Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

aktualisiert am:

19.12.2010

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 17.12.2010
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Schon oft haben wir uns in unserer Kolumne gefragt, ob der Journalismus in der jüngsten Vergangenheit seiner Aufgabe als Aufklärer und Mahner gegenüber Dritten nicht mehr gerecht wird.

Die Frage, ob Enthüllungsjournalismus überhaupt noch von den Verlagen gewollt ist bzw. gefördert wird, stellt sich für uns jeden Tag aufs Neue.

Verlage wollen durchaus die "Exklusivstory" auf der Titelseite, aber werden den Redakteuren von Heute noch die ausreichende Zeit von den Verlegern gegeben?

Als neutraler Beobachter hat man gerade in der hiesigen Presse vor Ort den Eindruck, dass die lokale Berichterstattung nur noch "voll geknallt" wird mit belanglosen "Trallala Berichten", wie zum Beispiel: Wann tagt der Kaninchenzüchterverein, welches neue Feuerwehrfahrzeug wird benötigt, oder Kindergartengruppe Pumukel machte einen Ausflug in den Jaderberger Zoo!

Ganz aktuell überall in den Lokalteilen nach zu lesen die hoch interessante Story: Wer hat wie viel Streusalz, wie lange noch, wer und wo verteilt wann welche Mengen an Streusalz und wieso ist das Streusalz schon wieder knapp!

Das gleiche Beispiel können wir auch noch mit Schneeschiebern durchspielen!

Wir kennen diese "Fastfood Berichte" zur Genüge und fragen uns jeden Morgen: Warum kaufen wir uns diese niveaulose Tageszeitung überhaupt noch, mit den dpa Nachrichten von gestern, die wir schon vom Vorabend aus der Tageschau her kennen?

Man sollte eigentlich erwarten bzw. glauben, dass Lokalredakteure so intelligent sind, dass sie sich für eine derartig geistig niveaulose Berichterstattung nicht hergeben würden.

Die Realität lehrt uns eines besseren!

Gefrustete Redakteure die über jeden erdenklichen Müll berichten und folglich an ihren Lesern vorbei, was dazu führt, dass immer mehr Leser ihre Tageszeitung abbestellen.

Wer Verblödung tagtäglich berichtet, muss sich nicht wurden, Dämlichkeit bei seinen Lesern zu ernten, die unweigerlich zur Politikverdrossenheit führt.

Denn Politikverdrossenheit ist nur dann möglich, wenn die Medien ihre Konsumenten nicht ausreichend mit interessanten politischen Themen sensibilisieren und entsprechend aufklären, dafür jedoch ersatzweise Bullshitt berichten, wie in der NWZ am 15 .11.2010 geschehen und nachzulesen, dass die "Rudelgurken" den Wanderstiefel gewonnen haben"!

Diese niveaulose Art der Berichterstattung auf Dauer (!) hat für uns unweigerlich zur Folge: Die geistige Verblödung der Journalisten, die den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen!

Hopsala!

Sind wir da einigen Redakteuren auf die Füße getreten, deren Eitelkeit wir nun verletzt haben?

Wenn ja, dann meinen wir zu Recht!

Denn vielfach konnten wir gerade durch unsere Internetveröffentlichungen nachweisen, dass Journalisten von heute, zumindest weitestgehend aus unserer Region, ihrem journalistischen Auftrag nicht nachgekommen sind, insbesondere dann, wenn sie gegen ihr eigenes Verlagshaus hätten berichten müssen.

Die Beispiele ersparen wir uns an dieser Stelle, da sie hinreichend bekannt sind und falls ein Redakteur/in meint, er wisse nicht wovon wir berichten, empfehlen wir Denjenigen bzw. Derjenigen unsere Internetseite aufzurufen und in die Agenda zu schauen.

Aber was uns immer mehr schockiert ist die Tatsache, dass bundesweit der Journalismus zu wünschen übrig lässt!

Denken wir nur einmal über die jahrelange skandalös Einlagerung von Atommüll in Asse, was erst in der jüngsten Vergangenheit für die Journalisten ein berichtenswertes Thema war.

Niemand interessierte es, was da Untertage eingelagert wurde und vor allem, wie es eingelagert wurde!

Wären die Journalisten ihrem journalistischen Ehrenkodex nachgekommen, hätte durch öffentlichen Druck vieles verhindert werden können und dem Steuerzahler wären viele Milliarden an Steuergeldverschwendungen erspart geblieben.

Ebenso die skandalösen Zustände im Auswärtigen Amt, die bis Anfang November 2010 ohne Widerspruch gegenüber der hiesigen Presse behaupten konnten, im Klartext: 65 Jahre nach Kriegsende!, dass sie keine aktive Rolle bei der "Liquidierung von Juden" gespielt haben wollen, dies aber eine Reisekostenabrechung des Beamten Rademachers exakt als Verwendungsgrund belegt.

Dass zahlreiche Nazigrößen ungehindert im Auswärtigen Amt Unterschlupf finden konnten, ist nicht nur für die Überlebenden des Holocaust eine Demütigung Sondergleichen, sondern obendrein für die bundesweite Presse eine schallende Ohrfeige, die allen Anschein über diesen Missstand eher bereitwillig darüber hinwegschauten, als hier durch eine entsprechende Publikation in ihren Zeitungen öffentlichkeitswirksam den Finger in die Wunde hätten legen müssen, um die skandalösen Zustände im Auswärtigen Amt öffentlich publik zu machen.

Ein absolutes Unding ist jedoch auch das jüngste Beispiel journalistischem Fehlversagen auf breiter Linie!

Der sexuelle Missbrauch an katholischen Kirchen wurde über Jahrzehnte stillschweigend von der gesamten Presse zur Kenntnis genommen und eher beiläufig in der Berichterstattung erwähnt, wenn man einmal von der jüngsten Vergangenheit absieht.

Aber nicht nur hier hat die "journalistische Elite" komplett versagt, sondern auch bei den jüngsten Enthüllungen über sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule.

Was hier vorgefallen ist, verschlägt einem die Sprache, wie über 33 Jahre (!) pädophilie Lehrer und Lehrerinnen sich an 132 Schülern ungehindert vergehen konnten, ohne dass dies an die Öffentlichkeit gelangte.

Ein Armutszeugnis für die gesamte Presse, zumal bereits vor 10 Jahren die Vorwürfe über die Frankfurter Rundschau bekannt wurden, aber dieser Angelegenheit nur halbherzig nachgegangen bzw. bis heute verschleppt wurde, wie die Präsidenten des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main Brigitte Tillmann und die Wiesbadener Rechtsanwältin Claudia Burgsmüller nun berichteten!

Enthüllungsjournalismus nur eine Farce!

Zum besseren Verständnis noch einmal:

33 Jahre wurden 132 Kinder sexuell misshandelt und die weitere Tragödie in diesem Trauerspiel ist die Tatsache, dass vor 10 Jahren die Frankfurter Rundschau hierüber berichtete und die gesamte Presse neben der Justiz (!) weiterhin tief und fest weiter schlief!

Das schlimme ist jedoch, dass durch dieses Versagen aller Beteiligten, die seelischen Schäden der sexuell misshandelten Schüler nicht nur irreparabel sein dürften, sondern durch eine rechtzeitige Veröffentlichung dieser Missstände viele Kinder hätten noch vor diesen pädophilien Lehrkräften geschützt werden können.

In den Chefetagen der jeweiligen Verlagsredaktionen dürfte, bzw. besser gesagt: müsste!, die Einsicht vorherrschen, dass man auf ganzer Linie versagt hat und eine gewisse Mitverantwortung an den sexuellen Misshandlungen dieser 132 Schüler trägt, dessen Täter zum größten Teil auch noch frei herumlaufen dürfen, weil deren Taten inzwischen verjährt sind.

Unterlassungsjournalismus soweit das Auge blickt.

Was gibt es Neues aus der Welt der hiesigen Verlage?

Es verdichten sich immer mehr die Informationen, dass die SonntagsZeitung und der Hunte Report ihre Redaktionen zusammenlegen werden.

Lt. unseren Informationen, sofern wir richtig informiert wurden, sollen die Mitarbeiter dieser Redaktionssparte durch freie Mitarbeiter ersetzt werden.

Dass dies so kommt dürfte die Kenner der Szene nicht weiter überraschen.

Denn wenn die Verteilung des Hunte Reports und der SonntagsZeitung bereits aus einer Hand läuft, warum soll nicht auch die redaktionelle Berichterstattung zusammengelegt werden?

Es dürfte demnach auch nur noch eine Frage der Zeit sein, wann die Anzeigenberaterinnen und Anzeigenberater der jeweiligen Zeitungen demnächst ihre Anzeigenkunden aufsuchen und sowohl für den Hunte Report die Anzeigen aufnehmen, wie auch für die SonntagsZeitung.

"Sozial verträglicher Personalabbau", wie es im Fachjargon so schön heißt (!), wird dafür sorgen, dass der Personalüberschuss für die NWZ Eigentümer in die "passenden Bahnen" gelenkt wird, damit es in der Kasse entsprechend noch mehr klingelt!

Die Frage stellt sich nur, was geschieht mit "Paulus", alias Fabian Speckmann?

Kommt er nun seinem lang gehegtem Wunsch näher in die Sportredaktion der NWZ wechseln zu können?

Egal kann es "Paulus" ja ohnehin sein, denn er beteuert ja immer wieder, sofern wir richtig informiert wurden, dass er es nicht nötig hat zu arbeiten, weil seine Frau in Brot und Arbeit steht!

Nur wenn er diese Unabhängigkeit so gegenüber Dritten beteuert, wieso verhält er sich denn dann gegenüber seinen Vorgesetzten wie ein "Paulus", wie wir finden?

Neues auch vom Presserat, die den Eingang unserer Beschwerde bestätigt haben und nach einer Vorprüfung darüber befinden werden, ob die Beschwerde berechtigt ist und dem Beschwerdeausschuss vorgelegt werden soll, weil die betreffende Berichterstattung einen Verstoß gegen die publizistischen Grundsätze darstellt.

Sollte dies der Fall sein, hat der Presserat drei Möglichkeiten der Sanktionen: Er kann einen redaktionellen Hinweis, eine Missbilligung oder bei schweren Verstößen gegen den Pressekodex eine Rüge aussprechen.

Wir werden sehen, wie der Beschwerdeausschuss entscheidet und dann hierüber berichten.

Die Posaune macht auch von sich reden!

Ab 01.01.2011 soll es nun ins Ammerland und Teilen des Landkreis Oldenburgs gehen, womit die Posaune eine Auflagenstärke von 145.000 Exemplaren erlangt und somit sich auf Augenhöhe mit dem Hunte Report befindet.

Die Verteilung soll in den neuen Gebieten, sofern wir richtig informiert wurden, bereits stehen.

Die Posaune mausert sich immer mehr zum Leidwesen der NWZ, die nach unseren Informationen die Entwicklung der Posaune inzwischen mit Argusaugen beobachtet.

Wächst da etwas heran, was man von Seiten der NWZ Chefetage falsch eingeschätzt hat?

Demnächst mehr!

Interessant auch die Tatsache, dass der Gerhard-Verlag mit seiner neuen Internetseite www.neue-mitmach-zeitung.de in der Posaune mit einer halbseitigen Anzeige geworben hat.

Offensichtlich bestehen hier zumindest gegenseitige Geschäftsbeziehungen.

In wieweit diese Geschäftsbeziehungen zwischen dem Gerhard Verlag und der Posaune reichen, wird fleißig in der Branche spekuliert.

Aber keiner weiß was, … oder vielleicht doch?

Wir werden sehen, was die nahe Zukunft so mit sich bringt!

Die neue Internetseite des Gerhard Verlages www.neue-mitmach-zeitung.de ist nun seit dem 28.11.2010 auf dem Markt.

Hintergrund dieser neuen Internetseite des Gerhard Verlages ist, dass derjenige der etwas zu sagen hat hier auf dieser neuen Internetseite es sagen kann, sofern er möchte.

Auch wenn sich dieses Portal bisher mehr mit allgemeinen Informationen des lokalen Bereichs befasst, ist es zumindest eine weitere Möglichkeit seine Meinung zu äußern über das eine oder andere im täglichen Leben.

Ob Kritik im positivem oder negativem, Terminveranstaltungen oder klassische Berichterstattungen über verschiedene Veranstaltungen können hier unkompliziert veröffentlicht werden.

Auch wir haben uns damit auseinandergesetzt, ob wir mit der einen oder anderen Berichterstattung auf der neuen Internetseite des Gerhard Verlags aktiv werden sollten.

Wir sind dazu übereingekommen dies nicht zu tun, weil wir nicht in eine Abhängigkeit zum Gerhard Verlag stehen wollen und nach Außen in den Verdacht geraten wollen mit dem Gerhard Verlag zu sympathisieren.

Dies könnte bei unseren Kritikern sofort als einseitige Parteinahme ausgelegt werden, wodurch die Aussagekraft unserer Berichte bei unseren Lesern deutlich an Wirkung verlieren würde.

Darüber hinaus hätte der Gerhard Verlag immer das Recht in unsere Berichte redaktionell eingreifen zu können, was den Inhalt unter Umständen zumindest hätte verwässern können.

Genau dies ist uns jedoch wichtig, dass zu sagen - über wen auch immer -, was wir sagen wollen, ohne das irgend jemand in unseren Berichten rumpfuscht.

Aber nichts desto trotz:

Alles was eine Möglichkeit ist seine Meinung öffentlich so zu äußern, wie einem danach ist, ist eine gute Möglichkeit.

Insofern wünschen wir dem Gerhard Verlag viel Erfolg mit ihrer neuen Internetseite.

So, dass war es vorerst für dieses Jahr.

Wie jedes Jahr werden auch wir in die weihnachtliche Winterpause gehen und uns pünktlich im nächsten Jahr wieder bei unseren Lesern melden.

Wir haben dieses Jahr fast durchgängig wissenswertes berichtet, wie wir meinen und wie versprochen, wird es im kommenden Jahr mit neuen Informationen, die wir bereits indirekt angedeutet haben, weitergehen.

Wir wünschen allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2011.

Auch Gathmann, Siedenbiedel, Seelheim, Köser, Reichenbachs, Exner, von Bothmer, Mister 53, Paulus und die zahllosen anderen "Gesprächsstofflieferanten" unserer Kolumne.

Euer

Uwe Brandhorst


P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.


Zitat Napoleon der I. sagte einmal:
" Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. "