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Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen. George Orwell engl. Schriftsteller |
Auf ein Wort liebe Wardenburger |
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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 17.01.2009 Auf ein Wort liebe Wardenburger! Auch wenn Neujahr schon etwas zurück liegt, erlaube ich es mir trotzdem, allen meinen Lesern ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2009 zu wünschen, in der Hoffnung, dass allen ihre gesetzten Vorsätze für dieses Jahr in Erfüllung gehen. Das Jahr 2009 wird ein gutes Jahr für Deutschland? Ich habe da so meine Zweifel! Warum? Die Weltwirtschaft hängt im Wesentlichen davon ab, in wie weit der Kapitalmarkt funktioniert. Für den Kapitalmarkt sind in erster Linie die Banker in den Führungsetagen zuständig. Was sich jedoch diese "Hüttchenspieler" im letzten Jahr geleistet haben, lässt starke Zweifel aufkommen, ob diese Banker überhaupt das Format und die Klasse haben die gewaltigen Aufgaben der Weltwirtschaft, was den Kapitalmarkt angeht, zu erfüllen. Lassen Sie mich das näher erklären. Mir will einfach nicht in den Kopf, dass Banker nicht wussten, was da auf der anderen Seite des "Teiches" in der Finanzwirtschaft ablief. Mit den Fakten die uns heute vorliegen, hätte jeder Hauptschulabsolvent erkennen können, dass sich in Amerika ein riesengroßes Finanzdesaster anbahnt. Lassen wir ganz einfach Fakten sprechen. In Amerika war es möglich Hypotheken zu bekommen zum Erwerb von Immobilien ohne Eigenkapital für einen äußerst niedrigen Zinssatz, da der amerikanische Leitzinssatz bei nur einem Prozent lag. Diese Zinssätze waren nicht über Jahre festgeschrieben, wie es hier in Deutschland allgemein üblich ist, sondern variable Zinssätze. Klar war auch, dass durch den niedrigen Zinssatz der Amerikanischen Notenbank von einem Prozent, es zu einem Geldüberangebot auf dem amerikanischen Geldmarkt kommen würde und dies der beste Nährboden ist, für eine steigende Inflationsrate. Eine steigende Inflation wird in erster Linie dadurch bekämpft, indem man das Geld auf dem freien Kapitalmarkt wieder knapp macht. Dies erreicht man am besten dadurch, was in Amerika auch geschehen ist, indem man die Zinsen nach oben ansteigen lässt. In Amerika wurde der Leitzinssatz innerhalb kürzester Zeit auf 5,5 Prozent angehoben. Dies war der Tod für alle Immobilienbesitzer in Amerika, die ohne Eigenkapital und niedrigem Grundeinkommen sich eine Immobilie zugelegt hatten. Denn nun mussten diese Hauseigentümer fast über Nacht das Mehrfache (!) an Zinsen zahlen, als sie ihr Haus erwarben. Alles Fakten die sich jeder Normalsterbliche bei jeder amerikanischen Bank hätte erfragen können und mit etwas Verstand hätte von selbst zusammenreimen können, was sich da für eine riesen Finanzkrise anbahnte. Dafür braucht man noch nicht einmal ein Betriebsstudium absolviert haben, um zu solchen simplen Ergebnissen zu kommen. Mit anderen Worten: Keine Insiderinformationen. Und da sitzen nun hoch bezahlte Banker und tun so, dass sie von dieser Finanzkrise nichts ahnten und dies nicht vorhersehbar war? Es gibt für mich nur zwei Erklärungen, wie diese Finanzkrise auf uns einbrechen konnte. Zum einen wäre die Möglichkeit, dass "Ackermann & Co." wirklich solche Pfeifen sind, die von nichts eine Ahnung hatten. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich. Ich tippe eher auf die zweite Variante und die ist weit aus schlimmer, weil dagegen die Weltwirtschaft machtlos ist. Die Antwort heißt: Skrupellose Geldgier. Es kann mir keiner erzählen, dass die Banker nicht wussten, was da in Amerika ablief. Alle Banker in den Führungsetagen wussten, was dort in Amerika ablief und mit was für riskanten Hypothekenpapieren sie ihre Kunden bedienten. Und das ist das gefährliche und lässt mich sehr skeptisch in die Zukunft schauen. Denn wenn Banker so abgebrüht und skrupellos sind, wie es nach meiner Überzeugung sich eindeutig in der jüngsten Vergangenheit auf Grund der Faktenlage die zur Finanzkrise geführt haben, abgespielt haben muss, wem soll man dann in dem so wichtigen Segment Kapitalwirtschaft, was der wesentliche Grundstein für ein funktionieren der globalen Weltwirtschaft darstellt, noch vertrauen? Noch Mitte des letzten Jahres meinte der Deutsche Bank Chef Josef Ackermann, dass man in Sachen Finanzkrise das gröbste hinter sich hätte. Anschließend gingen Banken Pleite und Regierungen legten weltweit (!) Konjunkturprogramme mit Bankbürgschaften in Milliardenhöhe auf, dass einem schwindelig wird. Dummheit, oder skrupellose Geldgier? Wenig vertrauenswürdig ist auch die Tatsache, dass die amerikanische Notenbank die aktuelle Wirtschaftskrise mit der Absenkung des Leitzinssatzes auf null Prozent bekämpfen will. Ich bin kein Finanzexperte, aber da läuft es selbst dem Laien kalt den Rücken runter. Denn niedrige Leitzinsen in Amerika haben zur weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise geführt. Und nun bekämpfen wir die Wirtschaftskrise mit den gleichen Mitteln, die zur aktuellen, globalen Wirtschaftskrise geführt haben. Mit anderen Worten: Die Ursache -niedrige Zinsen- die uns in die Krise geführt hat, soll nun das Allheilmittel dafür sein, um uns aus der Wirtschaftskrise wieder heraus zu führen! Man fasst es nicht. Wenn ich mir dazu noch die Milliardenpakete an Konjunkturprogrammen vor Augen halte, deren Sinn oder besser gesagt Unsinn man kaum in Worte fassen kann, möchte man glauben und auch gleichzeitig hoffen, dass man sich im Tiefstschlaf befindet und alles ein böser Traum ist. 3 Euro pro Kopf an Steuerentlastung, einmalig 100 Euro pro Kind, 2.500 Euro an Verschrottungsprämie für jedes neun Jahre alte Auto beim Kauf eines Neufahrzeuges, wobei noch nicht einmal sichergestellt ist, dass es sich um ein deutsches Fahrzeug handeln muss, sollen uns vor dieser Weltkrise retten! Vergessen wir nicht die Milliarden die in die Schulen gesteckt werden sollen, damit vor allem für die nächste Generation, so die Politiker (!), die Vorraussetzungen für eine bessere Bildung unserer "Kleinen" gesichert werden. Besser unsere "Kleinen" bleiben bildungsmäßig unterversorgt, damit sie erst gar nicht begreifen, was ihre Eltern für einen Bockmist in der Vergangenheit zu verantworten haben. Denn alles läuft auf Pump! Und wer schon einmal auf Pump gekauft hat, der weiß, dass er durch Zins und Zinseszins seine Kreditsumme doppelt und dreifach zurückzahlen muss. Ein Alptraum .. vor allem für unsere heiß geliebten "Kleinen"! Wer redet eigentlich noch von einem ausgeglichen Haushalt? Zwischen 60 und 80 Milliarden Haushaltsdefizit kursieren die neusten Hiobsbotschaften aus den verschiedensten Wirtschaftsforschungsinstituten. Theo Waigel, als Finanzminister unter Helmut Kohl, hielt den traurigen Rekord von 40 Milliarden Haushaltsdefizit, was unserer heutiger Finanzminister, Peer Steinbrück, locker aus der Hüfte um das Doppelte knackt. Ein wahrer Meister der Finanzen, dieser Steinbrück! Diese Krise lässt sich für meinen Geschmack für kein Geld
der Welt mehr verhindern. Unsere Bundeskanzlerin hätte gut daran
getan, dass zu tun, was sie nach meiner Meinung auch ursprünglich
vor hatte: Die Milliarden im Staatsäckel zu lassen und die gesamte
Angelegenheit auszusitzen. 100 Euro zusätzliches Kindergeld und Senkung
der Kraftfahrzeugsteuer, sowie 2500 Euro Verschrottungsprämie sind
Wahlgeschenke an die Es wäre besser gewesen, eine anständige Steuerreform zu machen
und über diesen Weg den Bürgern nicht nur zu mehr Steuergerechtigkeit
zu verhelfen, sondern auch direkt der arbeitenden Bevölkerung Gelder
an die Hand zu geben, was vor allem der Binnenkonjunktur nachhaltig zu
Gute gekommen wäre. Diese Art der Steuerreform, die längst überfällig
gewesen wäre, ist lt. Herrn Steinbrück bis zum Jahr 2015 ausgeschlossen.
Ein kapitaler Fehler, der weiter die Binnenkonjunktur in Deutschland in
den Abgrund treibt. Wo kein Geld ist und immer nur von allen Seiten genommen
wird, kann kein Geld ausgegeben werden. Vergessen wir bitte nicht, die 500 Milliarden die diese Bundesregierung
an Bürgschaften für die Banken zur Verfügung gestellt hat.
Rekordverschuldung, 500 Milliarden Bürgschaft, niedrige Leitzinsen wieder in den USA zur Bekämpfung der aktuellen Wirtschaftskrise, die jedoch auch gleichzeitig der Auslöser der Finanzkrise waren und die Banker, die diese Wirtschaftkrise weltweit zu verantworten haben, sitzen nach wie vor in ihren Sesseln, da man sie nicht zur Rechenschaft ziehen kann. Prosit Neujahr kann man zu so einer "Geschäftseröffnung" nur noch sagen! Blendend passt zu diesem gesamten Fiasko deutscher Finanzpolitik ein Interview zwischen dem Bremer Landesbank-Chef Andreas Kaulvers und dem NWZ Chefredakteur Rolf Seelheim in der NWZ. "Bange machen gilt nicht und keine Schwarzmalerei, da im Frühjahr 2009 die ersten Wirkungen da sein werden, weil die konzentrierten Aktionen rund um den Globus anlaufen" sind die wesentlichen Aussagen von Herrn Kaulvers. Na, da kommt doch Freude auf. Bei solchen Worten aus dem Munde eines Bankers, wer soll denn da noch daran zweifeln. Klasse auch die Aussage von Herrn Kaulvers, dass "zahlreiche Banker in Deutschland sich daneben benommen haben und die Konsequenzen ziehen sollten, sowie niemals mehr Geschäfte machen sollten, von denen man nichts versteht". Wunderbar sind solche Statements gerade aus dem Munde eines Bankers. Dieses "daneben benehmen" kostete vielen Familien ihre mühsam ersparten Altersruhegelder! "Das Problem ist nur, Herr Kaulvers, die bösen Bankerbuben ziehen keine Konsequenzen und in Amerika ist der Leitzinssatz schon wieder so niedrig, dass bereits die nächste Finanzblase in atemberaubender Schnelligkeit aufgepumpt wird. Und wenn die platzt, zusammen mit der noch ausstehenden Scheckkartenblase, die in Amerika kurz vor dem Zerplatzen steht, dann hoffe ich, dass Sie, mit samt ihren Kollegen und ihrem Interview einmal global um den Erdball geschickt werden, um anzusehen, was Ihre Branche weltweit für ein Elend angerichtet hat!" In die Richtung von Herrn Seelheim als NWZ Chefredakteur kann ich nur sagen, dass solche Interviews wohl kaum hilfreich sind, wenn sie der Öffentlichkeit vorgaukeln, dass es schon nicht so schlimm kommen wird, wie es den Anschein hat. Was hier vom Bremer-Landesbank-Chef Andreas Kaulvers im Interview geäußert wurde, war reiner Zweckoptimismus. Nicht mehr und nicht weniger. In einem entsprechenden Kommentar hätte man "Kaulvers & Co." einmal kurz verdeutlichen müssen, wie es in Deutschland tatsächlich aussieht, wenn sie es noch immer nicht begriffen haben sollten, was die gesamte Situation in Richtung Banker noch unbegreiflicher machen würde. In Amerika beträgt das Haushaltsdefizit für das Kommende Jahr 1,2 Billionen Dollar in einem Jahr! Das ist fast soviel, wie unsere Bundesrepublik in fast 50 Jahren an Schulden angesammelt hat. Dagegen sind wir ja noch richtig Spitze! Wenn man dann noch bedenkt, dass die USA 25 Prozent des gesamten Welthandels ausmachen, dann kann man sich ungefähr auch als Laie vorstellen, was es ausmacht, wen es da drüben auf der anderen Seite des Teiches nicht mehr läuft, was dies weltweit zu bedeuten hat. Aber wir in Norddeutschland können ja froh sein, dass wir so eine Frohnatur in der Bremer Landesbank sitzen haben, mit dem Namen Andreas Kaulvers, der fachmännisch analysiert (!), dass auf Grund von angeblich vollen Geschäften in der Oldenburger Innenstand während der Weihnachtszeit, man sich nicht Bange machen lassen sollte. Es wird Deutschland treffen und dies mit einer Gewalt, dass so mancher meiner Leser noch an meine Worte denken wird. Aus hohen Bankerkreisen in Frankfurt wurde mir Mitte des letzten Jahres, unmittelbar nach Herrn Josef Ackermanns Worten, dass wir angeblich bereits das Tal der Finanzkrise verlassen hätten, mitgeteilt, dass wir erst am Anfang stehen. Nach heutigem Wissensstand, haben wir auch noch nicht einmal das Tal der Finanzkrise erreicht. Die Faktenlage untermauert meine Aussage eindeutig. Es werden nicht Milliardenpakete an Konjunkturförderungsprogrammen weltweit (!) geschnürt, weil alles angeblich lt. Herrn Kaulvers nicht so schlimm ist. Insofern kann ich derartige Äußerungen eines Bremer-Landesbank-Chefs Kaulvers überhaupt nicht für richtig heißen, der Optimismus verbreitet und diejenigen, die investieren, für gute Bürger ansieht und umgekehrt, diejenigen, die nicht investieren, als Angsthasen und Schwarzmaler ansieht. Ich bin gespannt, ob Herr Kaulvers denjenigen, der wie er optimistisch in die Zukunft geschaut hat, bei einer Fehleinschätzung der konjunkturellen Lage unterstützend mit Krediten aushilft, weil er sein Kapital leider alles investiert bzw. verkonsumiert hat? Als Türöffner in die Kreditabteilung der Bremer Landesbank könnte das Interview von Herrn Kaulvers in der NWZ unter umständen sehr hilfreich sein, wäre mein Tipp an zukünftige Kreditnehmer, die auf die Wirtschaftsanalyse von Herrn Kaulvers gesetzt haben. Ein derartiges Interview dann auch noch auf die Titelseite der NWZ zu veröffentlichen, zeigt, zumindest für meinen Geschmack, die gesamte Armseeligkeit dieser NWZ Chefredaktion. Besser wäre es gewesen einmal über den Friesischen Rundfunksender zu berichten. Der gehörte bis vor kurzem nicht in der Hand der NWZ. Dies war auch das leitvolle Verhängnis dieses Senders, wenn meine Informationen richtig sind. Der einzige Rundfunksender in Norddeutschland, die keine Nachrichten verbreiten darf, sondern nur bunte Bilder, die mit leichter Musik untermalt werden. Verbreitete man doch versehentlich Nachrichten, wie z.B. ein Polizist in Wittmund der vorbeugend Tipps aus seinem Fachbereich in die Kamera sprach, hagelt es kostenintensive Abmahnungen. Nach meinen bisherigen Wissensstand, soll an diesen Abmahnungen auch die NWZ beteiligt gewesen sein. Aber dies wird nun, sofern es so war, ein Ende haben. Denn die NWZ soll sich im Friesischen Rundfunk Sender mit 50 Prozent eingekauft haben. Auf Borkum gibt es auch zwei Privatsender. Die haben solche Probleme mit Abmahnungen nicht, wie bisher der Friesische Rundfunk Sender. Kein Wunder, an diesen Sendern sind auch Zeitungsverleger finanziell beteiligt. "Ach die Welt könnte so schön sein! Ist es nicht so Herr Köser und Herr von Bothmer, wenn alle Medien in Ihrer Hand lägen." Komisch, bei mir war noch keiner von der NWZ und wollte meine Internetseite kaufen. Ich glaube, es hat an meiner Haustür geklingelt. Mit freundlichem Gruß -Brandhorst- |