Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

aktualisiert am:

19.02.2011

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 19.02.2011
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Heute in eigener Sache!

Eine öffentliche Auszeichnung einer Person oder eines Betriebes durch einen öffentlichen Träger ist immer für beide Seiten eine positive Imagekampagne von der beide Seiten profitieren können.

Man spricht bei derartigen "Geschäften" von klassischen "Win-Win-Strategien".

Beide Seiten profitieren aus einer gemeinsamen Aktion.

Es sei denn, man ist in der Gemeinde Wardenburg ansässig und bringt es sogar fertig, so eine simple PR Maßnahme so dämlich anzupacken, dass am Ende alle Beteiligten in einer "Lose-Lose" Situation stecken.

Und die lief folgender Maßen ab:

Die Gemeinde Wardenburg hat aktuell 1.392 gemeldete Betriebe in ihrem Einzugsgebiet ansässig.

Von diesen 1.392 Betrieben wurden in einer Feierstunde im Rathaus der Gemeinde Wardenburg erstmalig vier Betriebe als "zuverlässige Partner" der Gemeinde Wardenburg ausgezeichnet.

Bis zu fünf Betriebe, so war es in der NWZ nachzulesen, will die Gemeinde Wardenburg zukünftig jährlich auszeichnen, die in der Vergangenheit ein "überdurchnittliches Engagement" gegenüber der Gemeinde Wardenburg entgegengebracht hatten.

Der logische Rückschluss wäre also, wenn man fünf Betriebe von Seiten der Gemeinde Wardenburg hätte auszeichnen können und im ersten Anlauf (!) lediglich vier Betriebe ausgezeichnet hat, müssen sich die übrigen nicht ausgezeichneten 1.388 Betriebe in der Gemeinde Wardenburg die Antwort geben, dass es für sie wohl nicht gereicht hat für eine Auszeichnung durch die Bürgermeisterin M. Noske als "zuverlässiger Partner der Gemeinde Wardenburg", sonst wären ja zumindest fünf Betriebe ausgezeichnet worden und nicht nur vier!

Unter den 1.388 ansässigen Betrieben war demnach kein weiterer Betrieb in der Gemeinde Wardenburg aufzufinden, der die Kriterien für eine Auszeichnung als "zuverlässiger Partner" der Gemeinde Wardenburg erfüllt hätte, weil er nicht über das "normale Maß", und dies über "viele Jahre", mit der Gemeinde Wardenburg erfolgreich zusammengearbeitet hat.

"Tja, liebe 1.388 Gewerbetreibende der Gemeinde Wardenburg dumm gelaufen, oder?"

Ein Mathematiker würde nun folgende Rechung aufstellen: Vier Betriebe geehrte und 1.388 Betriebe in aller Öffentlichkeit bis auf die Knochen blamiert.

Bravo, Frau Bürgermeisterin M. Noske und "Wirtschaftsförderer" Frank Speckmann die gemeinsam dem Titel "Wirtschaftsförderer" eine ganz vorzügliche Note verliehen haben, wie ich meine!

Als Unternehmer, der seinen Betrieb in der Gemeinde Wardenburg unterhält, zähle ich mich auch zu den betroffenen 1.388 Unternehmern der ganz offensichtlich kein "zuverlässiger Partner" für die Gemeinde Wardenburg ist und kein "überdurchschnittliches Engagement" gegenüber "Noske, Speckmann & Co." an den Tag gelegt hat!

Dabei wäre ich doch nahezu prädestiniert für eine derartig "glorreiche Auszeichnung".

Ich verfüge über einen Betrieb der bereits über 20 Jahre erfolgreich in der Gemeinde Wardenburg sein Unternehmen führt, womit ich die erste von vier Kriterien lt. NWZ mit Bravour erfülle!

Auch bei der zweiten von den vier Kriterien bin ich mit meinem Unternehmen erfolgreich, weil auch unser Unternehmen Arbeitsplätze in der Gemeinde Wardenburg geschaffen hat.

Selbst bei der dritten Vorraussetzung, die "erfolgreiche Zusammenarbeit" mit der Gemeindeverwaltung, weist unser Unternehmen eine "tadellose weiße Weste" aus, weil die uns übertragenden Aufgaben durch die Gemeinde Wardenburg - in Form der Umsetzung öffentlicher Aufträge - in jeder Hinsicht erstklassig erledigt wurden, was uns auch von den beteiligten Gemeindebediensteten immer wieder bestätigt wurde.

Nicht zuletzt sogar auch durch den Gemeindemitarbeiter Frank Speckmann, der als "Wirtschaftsförderer" in unserer Gemeinde tätig ist.

Herr Speckmann meinte am 17.02.2011 in einem Telefonat mit mir zu diesem Thema, dass unsere Firma durchaus ihre Aufgaben für die Gemeinde Wardenburg erstklassig erledigt hätte, ansonsten hätte er sich bei uns auch schon an entsprechender Stelle zu Wort gemeldet, was er nicht tat, weil es nichts zu bemängeln gab.

Na also, was will man mehr!

Auch beim vierten Punkt muss doch jeder in dieser Gemeinde Wardenburg unumwunden zugeben, dass mein "überdurchschnittliches Engagement" in der Gemeinde Wardenburg "seit vielen Jahren" weit "über das normale Maß" hinausgeht und dies bis zum heutigen Tag.

Denn als "zuverlässige Partner" der Gemeinde Wardenburg habe ich vollkommen selbstlos als Ratsherr in zwei Wahlperioden den Gemeinderat, die Verwaltungsspitze und hier insbesondere die Bürgermeisterin M. Noske über Jahre, anschließend auch noch hier im Internet in dieser Kolumne (!), öffentlich das Missmanagement dieser Gemeinde konstruktiv kritisiert, wodurch Steuerverschwendungen von mehreren Millionen erst öffentlich bekannt wurden.

Es grüßen an dieser Stelle die Immobileinverkäufe an die GSG und der Ankauf eines Asylantenwohnheims mit Verlusten in Millionenhöhe, der Rückkauf eines Parkplatzes am Gemeinderathaus, versehentlich zuviel verkaufter Parkplatzflächen am Rathaus in Höhe von rund 800 Quadratmetern Grundstücksfläche an die GSG, sowie der jüngste Grundstücksankauf des Kindergartens an der Friedrichsstrasse mit Verlusten von mehreren 100.000,00 Euro Wardenburger Steuergeldern.

Nicht zu vergessen der abgewendete 1,2 Millionen teure Neubau für ein Lehrschwimmbecken, was von unser hoch gelobten Bürgermeisterin M. Noske befürwortet wurde, dass inzwischen für 90.000,00 Euro renoviert wurde, wovon 40.000,00 Euro auch noch reine Schönheitsreparaturen waren und die durch das Verwaltungsgericht bestätigten falsch berechneten Abwassergebühren über mehrere Jahre (!) durch die Bürgermeisterin M. Noske als Verwaltungsfachkraft (!) die der Gemeinde Wardenburg eine Mehreinnahme von rund 1 Million Euro zu Unrecht bescherte.

Welche Referenzen braucht die Gemeinde Wardenburg um ihre Entscheidungsträger Noske und Speckmann noch, um den fehlenden fünften Betrieb hätte auszeichnen zu wollen, als "zuverlässiger Partner" der über "das normale Maß" über "viele Jahre" mit "überdurchschnittlichen Engagement" lange Zeit mit der Gemeinde "erfolgreich zusammenarbeitet"?

Woran lag´s?

Mit dieser Frage im Hinterkopf griff ich zum Telefon, um zu wissen, woran meine Nominierung als "Partner der Gemeinde" scheiterte, dass mein Unternehmen nun nicht von der Bürgermeisterin M. Noske ausgezeichnet wurde, als "zuverlässiger Partner" der Gemeinde Wardenburg!

Am anderen Ende des Telefons war der zuständige Mann Frank Speckmann, der als "Wirtschaftsförderer" der Gemeinde Wardenburg mit verantwortlich ist, für die Vergabe der Auszeichnung "zuverlässiger Partner der Gemeinde Wardenburg".

Was will man mehr?

Ein Telefonat und der richtige war am Apparat!

Bevor wir jedoch ins "Eingemachte" kommen folgender Hinweis an die Leser:

Wer öffentlich als Kommune eine Auszeichnung vergibt von dem sollte man eigentlich erwarten, dass diese Auszeichnung auch nach gewissen Maßstäben erfolgt.

So erwartet man als unbeteiligter Dritter, dass ein gewisses Papier besteht, indem das Anforderungsprofil, wieso und weshalb eine Person oder in diesem Fall ein Betrieb ausgezeichnet werden soll, existiert, woraus explizit hervorgeht, welche Punkte erforderlich sind, um diese Würdigung in aller Öffentlichkeit zu erhalten und welche Jury darüber befindet und wie dieses Entscheidungsgremium besetzt ist.

Lt. dem "Wirtschaftsförderer" Frank Speckmann besteht ein derartiges Papier, was jedoch nicht für die Öffentlichkeit in schriftlicher Form zugänglich ist, sondern nur telefonisch auf Anfrage übermittelt werden kann.

Dieses schriftliche Papier, was das Anforderungsprofil für die Auszeichnung als "zuverlässiger Partner der Gemeinde" beschreibt, beinhaltet sage und schreibe einen einzigen Satz!

Sinngemäß aus dem Gedächtnis: Ab 2011 werden jährlich bis zu fünf Wardenburger Unternehmen als "Partner der Gemeinde" Wardenburg ausgezeichnet, sofern ihr Betrieb mindestens ein Jahr in Wardenburg ansässig ist, Arbeitsplätze geschaffen hat und mit der Gemeinde über lange Zeit zusammenarbeite.

Na, toll!

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen, was bereits in diesem einen Satz, in diesem einzigen simplen Satz (!), was das Anforderungsprofil für eine Auszeichnung mit diesen vermeintlich hohen Stellenwert darstellen soll und eine Feierstunde im ehrwürdigen Rathaus der Gemeinde Wardenburg rechtfertigt für die Aushändigung einer Auszeichnung und die Würdigung in der Öffentlichkeit durch die anwesende Presse, für ein ausgemachter Bullshitt an Anforderungskriterien darstellt, der nicht nur schriftlich zu Papier gebracht wurde, sondern obendrein auch noch öffentlich über die Tageszeitung der NWZ herausposaunt wurde, wonach der Verfasser dieses Lokalberichtes, Werner Fademrecht (NWZ), den zwangsläufigen Eindruck gegenüber geistesgegenwärtige Lesern seiner Zeitung erwecken muss, die es unter den NWZ Lesern vereinzelnd noch geben soll (!), ganz
offensichtlich jeden geistigen Müll den man ihn von Seiten der Gemeindeverwaltung in den Füllfederhalter diktiert, unwidersprochen abdruckt, was den Verdacht der geistigen Abwesenheit dieses Lokalredakteurs, zumindest über mehrere Stunden (!), eindruckvoll unterstreichen muss, wie ich glaube!

Denn, wie kann ein Unternehmen in einem folgenden Fallbeispiel, das gerade ein Jahr in der Gemeinde Wardenburg ansässig ist, über "lange Zeit erfolgreich mit der Gemeinde" zusammenarbeiten?

Wie geht das?

Ist ein Jahr für die Beurteilung eines Unternehmens und einer Gemeinde, ob sie eine "lange Zeit" "erfolgreich zusammengearbeitet" haben, die über das "normale Maß" hinausgeht (!), vom Zeitrahmen als gerechtfertigt anzusehen, wodurch ein Anspruch auf eine Auszeichnung in der Gemeinde Wardenburg zumindest theoretisch erfüllt wird, was zur Folge hat, dass ein kommunaler Träger öffentlich einen Betrieb durch die lokale Presse mit einer Urkunde auszeichnet in eine dafür eigens angesetzten Feierstunde im Rathaus der Gemeinde Wardenburg?

Wohl kaum!

Eine Würdigung eines Betriebes durch die Gemeinde Wardenburg in diesem Rahmen, wie es die Gemeinde Wardenburg in ihren "Auszeichnungskriterien" vorgibt, kann nur dann erfolgen, wenn der Betrieb über mehrere Jahre in der Gemeinde Wardenburg ansässig ist und erfolgreich mit der Gemeindeverwaltung über das "normale Maß" zusammen arbeitet, wenn nicht sogar über ein oder mehrere Jahrzehnte!

Die Vorrausetzung, dass der Betrieb "mindestens ein Jahr" in der Gemeinde Wardenburg ansässig sein sollte, unter einem Jahr wäre ja ohnehin noch idiotischer (!), steht im krassen Widerspruch zu dem Kriterium der Zusammenarbeit über einen "langen Zeitraum" indem auch noch festgestellt werden soll, dass die erbrachte Leistung des zu würdigenden Betriebes gegenüber der Gemeinde Wardenburg über das "normale Maß" hinausgeht!

Wie geht das nach einem Jahr?

Auf die Frage, was zum Beispiel über das "normale Maß" der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wardenburg bedeutet, antwortete mir Herr Speckmann, dass z.B. der Firmeninhaber Harald Jürgens lange Zeit in verantwortlicher Position bei der Feuerwehr ehrenamtlich tätig gewesen war und dadurch ein überdurchschnittliches Engagement mit der Gemeinde Wardenburg erbracht hat, was eine Würdigung als "Partner der Gemeinde" durchaus zulässt und für angebracht hält.

Das lässt einen doch die Nackenhaare zu Berge stehen, liebe Leser!

Denn was hat die Auszeichnung eines Betriebes der Bäckerinnung durch die Gemeinde Wardenburg damit zu tun, dass Herr Jürgens erfolgreich mit der Gemeinde Wardenburg zusammengearbeitet haben soll, wofür die Bäckerei Jürgens eine Auszeichnung erhalten hat, wenn der Bäckermeister Harald Jürgens in seiner Freizeit langjährig, angeblich sogar erfolgreich (!?), über das normale Maß hinausgehend mit überdurchschnittlichen Engagement sich für die freiwillige Feuerwehr eingesetzt hat?

Ich meine: "Nichts!"

Denn, wenn Herr Jürgens sich von mir aus überdurchschnittlich für die Feuerwehr eingesetzt hat, könnte er eine Ehrung über die Feuerwehr als Feuerwehrmann erlangen, aber das hat nichts mit einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit über das normale Maß hinaus mit seinem Bäckereibetrieb und der Gemeinde Wardenburg zu tun, wie ich meine!

Dies ist Lobhudelei der Extraklasse mit kostenloser Schleichwerbung in der lokalen Presse, wodurch konkurrierende Betriebe auch noch das Nachsehen haben, wie ich meine!

Es wird erst dann ein Schuh daraus, wenn die Bäckerei z.B. über Jahre kostenlos die Kindergärten mit Brötchen versorgt hätte, oder auf dem alljährlich stattfindenden Cityfest seine Einnahmen aus seinen verkauften Backwaren z. B. an eine öffentliche Einrichtung der Gemeinde Wardenburg gespendet hätte.

Das wäre eine lange erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wardenburg die über das normale Maß hinausgehen würde und auch eine entsprechende Würdigung in der Öffentlichkeit verdient hätte.

Aber doch nicht, wenn ein Betriebsinhaber sich ehrenamtlich für einen Sportverein, für die Feuerwehr, etc. einsetzt, was Millionen andere Privatpersonen, die ebenfalls in Brot und Arbeit stehen, gleichfalls über Jahre in ihrer eng bemessenen Freizeit mit viel Engagement freiwillig umsetzen, ohne diese ehrenamtliche Tätigkeit dieser Personen öffentlich an dieser Stelle mit diesem Ausspruch von mir diskreditieren zu wollen .

Wenn das der Maßstab wäre, dann könnte die Gemeinde Wardenburg gleich bei einer Druckerei einen Druckauftrag vergeben und ein paar tausend Urkunden bestellen!

Weiteres Beispiel!

Das Kriterium über das "normale Maß hinaus", weshalb Berding Beton ausgezeichnet wurde, war unter anderem, weil Berding Beton kostenlos Musterflächen für Pflasterungen anlegte, damit zum Beispiel Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, sowie Ratsmitglieder sich ein besseres Bild machen konnten, welchen Pflasterstein sie zum Beispiel in ihrer Ausschreibung für die Bepflasterung einer öffentlichen Fläche auswählen könnten, wie Herr Speckmann mir im Telefonat berichtete.

Nun, ganz so "freiwillig" und zugleich "uneigennützig" war diese vermeintlich "kostenlose Arbeit" der Bediensteten der Firma Berding Beton, die angeblich über das "normale Maß" hinausgeht, wohl kaum, wie ich meine.

Denn über dieses vermeintlich "überdurchschnittliche Engagement" der Firma Berding Beton sicherte man sich auf Seiten der Firma Berding Beton zukünftige Aufträge, wie wir glauben!

Eine Auszeichnung, die unter den gestellten Vorraussetzungen der Gemeinde Wardenburg lt. Herrn Speckmann zustande kam, sofern ich es richtig verstanden habe, um sich zukünftig als zuverlässiger "Partner der Gemeinde" tituliert lassen zu dürfen, sollte nach meinem Geschmack wohl eher unter der Rubrik "schmeichelhafte Selbstinszenierung mit Unterstützung kommunaler Spitzenkräfte" abgelegt werden, die bereits schon ins Peinliche abgleitet, wenn so ein Großunternehmen sich für eine derartige öffentlich Maskerade hergibt.

In die gleiche Kategorie dürfte wohl auch die Auszeichnungen der Firma Elektro Arians fallen, der in beratender Funktion im Bauausschuss sitzt und aus diesem Grund ein "überdurchschnittliches Engagement", was über das "normale Maß" angeblich in den Augen der Gemeindespitze hinausgeht, rechtfertigte.

Nun, als Elektrofirma ist es immer gut zu wissen, wo was zukünftig an öffentlichen Aufträgen in einer Gemeinde zu vergeben ist, was das "überdurchschnittliche Engagement" eines beratenden Firmeninhabers im Bauausschuss mit Sicherheit zumindest ansatzweise in meinen Augen erklärt.

Regelmäßige "Kontaktpflege zur Verwaltungsspitze" und ein gewisser Wissensvorsprung gegenüber lästigen Mitbewerbern hat noch niemand geschadet, wie ich meine.

Sauberer wäre es gewesen, wenn Mitglieder in Ausschüssen bzw. im Gemeinderat sitzen und sie sich während dieser Zeit in schriftlicher Form sich dahingehend erklären würden, dass sie an öffentlichen Ausschreibungen solange nicht mehr teilnehmen, solange sie öffentliche Ämter bekleiden, was im Übrigen ich während meiner Ratstätigkeit gemacht habe, um gar nicht erst in den Verdacht zu kommen, dass ich meine Position zugunsten meines Unternehmens ausnutzen würde.

Wäre da noch die Frage zu klären, wie die möglichen Kandidaten für eine mögliche Auszeichnung als "Partner der Gemeinde" vorgeschlagen werden und wer entscheidet, dass welcher Kandidat auch immer mit einer Urkunde öffentlich gewürdigt wird.

In vergleichbaren Fällen sollten die Leser dieser Kolumne wissen, wird das Vorhaben öffentlich vorab angekündigt und Bürger können Vorschläge machen, wer in den Genuss dieser außergewöhnlichen Ehrung kommen soll.

Anschließend entscheidet eine unabhängige Jury, dessen Mitglieder im Vorfeld ebenfalls durch die Öffentlichkeit vorgeschlagen werden.

Danach werden diese Vorschläge z.B. von der Öffentlichkeit durch mehrheitliche Entscheidung in diese Jury gewählt.

Oder aber der bzw. die Ideengeber für dieses Vorhaben wählen in demokratischer Abstimmung unabhängige Dritte in eine Jury die dann anschließend Vorschläge ausarbeiten, welche Kandidaten die öffentliche Ehrung erhalten sollen und die Jury legt anschließend durch Mehrheitsbeschluss fest, welcher Kandidat die Würdigung als "Partner der Gemeinde" erhalten soll.

Eigentlich eine ganz einfache Angelegenheit, wie man ein derartiges Vorhaben adäquat umsetzen könnte, so dass auch die Ehrung dieser Kandidaten einen entsprechenden Rahmen erhält, die dann auch für die Auserwählten selbst eine Würdigung als besondere Auszeichnung unter vielen Bewerbern darstellt.

Bekanntlich laufen die Uhren in der Gemeinde Wardenburg "etwas" anders, nicht zu Letzt auch Dank einer tief schlummernden lokalen Presse mit dem Namen NWZ verbunden mit ihrem hervorragenden Lokalredakteur Werner Fademrecht.

Die "journalistische" Schlaftablette des Nordens, wie ich finde!

Die Wege der Gemeinde Wardenburg sind kurz und bündig!

Lt. dem "Wirtschaftsförderer" Frank Speckmann schlägt er ohne öffentliche Vorankündigung vor und Noske sagt wer es ist.

Na, da soll doch noch einer einmal sagen, dass Entscheidungen auf dem Verwaltungsweg nicht auch auf dem kurzen Dienstweg zwischen Tür und Angel entschieden werden können oder in der Frühstückspause von 9.15 Uhr bis 9. 30 Uhr in der linken Hand den Kaffeepott und in der rechten Hand die Butterstulle.

Diese Art der "Bestimmung" lieben auch Diktatoren, wie der erst kürzlich gestürzte ägyptische Staatspräsident Mubarak oder der noch sich in Amt und Würden befindliche libysche Staatschef Gaddafi.

Ein treuer Untergebener schlägt vor und das Oberhaupt bestimmt!

Was will man mehr?

Es lebe die Diktatur … eh, Entschuldigung, liebe Leser, die "eingleisige" Demokratie, oder wie nennt man so eine Verwaltungsstruktur?

Abschließend komme ich zu folgendem vernichtenden Urteil dieser öffentlichen Auszeichnung "Partner der Gemeinde".

Eine unwürdige Ehrung die ihren Namen nicht verdient und nun nach dieser öffentlichen Enthüllung für die ausgezeichneten Betriebsinhaber eine äußerst peinliche "Würdigung" im Nachhinein darstellt, für die sich alle hier genannten Betriebsinhaber in Grund und Boden schämen sollten, dass sie sich an dieser öffentlichen "Debakelveranstaltung" beteiligt haben, schlampig inszeniert durch die Bürgermeisterin der Gemeinde Wardenburg, Martina Noske, und ihren treuen "Adjutanten" Frank Speckmann, der seine Kräfte und die für mich verplemperte Zeit für diese "Desasterveranstaltung" als "Wirtschaftsförderer" der Gemeinde Wardenburg hätte besser dafür verwenden sollen, dass das über Jahre über mehrer Millionen Euro teure, brachliegende Gewerbegebiet Rothenschlatt endlich mit adäquaten Gewerbetrieben besetzt wird und nicht Jahr für Jahr als "landwirtschaftliche Nutzfläche" zum Mais- und Weizenanbau genutzt wird!

Dies ist kein Scherz liebe Leser, denn dieses Trauerspiel findet seit Jahren immer wieder statt … auch dieses Jahr. Teure subventionierte, ungenutzte Gewerbefläche wird an einen Landwirt verpachtet, der dort im Frühjahr Saatgut aussät und im Herbst mal Mais, Weizen, etc. erntet.


Werbeschild
links 2007
und oben exakt 19.02.2011 15.45 Uhr

Da kommt doch Freude bei jedem Steuerzahler auf!

An die Adresse des NWZ Lokalredakteurs Werner Fademrecht sei an dieser Stelle gesagt, dass er einmal mehr bewiesen hat, wie schlampig er seine Aufgabe als Journalist wahrnimmt, und dass für ihn die Worte "aufklären" und "enthüllen" Fremdworte sind, mit denen er nichts anzufangen weiß!

Falls jemand auf den traurigen Gedanken kommen sollte, dass ich Wert darauf gelegt hätte und nur neidisch darauf bin, dass ich nicht zu diesem "auserwählten Kreis der öffentlich ausgezeichneten Partner der Gemeinde" zähle, darf ich meinen Leser versichern, dass ich eine derartig unwürdige Ehrung aus den hier aufgezeigten Gründen mit Sicherheit ausgeschlagen hätte.

Und was ist die Lehre aus dieser "Pleiten-Pech und Pannenshow"?

So kann man aus einer popelige "Win-Win -PR-Maßnahme" gekonnt in eine "Lose-Lose- Location" reinrutschen!

Euer

Uwe Brandhorst


P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.

Zitat Napoleon der I. sagte einmal:
" Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. "