Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 20.02.2010
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Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Was bisher noch als inoffiziell galt, ist nun leider bittere Realität geworden.

Das Bundeskartellamt hat, wie bereits von uns seit letzter Woche vorab veröffentlicht, unsere Angaben bestätigt, dass die NWZ den Hunte Report übernehmen kann.

Damit dürfte das Bundeskartellamt, zumindest in unseren Augen, sich einmal mehr zur "Witzfigurenbeamtenbude" selbst deklassiert haben.

Denn, wer vor Jahren der NWZ untersagte den Hunte Report zu übernehmen, was bekanntlich die NWZ trotzdem widerrechtlich tat, weil lt. Bundeskartellamt dadurch der Wettbewerb in unserer Region mit einer solchen Übernahme nahezu zum Erliegen kam, stellt seine eigene damalige Entscheidung als absurd dar, wenn die Bundeskartellwächter heute zu der Überzeugung gelangen, dass eine Übernahme des Hunte Reports durch die NWZ ohnehin keine wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen im Anzeigen- und Tageszeitungsgeschäft, weder heute noch für die Zukunft (!), haben werden.

Und hier genau widersprechen wir dem Bundeskartellamt. Denn durch die Übernahme des Hunte Reports durch die NWZ wird es bestehenden, wie auch zukünftigen Verlagen kaum mehr gelingen im Oldenburger Raum Fuß zu fassen.

Denn in der Zukunft wird die Strategie der NWZ sehr einfach zu durchschauen sein.

Die NWZ und die SonntagsZeitung werden weiterhin im Anzeigengeschäft preislich künstlich hoch gehalten und der Hunte Report etwas darunter.

Sollte es ein Verlag von außerhalb versuchen im Oldenburger Raum eine Zeitung zu etablieren, wird der Hunte Report, nach unserer persönlichen Einschätzung, zum Einsatz kommen, indem die Anzeigenpreise unter die des neuen Wettbewerbers fallen, um eine rentable Zeitung eines möglichen neuen Verlegers von vornherein unmöglich zu machen und ihn über diese Art und Weise aus den Markt zu drängen bzw. durch diese Option zu halten.

Die Einführung einer neuen Zeitung, wie es seinerzeit zum Beispiel der "Blitz" war, als die Oldenburger Allgemeine sich im Markt etablieren wollte, erübrigt sich nun für die NWZ, durch die Übernahme des Hunte Reports, der nun viel kostengünstiger und als etablierte Zeitung im Markt diese Aufgabe viel besser übernehmen könnte, als die Neueinführung einer Zeitung, wie es der "Blitz" war.

Der Hunte Report wird, nach unserer Einschätzung, als Zeitung im Oldenburger Raum unter anderem die Aufgabe übernehmen, andere Verlage durch niedrige Anzeigenpreise bis weit unter den Herstellungskosten aus den Markt zu halten bzw. zu drängen, sofern sie es doch wagen sollten, sich im "NWZ Hoheitsgebiet" etablieren zu wollen.

Außerdem würde der Hunte Report in anderen Händen oder sogar durch die Einstellung der Zeitung, nur mögliche potenzielle Verleger von Außen dazu animieren bzw. anlocken, im Hoheitsgebiet der NWZ auf Anzeigenfang zu gehen und somit diesen möglichen Verlegern eine geschäftliche Existenzgrundlage freiwillig zu Füssen legen, was man von Seiten der NWZ Führung über diese "elegante Art und Weise" sauber umgangen ist.

Nach erfolgter Aufgabe eines potenziellen Mitbewerbers der NWZ werden die Anzeigenpreise wieder angehoben und "Köser, von Bothmer& Co." können ihre "Gelddruckmaschine" wieder anschmeißen, indem sie die Anzeigenpreise nach Belieben in die Höhe treiben.

Alternativen gibt es ja nicht, Dank einer "Witzfigurenbeamtenbehörde" mit dem ehrenwerten Namen: "Bundeskartellamt"!

Die Begründung, dass durch die Übernahme des finanziell stark angeschlagenen Hunte Reports, wie es unserer heutiger Kenntnisstand ist, nun Arbeitsplätze gesichert zu haben, dürfte sich schon bald als reines Ablenkungsmanöver der NWZ Chefetage gegenüber dem Bundeskartellamt herausstellen, wie wir glauben.

Es wird schon alleine aus Kostengründen eine Zusammenlegung von Arbeitsbereichen zwischen der NWZ und der SonntagsZeitung auf der einen Seite und dem Hunte Report auf der anderen Seite kommen, um den Hunte Report in die Gewinnzone zu bringen.

Denn klar dürfte es für jeden Mitarbeiter sein, dass kein Unternehmer eine Firma übernimmt, um anschließend keinen Profit zu machen.

Angesichts sinkender Werbebudgets durch die anhaltende Wirtschaftskrise die damit verbunden Umsatzrückgänge und Firmenpleiten, einen immer stärker werdenden Internethandels zu Lasten der Printmedien, werden Kostensenkende Maßnahmen eine unweigerliche, einschneidende Aufgabe des alten (!?) oder auch neuen möglichen Geschäftsführers des Hunte Reports nach sich ziehen.

Was dies, vor allem für die Mitarbeiter des Hunte Reports, nach sich ziehen dürfte, auch wenn die neuen Eigentümer gegenteiliges mit Sicherheit behaupten werden, bedarf keiner besonderen Intelligenz, um diese Zukunftstheorie von den Betroffenen selber richtig einschätzen zu können.

Unter Umständen hätte eine Insolvenz bzw. eine Neugründung des Verlages mit neuen Geldgebern, ohne Vertragsabhängigkeiten zur NWZ, sowie "NWZ Freunde" in der Geschäftleitung, bessere Marktchancen und mehr sichere Arbeitsplätze für unsere Region bedeutet, als diese trügerische Version der vermeintlichen Sicherheit, die sich nun alle Beteiligten so sehr wünschen.


Mit Sicherheit wäre diese eben angedeutete Perspektive für den Wettbewerb und für das Recht der Meinungsvielfalt für unsere Region wesentlich besser gewesen, als den Hunte Report einem Unternehmen zu überlassen, die sich dadurch bisher in der Vergangenheit ausgezeichnet hat, indem sie, nach unserer persönlichen Meinung, aus reiner Profit- und Machtgier gegen bestehendes Recht nachweislich (!) verstoßen hat, Arbeitnehmer untertariflich bezahlt haben soll, sofern unsere Recherchen korrekt sind, durch die Gründung von Konzerneigenen Leiharbeitsfirmen in denen firmeneigene Redakteure ausgelagert wurden.

Wer meint in so einem Unternehmen Sicherheit für seinen Arbeitsplatz gefunden zu haben, der glaubt auch, dass Josef Ackermann von der Deutschen Bank aus reiner Nächstenliebe Geschäfte macht!

Am Donnerstag, den 18.02.2010 soll der Verkaufsvertrag zwischen dem Stiftungsrat des Hunte Reports, besetzt mit den vielen Freunden aus dem Hause der NWZ (!), und den NWZ Verantwortlichen unterschrieben worden sein, sofern wir korrekt informiert wurden.

Der Verkaufspreis für den Hunte Report dürfte wohl eher Formsache gewesen sein und in der Größenordnung sich bewegen, wie man halt eben Dinge verkauft … unter "Freunden"!

Interessant dürfte nun sein, wer die Geschäftleitung des Hunte Reports übernimmt.

Hier hätten wir gleich drei Varianten zur Auswahl!

Variante I:

Die "Firmensammler" Nack und Siedenbiedel, die wie andere Briefmarken sammeln, Geschäftleitungsposten übernehmen.

Sind andere Unternehmer bereits bei der Bewältigung der Aufgaben für eine Firma restlos überlastet, scheinen Nack und Siedenbiedel die Übernahme von Geschäftführerposten als reinen Volkssport zu betrachten und Arbeitgeberaufgaben zu 400 Euro Jobs abzuqualifizieren, dessen Aufgaben man mal eben nebenbei zwischen einer Currywurst und einer Ladung Pommes mit Majo locker bewältigen kann, die jeden anderen Unternehmer neidlos erblassen lassen und in Erklärungsnot gegenüber ihren Ehefrauen bringen, was an der Aufgabe eines Selbständigen denn so zeitaufwendig sei, wenn Nack & Co. solche Aufgaben im Dutzend erledigen?

Für Siedenbiedel & Co. würde sprechen, dass man von der Kostenseite äußerst günstig die Firmenleitung des Hunte Reports gestalten könnte.

Dagegen würde allerdings sprechen, dass für jeden Anzeigenkunden ganz offensichtlich werden würde, dass der Hunte Report nun zur NWZ gehört, was viele Anzeigenkunden nicht besonders fänden und mit ihrem Werbbudget abwandern könnten, sofern sie eine Möglichkeit dazu hätten, was es vereinzelnd tatsächlich noch geben soll, wie man uns berichtete.

Variante II:

Otto Korte der Haus- und Hofrechtsanwalt von "Köser, von Bothmer & Co.".

Vorteil: Otto Korte ist nur Insidern als "NWZ Mann" bekannt und weniger, dass er der tatsächliche "Kopf" des Imperiums "NWZ" ist, mit allem was dran und drum hängt! Mit anderen Worten: Der wahre Baumeister des NWZ Konzerns.

Allerdings Otto Korte arbeitet lieber im Hintergrund und zieht hinter den Kulissen die Fäden.

So soll Herr Korte auch bei der Übernahme des Hunte Reports seine Finger mit im Spiel gehabt haben, sofern unsere Informanten uns richtig informiert haben.

Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass Otto Korte als Mann der zweiten Reihe ins Rampenlicht der Öffentlichkeit geht, wo er doch so sehr das Tageslicht scheut!

Variante III:

Es bleibt so wie es ist!

Fabian Speckmann ist und bleibt der neue und alte Geschäftführer des Hunte Reports.

Nach außen hin bleibt die Tarnung erhalten, dass der Hunte Report nach wie vor eigenständig ist.

Bei einem möglichen Abgang von Herrn Speckmann, würde dies nur unangenehme Fragen in der Anzeigenkundschaft nach sich ziehen und zusätzliche Unruhe im Hunte Report erzeugen, beim Antritt eines neuen Geschäftsführers.

Also, was spricht dagegen, wenn Herr Speckmann bleibt und nicht geht?

Papier ist geduldig, was interessiert mich mein Gebabbel von gestern und im Übrigen Geld stinkt nicht. Jedem hängt das Hemd näher als bekanntlich die Jacke!

Unser ganz persönlicher Favorit, ohne hierfür bisher von irgendeiner Seite bestätigt worden zu sein.

Aber manchmal geben persönliche Verhaltensweisen von allen Beteiligten und der Instinkt bzw. das berühmte Nässchen ein Gesamtbild, dass an dieser Theorie was Wahres dran sein könnte.

Wir wagen einmal diese Vermutung in dem Wissen, uns hierbei auf ganz dünnem Eis zu bewegen.

Mehr wissen wir ab nächster Woche mit Sicherheit, weil für die kommende Woche sich die neuen Eigentümer des Hunte Reports bei ihren neuen Mitarbeitern vorstellen wollen, wie man es uns wissen lassen hat.

Wie sagte Franz Beckenbauer es immer so schön: "Schauen wir mal!"

Euer

Uwe Barndhorst

P.S.: Dazu passend möchten wir auch noch auf zwei Artikel der TAZ in Bremen verweisen vom 13.01.2010 "11 Schritte zum Meinungsmonopol" und vom 03.02.2010 "Zurück zum Meinungsmonopol".



 

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