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Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen. George Orwell engl. Schriftsteller |
Auf ein Wort liebe Wardenburger |
aktualisiert am: 20.03.2011 |
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Auf ein Wort liebe Wardenburger! " ( ) Die (eigener Hinweis: Atom-)Diskussion betrifft alle. Kein Land, dass (eigener Hinweis: richtig "das" mit weichem "s") auf Atomenergie setzt, kann sich ihr entziehen. Doch solche politischen Debatten verblassen neben dem Mitgefühl, dass (eigener Hinweis: richtig "das" mit weichem "s") jetzt den Menschen in Japan gelten muss ( )", schrieb der NWZ Redakteur Gunar Reichenbach kurz nach der Erdbebenkatastrophe am 12.3.2011 in der NWZ. Was für ein Irrtum! Es hat keine 48 Stunden gedauert, da war in Deutschland die heftigste Debatte um die Verlängerung der Atomkraftwerklaufzeiten zwischen den Kritikern und den Befürwortern entbrannt. Und bei allem Mitgefühl für das japanische Volk, was uneingeschränkt unsere Anteilnahme verdient, ist es durchaus vertretbar, dass diese dringend notwendig geführte Diskussion, um unsere jetzige und auch zukünftige Energieversorgung, zeitnah mit den verheerenden Auswirkungen, ausgelöst durch ein Erdbeben und die daraus entstandene Sunamiwelle, jetzt geführt wird und nicht zu einem späteren Zeitpunkt, wo bereits Gras über dieses schreckliche Ereignis in Japan gewachsen ist bzw. wo andere Weltereignisse die Tagespolitik beherrschen und sich die Atomlobby einmal mehr um eine ernsthaft geführte Diskussion "durchmogeln" könnte. "Diese nun eingetretene Atomdiskussion in Deutschland, Herr Gunar Reichenbach, hat nichts mit Ihrer vermeintlichen Unterstellung zu tun, dass das deutsche Volk keine würdige Anteilnahme am japanischen Volk haben kann, dass durch dieses schreckliche Naturereignis Tote zu beklagen hat und ein ganzer Landstrich verwüstet wurde, nur weil die Deutschen zeitnah zu diesem schrecklichen Ereignis in Japan eine Energiedebatte in Deutschland führt!" Denn in unseren Augen kann man sowohl trauern und sein Mitgefühl am japanischen Volk offen bekunden, wie auch zeitgleich diese dringend notwendige Energiedebatte in Deutschland führen! Das eine schließt das andere nicht aus. Im Gegenteil! Die jetzige Energiediskussion in Deutschland, unter dem Eindruck der schrecklichen Ereignisse in Japan, bringt hoffentlich als Ergebnis, was die Atomlobby bisher erfolgreich über Jahrzehnte verhindert hat (!), und gerade auch Dank dieser Bundesregierung unter Führung der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des FDP Vorsitzenden, Guido Westerwelle: Den Ausstieg aus dieser verheerenden Atompolitik und den daraus resultierend dringenden notwendigen Ausbau an alternativen Energien! Wir haben bereits mehrfach über die skandalösen Umstände der Entsorgung radioaktiven Atommülls in Asse berichtet, wo mit Radladern über 120.000 Fässer, dessen exakte Inhalte bis heute noch immer nicht bekannt sind (!), polternd in einem Salzbergwerk entsorgt wurden, wo sowohl die Genehmigungsbehörden, die Politiker aller Parteien im Bundestag (Ausnahme: Die Linken), als auch die Atomindustrie, vertreten durch die Energieversorgungsunternehmen, Zustände sehenden Auges über Jahrzehnte (!) zugelassen haben, die den verantwortungsbewussten Bürger die Haare zu Berge stehen lassen, der seinen eigenen Müll fein säuberlich in eine grüne - oder in eine schwarze Tonne bzw. in gelbe Säcke sortiert. Dies auch noch vor dem Hintergrund, dass bis heute die Entsorgung des Atommülls nicht geregelt ist, was einzigartig in der gesamten Wirtschaftspolitik in Deutschland ist! Denn bis heute gibt es keine Industrie die vom Staat genehmigt wurde, wo die Entsorgungsfrage nicht bis ins letzte Detail vorab von den betreffenden Antrag stellenden Unternehmen auf Zulassung geklärt ist, außer bei der Atomindustrie! Und die gleichen "ehrenwerten Herrschaften" die Asse mit ihren skandalösen Umständen zu verantworten haben, haben uns über Jahrzehnte erklärt, dass die Energieversorgung in Deutschland durch Atomstrom absolut sicher ist, bis auf ein "klitzekleines" Restrisiko! Welche Auswirkungen dieses "klitzekleine" Restrisiko beinhaltet, können wir zurzeit tagtäglich über die Medien in Japan "bewundern"! Wie naiv sind wir Deutschen eigentlich, wo wir uns selbst nicht ausschließen wollen, dass wir diesen Unsinn über Jahrzehnte geglaubt haben, trotz dieser unglaublichen Missstände die nun nach und nach auch hier in Deutschland bekannt wurden, Stichwort: Asse, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, was nun in Japan passiert ist? Ein hoch technisiertes Industrieland Japan, vergleichbar wie Deutschland, kühlt explodierte Atomreaktoren mit Wasserwerfern zu Boden und aus der Luft mit Hubschraubern die Wasserbehälter mit sich führen, die bei ihrer Entleerung aus luftiger Höhe Tröpfchen Weise die glühenden Brennstäbe, wenn überhaupt (!), erreichen! Wir sind in der Lage im Sattelitentechnikzeitalter von der Erde aus auf dem Mars ein kleines Spielzeugauto zu bewegen und müssen zeitgleich dieses katastrophale Krisenmanagement der Atomindustrie, sowie deren Genehmigungsbehörden und der verantwortlichen Politiker vor Ort in Japan mit ansehen, was einen vergleichsweise so vorkommt, als wenn die damaligen Feuerwehrleute in Australien den Großbrand versuchten auszupinkeln. "Einmal ehrlich, liebe Leser, müssen wir uns wundern, was da in Japan passiert ist, wenn wir uns "Asse & Co." vor Augen halten?" Dass die Ausführung des NWZ Redakteurs, Gunar Reichenbach, wie bereits eingangs in unserem Bericht erwähnt, dummes Zeug war, dass man nicht nur würdig seine Anteilnahme gegenüber dem japanischen Volk nach diesem Unglück bekunden kann und zeitgleich auch über den Sinn, bzw. besser gesagt, über den Unsinn jahrzehntelanger Atompolitik debattieren kann, widerlegte Herr Gunar Reichenbach selber in einer weiteren Kommentierung, vier Tage später (!) nach seinem ersten Kommentar den wir zu Beginn unserer Kolumne bereits erwähnt haben, indem Herr Gunar Reichenbach über die Politik der Atomenergie in Deutschland seine Meinung veröffentlichte! Hier stellte Herr Reichenbach in ungewöhnlicher Härte gegenüber der Politik und der Atomindustrie unter anderem die berechtigte Frage " ( ) Warum hat man nicht auf die seit Jahren schon von Kritikern ausgesprochenen Warnungen gehört ( )". "Tja, Herr Reichenbach, da schauen sie einmal in Ihre Archive und fragen sich selbst, weshalb Sie und ihre Kollegen als Redakteure Ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind, und zum Beispiel in Asse nicht nachgefragt haben, wieso 120.000 Fässer nahezu unkontrolliert entsorgt werden konnten und wo die Elite der Journalisten war, als sie das "Restrisiko" nicht hinterfragten, wenn die Kühlung in den Atomreaktoren einmal komplett über Tage und Wochen ausfallen sollte, welche Vorkehrungen es in so einem Einzelfall hier in Deutschland geben würde und falls man keine Abhilfe zur Kühlung der Reaktoren kurzfristig umsetzen könnte, welche Auswirkungen dies für unser Land haben würde." Leichtgläubig haben wir uns alle von der Atomlobby über Jahrzehnte an der Nase herumführen lassen und nun wie Herr Reichenbach sich anschließend in der Öffentlichkeit hinzustellen, weshalb man auf die Kritiker nicht gehört hat, kommt einen so vor, als wenn sich hier ein Bock zum Gärtner machen will. Denn die NWZ war immer ein glühender Verfechter für die Atomenergie und nicht ein Vorzeigeblatt für "Grünen Atompolitik"! Oder können sich die Leser vorstellen, dass der NWZ Chefredakteur, Rolf Seelheim, Wahlkampfhilfe für die Grünen macht bzw. jemals gemacht hat? Apropos, NWZ Chefredakteur Rolf Seelheim. Auch er gab sein Bestes in einen Kommentar zu den jüngsten Ereignissen um die Atomdebatte in Deutschland. Und in diesem Kommentar von Herrn Seelheim wird eindrucksvoll untermauert, wofür die NWZ steht: Zeit gewinnen, damit die Politik der Christdemokraten und der Liberalen zusammen mit der Atomlobby so weiter herum wurschteln können, wie bisher! Herr Seelheim nennt dieses Verfahren: "Atom-Debatte in Deutschland: Abkühlen" So schreibt Herr Seelheim in seinem Kommentar vom 18.03.2011: "(
) Angeblich so sichere Kernkraftwerke müssen in einem
Schnellverfahren überprüft, ältere Meiler sogar vorsorglich
ganz vom Netz genommen werden. Doch statt Beifall ernten die, die unter
dem Eindruck der schrecklichen japanischen Atomkatastrophe die Sicherheit
der Bürgerinnen und Bürger über alles stehen politisch
Prügel von jenen, denen es in der Vergangenheit beim Ausstieg aus
der Atomtechnologie nicht schnell genug gehen konnte. "Wie soll das ein Normalmensch noch verstehen", fragt Herr Seelheim weiter in seinem Kommentar? In der Tat, Herr Seelheim! Vielleicht, weil womöglich die Bürger den wieder Einstieg in die Atompolitik durch die Bundesregierung nach dem Ausstieg nicht wollen, Herr Seelheim, und nun die CDU angeblich sichere Atomkraftwerke sogar komplett abstellen will? Weiter sagt Herr Seelheim in seinem Kommentar: "Zu schrill, zu laut und zu wenig differenziert argumentiert die Opposition, bei der man den Eindruck gewinnen könnte, es gehe ihr kaum noch um die Sache, sondern allein um die fulminante Rhetorik. Bemerkenswert, dass SPD-Chef Sigmar Gabriel den sofortigen Komplett-Ausstieg aus der Kernkraft fordert, zugleich aber die Vorsichtsmaßnahmen der Regierung als unüberlegten Schnellschuss geißelt, der allein wahltaktischen Gründen zu verdanken ist. Ganz so, als sei die eigene Argumentation frei von derartigen Überlegungen im Vorfeld wichtiger Landtagswahlen( )". Es grüßt der Baden-Württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus, der die Laufzeitverlängerungen der Atommeiler am vehementesten bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel einforderte und den kritisierenden Bundesumweltminister für einen wieder Einstieg in die Atomenergie, Norbert Röttgen, sogar zum Rücktritt aufforderte und nun es für Herrn Mappus selbst nicht schnell genug gehen kann, angesichts anstehender Landtagswahlen im Ländle, Atommeiler stillzulegen! Bemerkenswert ebenso, Herr Seelheim, ist die Tatsache, dass die Kernkraftwerke bei der Debatte um die Laufzeitverlängerung die "sicherste Brückentechnologie für die Sicherstellung unserer Energieversorgung in Deutschland" für die Bundeskanzlerin Angela Merkel war. Die gleiche Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert nun nach dem verheerenden Atomunglück in Japan, dass die vermeintlich sichersten Atomkraftwerke in Deutschland, was die Grundlage zur Laufzeitverlängerung für die Bundesregierung ja eigentlich ursprünglich war (!), nun dringend überprüft werden müssen und sogar die sieben ältesten Meiler über einen Zeitraum von drei Monaten komplett vom Netz genommen werden müssen. "Wie soll ein Normalmensch das noch verstehen, Herr NWZ Chefredakteur Rolf Seelheim, fragen wir uns?" Dass angesichts dieser Faktenlage die Bürger dieser Bundesregierung nicht mehr trauen und ihr "Moratorium" als Wahlkampfgetöse und "unglaubwürdiges Schauspiel" der Bundesregierung halten, dürfte nur allzu verständlich sein. Ganz zu schweigen, dass diese Bundesregierung ihre eigene Gesetzgebung (!) außer Kraft setzt, indem sie die Anwendung eines Gesetzes ohne Bundestagsbeschluss, als einzige legitimierte Institution im Gesetzgebungsverfahren neben dem Bundesrat, mal eben im Handumdrehen durch ein "Moratorium" außer Kraft setzt. Es grüßt vorab schon einmal das Bundesverfassungsgericht und ob am Ende dieses für uns rechtswidrig eingesetzten "Moratorium" die endgültige Abschaltung der sieben ältesten Atommeiler steht, dürfte angesichts der stummen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die mit dieser Frage im Bundestag konfrontiert wurde, wohl eher in den Sternen stehen. "Auch das, Herr NWZ Chefredakteur Rolf Seelheim, soll ein Normalbürger noch verstehen?" Fazit: Atommeiler sind nicht sicher. Sie werden es auch niemals sein, weil durch welche Umstände auch immer, die Kühlung irgendwann einmal auf längere Zeit ausfallen könnte. Denn wie will man die Kühlung sicherstellen bei einem Flugzeugabsturz, Terroranschlägen, Erdbeben oder einer Sunamiwelle? Selbst wenn das Restrisiko noch so klein ist, kommt es zur Katastrophe ist der Mensch nicht mehr Herr über die Technik, sondern die Technik bestimmt über das Wohl der Menschheit, wie es zurzeit in Japan eindrucksvoll, und zugleich erschreckend, zu beobachten ist. Ein unglaublicher Gedanke! Wenn die Technik soviel Unheil gegenüber den Menschen und seiner übrigen Umwelt verursachen kann, ohne das wir etwas dagegen tun können, muss sich die Menschheit schleunigst von dieser Technik verabschieden, weil wir sie nicht beherrschen können. Wer nun meint, dass er für diese Entwicklung nichts kann, dem sei folgende nachdenkliche Anmerkung ins Buch geschrieben: "Dies ist unser Preis für unseren Wohlstand auf den wir nicht verzichten wollen und um deren weiteren Ausbau wir sogar noch tatkräftig mitverantwortlich sind (!), weil wir nicht auf Konsum verzichten wollen!" "Das sollte eigentlich jeder Normalmensch noch verstehen können
bei seiner ganz persönlichen Beantwortung der Frage, ob er für
die Atompolitik oder dagegen ist mit allen Konsequenzen die daraus für
ihn ganz persönlich resultieren könnten!" Uwe Brandhorst P.S.: Sämtlichen Äußerungen,
Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind
persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
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| Zitat | Napoleon
der I. sagte einmal: " Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. " |
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