um überhaupt eine Chance zu haben, erfolgreich eine Zeitung am Markt zu etablieren. Einzeln sind beide Verlage mit zukünftigen Zeitungen jeglicher Art nur Totgeburten. Die "Deadline" für eine mögliche Zusammenarbeit zwischen beiden Verlagen sollte eigentlich Mitte Juli sein. Dieser Termin dürfte nach dieser Episode, die bei allen Außenstehenden Betrachtern nur noch kopfschütteln hervorruft, keine zehn Tage mehr in Anspruch nehmen. Der "Count-down" läuft, meine Herren von der Oldenburger Allgemeine! Ihr Uwe Brandhorst |