Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

aktualisiert am:

19.12.2011

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 18.12.2012

Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/845

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Offener Brief!

Sehr geehrte Gräfin von Bothmer,

ich weiß nicht ob Sie mich kennen?

Vielleicht kennen Sie mich aus dem Internet, wo ich eine wöchentliche Kolumne herausbringe und Sie unter anderem des Öfteren thematisiert wurden. Oder vielleicht kennen Sie mich auch durch Ihre Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Oldenburg wegen eines anonymen Briefes mit rufschädigenden Äußerungen, zumindest lt. Ihrer Darstellung, sowie ihrer Geschäftführer Jörg Hoffmann, Ulrich Gathmann und Herbert Siedenbiedel, dessen Verfasser ich lt. der Staatsanwaltschaft Oldenburg gewesen sein sollte und ich als Hauptverdächtiger beschuldigt wurde, der "Schreiberling" dieses anonymen Briefes an Sie gewesen zu sein, was ich allerdings nicht war und aus diesem Grund das Verfahren gegen mich eingestellt wurde, was Ihnen durch die Staatsanwaltschaft auch mitgeteilt wurde.

Egal, … ich kenne Sie auf jeden Fall aus der Presse und als Miteigentümerin der NWZ. Weshalb ich mich jedoch an Sie heute direkt wende, hat einen ganz bestimmten Grund. Und dieser besagte Grund ist die Frage, wie man als Miteigentümerin der NWZ, sofern man die Verhältnisse vor Ort kennt, und davon sollte man ausgehen, wenn man Miteigentümerin eines Unternehmens ist, was in dem eigenen Unternehmen so vor sich geht, eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg zu machen, wenn man soviel Leichen im Keller hat, wie es die NWZ in meinen Augen hat, und nun Gefahr läuft selbst ins Rampenlicht der Fahndungsermittler gerät?

Man muss ja den Eindruck gewinnen, nachdem Sie zusammen mit ihren Geschäftsführern eine Klage bei der Staatsanwaltschaft in Oldenburg eingereicht hatten, dass Sie über die Vorgänge innerhalb der NWZ Holding, dessen Anteilseignerin Sie sind und wofür sie somit eine gewisse Mitverantwortung tragen, was innerhalb ihres Unternehmens für Entscheidungen getroffen werden, keine Ahnung haben.

Denn hätten Sie gewusst, wie Ihr Unternehmen von Ihrem Management geführt wird, wäre Ihnen niemals in den Sinn gekommen, sich die Staatsanwaltschaft über eine Klage wegen des Inhalts eines anonymen Briefes ins Haus zu holen!

Noch unverständlicher ist jedoch, dass die, die es wissen mussten, weil sie die handelnden Akteure innerhalb ihrer Holding nach wie vor sind (!), Ihnen dazu angeraten haben eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg zu stellen, nach Erhalt des anonymen Briefes mit den für Sie angeblich "vollkommen aus der Luft gegriffenen" Anschuldigungen, wie Sie es gegenüber der Staatsanwaltschaft in ihrer Anzeige formulierten.

Wer Leichen im Keller hat, holt sich doch nicht freiwillig (!) die Polizei ins Haus für eine Hausdurchsuchung! Dass eine gewisse "kriminelle Energie" in der Führungsetage Ihrer Holding steckt, dürfte Ihnen doch spätestens seit dem Tag bekannt sein, als das Bundeskartellamt Ihre Zentrale in der Peterstrasse aufsuchte und unter staatsanwaltlicher Aufsicht in Begleitung von etlichen Beamten über 100 Aktenordner beschlagnahmten wegen des Verdachts von illegalen Zeitungsverlagsaufkäufen und somit gegen das Bundeskartellrecht in mehrfacher Hinsicht verstoßen wurde.

Dieser Verdacht hat sich bekanntlich in der Zwischenzeit bestätigt, wofür die NWZ Chefetage ein Bußgeld in Millionenhöhe zahlen musste, sowie die illegal aufgekauften Zeitungsverlage lt. Bundeskartellamtsanordnung wieder verkaufen musste.

Außerdem musste Ihr "Kollege", der Miteigentümer der NWZ Reinhard Köser, eine Sonderstrafe im sechsstelligen Euro Bereich zusätzlich an das Bundeskartellamt zahlen, weil er nach unserem heutigen Wissenstand, vorsätzlich gegen das Bundeskartellrecht verstoßen hatte, da er trotz vorheriger negativer Anfrage an das Bundeskartellamt trotzdem einen Zeitungsverlag aufkaufte, was ihm die Kartellwächter im Vorfeld untersagt hatten.

Bis zum heutigen Tag hat Ihr "Vorzeigechefredakteur", Rolf Seelheim, diese Informationen seinen Lesern vorgehalten, obwohl das Einräumen der über 100 beschlagnahmten Aktenordner durch die Beamten des Kartellamtes nur ein paar Zimmer weiter von seinem eigenen Büro abliefen und er somit hautnah miterleben durfte, welche rechtswidrigen Machenschaften da vor seinen eigenen Augen bei seinem eigenen "Brötchengeber" abliefen.

Dafür lesen wir jedoch Woche für Woche die Kommentare von Ihrem hochgeschätzten Herrn Seelheim, wie er die preußischen Tugenden auf dessen Einhaltung immer mehr an seine Leser anmahnt, wozu bekanntlich auch Ehrlichkeit, Rückrad, Charakterstärke, etc. gehören, die er selbst in diesem speziellen Fall bisher gegen über seinen Leser so schmerzlich vermissen lässt und dies im Übrigen, liebe Gräfin von Bothmer, dürfte nach unserm Kenntnisstand kein Einzelfall sein, wo Herr Seelheim den "Anstandswauwau" in seinen Kommentaren heraushängen ließ, aber er selbst es an der nötigen Courage, zumindest in meinen Augen, so schmerzlich fehlen lässt!
Ist es Ihnen, liebe Frau Gräfin von Bothmer, etwa auch entgangen, dass eigens für langjährige Mitarbeiter der NWZ, sowie für neue Mitarbeiter, die bei der NWZ einen neuen Wirkungskreis suchen, extra eine Leiharbeitsfirma von der "Führungselite" Ihres NWZ Unternehmens ins Leben gerufen wurde, soweit mein Informationsstand richtig ist, indem unter anderem festangestellte Redakteure dazu gedrängt worden sein sollen, ihren bestehenden Arbeitsvertrag aufzukündigen, um für diese neue Leiharbeitsfirma einen neuen Anstellungsvertrag zu erhalten, allerdings zu weit aus schlechteren Anstellungsbedingen, wie z.B. Beschneidung der Sozialleistungen, etc..
Nun haben Sie, Frau Gräfin von Bothmer, zwar Redakteure mit dem gleichen Arbeitsaufwand beschäftigt, aber mit einer unterschiedlichen Besoldung und obendrein auch noch mit unterschiedlichen Sozialleistungen!
Verpflichtet der Adelstitel nicht auch dahingehend, dass alle Mitarbeiter gleich behandelt werden, Frau Gräfin von Bothmer?
Auch hierüber schweigt Ihr hoch gelobter Chefredakteur Rolf Seelheim seit Jahren und erzählt uns in seinen Kommentaren, wie schlecht doch die Welt da draußen ist, er selbst jedoch einer dieser maßgeblichen Akteure in unseren Augen ist, der etwas verändern könnte, aber lieber vor den Missständen in seinem eigenen Arbeitumfeld wegschaut und damit einmal mehr beweist, wie wenig Courage er selbst in der Hose hat!
Das zumindest ein Mitarbeiter der NWZ - Zustellgesellschaft bis zu 400 Arbeitstunden über Monate verrichten musste und hierfür einen Hungerlohn von 3 bis 4 Euro erhielt, dürfte Ihnen, nach dem Wirbel den ich mit meinen Mitstreitern maßgeblich mit verursacht habe, hoffentlich nicht entgangen sein.
Das diese Person darüber hinaus ein Firmenfahrzeug aus Ihrem Hause gestellt bekommt, jedoch auf seiner Gehaltsabrechnung Fahrradreparaturkosten zu Unrecht berechnet und in Abzug gebracht wurden und dies obendrein auch noch über Monate (!), ist eine Sache, die den Verdacht des Sozial- und Versicherungsbetrugs zumindest bei uns aufkommen lässt.
Dass jedoch diese zu Unrecht abgezogenen Gehaltsbeträge der betreffenden Person, sofern unser Kenntnisstand lt. unseres Informanten korrekt ist, nicht in einem Betrag umgehend an den Gehaltsempfänger zurückgezahlt werden sollen, sondern in monatlichen Abschlägen, dürfte auch für Sie, liebe Gräfin von Bothmer, einen klaren und zugleich eindrucksvollen Einblick vermitteln, wie die Führungsetage der NWZ Holding mit ihren untergebenen Mitarbeitern umgehen, wofür Sie als Miteigentümerin des NWZ Verlages eine maßgebliche Mitverantwortung tragen!
Ist die NWZ inzwischen schon so sehr verarmt, dass dieser gescholtene Mann nicht sofort das nachgezahlt bekommt, was ihm sogar lt. Arbeitsvertrag zusteht, der obendrein, nach unserem heutigen Kenntnisstand, auch noch durch die Arbeit in Ihrem Unternehmen, liebe Frau Gräfin von Bothmer, schwer erkrankt ist/war (!?), weil er dem psychischen Druck von bis zu 16 Stunden Arbeitzeit am Tag (!) im vollem Einsatz für Ihr Unternehmen nicht mehr standhalten konnte?
Es ist ein erbärmliches Trauerspiel, was die NWZ Führungsetage nicht nur an diesem Beispiel an den Tag legt und ich frage mich, wie lange wollen Sie, als adelige Gräfin Frau von Bothmer und zugleich auch als hoffentlich verantwortungsbewusste Miteigentümerin dieses Skandalunternehmens, diesem Treiben Ihrer Führungsetage noch tatenlos mit zusehen?
Die Liste der Missstände innerhalb der NWZ Holding ist zwar nicht grenzenlos, liebe Gräfin von Bothmer, jedoch umfasst sie inzwischen einen Umfang dessen Auflistung zu weit führen würde und den Rahmen meines heutigen Schreibens an Sie persönlich, liebe Frau Gräfin von Bothmer, sprengen würde, sofern mein heutiger Kenntnisstand korrekt ist, wovon ich jedoch fest ausgehe.
Angesichts dieser Faktenlage ist es in meinen Augen nahezu grotesk, dass dann auch diese in meinen Augen skrupellose Führungsetage, um "Gathmann, Siedenbiedel, Köser, Korte, Nack, Speckmann, Seelheim, Hoffmann & Co." Aktionen ins Leben rufen, wie z.B. die Vergabe des Pia Preises der besondere Ausbildungsideen von Unternehmen auszeichnet, wie auch ihre NWZ - Weihnachtsspendenaktion, die den fadenscheinigen Anschein in der Öffentlichkeit erwecken sollen, wie sozial und zugleich mitfühlend die NWZ und ihre "Elite-Führung" sich doch engagiert für ein wohlwollendes Miteinander in unserer Gesellschaft, was an Verlogenheit in meinen Augen kaum mehr von den handelnden Akteuren überboten werden kann.
Jetzt im Januar werden Sie, liebe Frau Gräfin von Bothmer, ja wie in jedem Jahr wieder in die Peterstraße zur Zentrale der NWZ geladen und dort standesgemäß vorfahren, um im eichenvertäfelten Ambiente bei einem reich gefüllten Büfett mit Sekt und Schampus als Miteigentümerin ihren wahrscheinlich hochdotierten Tantiemenscheck entgegennehmen.
Denken Sie bitte daran, liebe Frau Gräfin von Bothmer, bei der Entgegennahme dieses Schecks in entsprechender Höhe, dessen Betrag Normalsterbliche, wie unter anderem auch ich es bin, wohl beim Anblick dieses Scheckbetrages einer Herzattacke zu erliegen drohen, dass an diesem Scheck viel Schweiß, menschliches Elend und weitere Tragödien ihres Mitarbeiterstabes kleben.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie, liebe Frau Gräfin von Bothmer, noch eine schöne besinnliche Weihnacht und einen guten Rutsch in das Jahr 2012 mit der Empfehlung für das kommende Jahr, das sei mir an dieser Stelle gestattet, liebe Gräfin von Bothmer, Ihr Augenmerk für Ihr Unternehmen, und dies gilt im Übrigen auch für die Führungsetage Ihres Verlages, etwas mehr darauf zu richten, sich über das Wohlergehen Ihrer Mitarbeiter in der NWZ Holding Gedanken zu machen, als solchen Personen, wozu ich mich auch zähle, teure Rechtsanwälte auf den Hals zu schicken, deren ausschließliche Aufgabe es ist, z.B. meine Mitstreiter und mich mürbe zu machen und zugleich mundtot, damit diese erwähnten
Missstände auch zukünftig im Verborgenen bleiben!
Dies dürfte auch in Ihrem Interesse sein, Frau Gräfin von Bothmer, da Adel bekanntlich verpflichtet!
Kleiner Vorschlag zur Güte:

Mit den eingesparten Rechtsanwaltsvergütungen können Sie als erstes die zu Unrecht abgezogenen Fahrradreparaturkosten in einem Betrag, vielleicht noch mit einen kleinen Obolus als Wiedergutmachung obendrauf, an den betreffenden Mitarbeiter zahlen und sich persönlich nicht nur bei diesem Mitarbeiter Ihres Hauses für das ungebührliche Verhalten der NWZ Führungsriege in aller Öffentlichkeit entschuldigen, am besten auf der Titelseite Ihrer NWZ Tageszeitung.

Gerne stehe ich auch selbstverständlich zu einem Vieraugengespräch bereit, um Ihnen die fehlenden Informationen über Ihr Haus an der Peterstrasse zu liefern.

Mit freundlichem Gruß

-Brandhorst-

Dieser Brief, liebe Leser, ging heute zeitgleich an die Gräfin von Bothmer und dies, wie

üblich nicht anonym, wie man es mir von Seiten der Staatsanwaltschaft unterstellt hatte,

sondern mit voller Adresse und Telefonnummer, sowie entsprechender Faxnummer.

Wie in jedem Jahr, veröffentlichen wir zu Weihnachten und zum Neujahr keine Kolumne und

werden uns spätestens im Januar wieder bei unseren treuen Lesern melden … es sei denn, es

sollten sich die aktuellen Ereignisse so sehr entwickeln, dass wir uns genötigt sehen, unsere

Regel zu brechen und hierüber umgehend berichten zu müssen, weil es keinen weiteren

Aufschub bedarf diese, wo möglichen neuen brandaktuellen Informationen, an die

Öffentlichkeit weiterzugeben.

Da bleibt uns nur noch ein frohes Weihnachtsfest allen unsren Lesern zu wünschen und einen

guten Rutsch ins neue Jahr.

"Bis ins neue Jahr 2012 und bleiben Sie uns treu, liebe Leser, denn wir kommen mit

Sicherheit wieder, keine Frage!"

Euer

Uwe Brandhorst


P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.

Zitat Napoleon der I. sagte einmal:
" Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. "