Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

aktualisiert am:

12.03.2011

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 12.03.2011
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Wie von uns bereits in unserer letzten Ausgabe angedeutet ist es nun so gekommen:

Das Bundeskartellamt hat einer Übernahme des Unternehmens Beta Media durch die NWW, ein Schwesterunternehmen der NWZ - Verlagsgesellschaft, zugestimmt.

Ein Traum!

Was will man mehr?

Da gibt es ein Bundeskartellamt in unserem heiß geliebten Deutschland, was die Aufgabe hat, den Wettbewerb in unserem Land sicherzustellen.

Und was machen diese Nachtwächter, … oh Entschuldigung, diese Kartellwächter?

Erst nehmen sie der NWZ den Hunte Report mit viel Tamtam und Bußgeldzahlung in Millionenhöhe weg, weil die NWZ Eigentümer "Köser, von Bothmer & Co." rechtswidrig ohne Genehmigung des Kartellamtes den Hunte Report aufgekauft hatten, um ein paar Jahre später der NWZ die Übernahme des Hunte Reports zu genehmigen, weil der Hunte Report kurz vor der Insolvenz stand und man über diesen "genialen Deal" Arbeitsplätze sichern wollte.

Inzwischen ist bekannt, dass die NWZ eigene SonntagsZeitung und der Hunte Report ihre Redaktionen zusammengelegt haben und dies mit Sicherheit nicht aus "sozialer Verbundenheit" mit ihren Mitarbeitern, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen.

Im Klartext: Änderungskündigungen für die Mitarbeiter, die nach unserer Einschätzung zum Nachteil der Redaktionsmitarbeiter der SonntagsZeitung und des Hunte Reports sein dürften - es grüßte das "soziale Gewissen der NWZ" durch die verlagseigene Gesellschaft der Leiharbeitnehmer, die zwar die gleiche Arbeit verrichten dürfen, wie die fest angestellten Mitarbeiter der NWZ, aber dafür sozial und finanziell schlechtere Arbeitsverträge haben, wie ihre Kollegen (!) - und zu guter Letzt durch eine natürliche Fluktuation vollkommen legal Arbeitsplätze abgebaut werden, die man von Seiten der NWZ gegenüber dem Bundeskartellamt doch eigentlich sichern wollte!

Und nun erhalten die gleichen "Kameraden", inzwischen als "Wohltäter" bei den Kartellwächtern bestens bekannt (!), als Bonbon für diese "soziale Leistung am arbeitenden Volk" die Genehmigung von den Kartellwächtern, das Unternehmen Beta Media zu übernehmen, die bekanntlich alle nennenswerten Zeitungsbeilagen die in unserer Region verteilt werden, verwalten und als Unternehmen entscheiden, in welcher Zeitung Woche für Woche welche Beilage auch immer zukünftig verteilt werden soll.

Es ist wohl kaum zu erwarten, Dank der tatkräftigen Mithilfe des Bundeskartellamtes (!), dass die Zeitungsbeilagen von Netto, Lidl, Edeka, etc., die im Sinne des freien Wettbewerbs eigentlich von dem Beta Media Unternehmen an verschiedene Verlage in den jeweiligen Zeitungen auftragsmäßig verteilt werden sollten, man zukünftig die genannten Beilagen beim Konkurrenten der NWZ, dem Gerhard Verlag, in dessen Zeitung, die "Neue Zeitung", finden wird!

Apropos Zusammenlegung der Redaktionen vom Hunte Report und der Sonntagszeitung:

Auch diese Entwicklung haben wir bereits in unserer letzten Ausgabe kurz vor Weihnachten im letzten Jahr angekündigt.

Den Vollzug dieser Zusammenlegung beider Redaktionen konnte man letzte Woche im Impressum des Hunte Reports und der SonntagsZeitung unmissverständlich selber zur Kenntnis nehmen.

In beiden Zeitungen steht im Impressum unter "Redaktion" bzw. "verantwortliche Redaktion": "NW Medien- und Pressedienst GmbH & Co. KG, Elisabethstr. 5, 26135 Oldenburg."

Bedauerlich nur, dass im neuen Impressum des Hunte Reports und der SonntagsZeitung die verantwortliche Redakteure namentlich nicht genannt werden, was lt. §8 Abs. 2 des Niedersächsischen Pressegesetz den Verlagen zwingend vorgeschrieben wird und, nach unserem Kenntnisstand, nahezu nach einer Abmahnung schreit!

Und, wo man schon gerade beim "Ändern" dabei ist, liebe NWZ Chefetage, sollte man gleichzeitig die Gelegenheit beim Schopfe packen, das jeweilige Impressum des Hunte Reports und der SonntagsZeitung im Internet den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Was gibt es sonst Neues?

Da wäre noch die Frage zu stellen, wieso hat Jan Janssen überhaupt die Posaune verkauft und wie reagiert das Personal der Posaune hierauf bzw. der Anzeigenmarkt, die in der Posaune werben?

Nach unseren Recherchen wollte der Verleger der Posaune, Jan Janssen, eigentlich zu Anfang auf jeden Fall 51 Prozent der Posaune selber halten, um die Geschäftsgewalt zu behalten.

Umso überraschter waren wir, als wir Kenntnis erhielten, dass Jan Janssen komplett zu 100 Prozent die Posaune an den Gerhard Verlag abgetreten hatte.

Damit hat Jan Janssen alles aus der Hand gegeben, was er mühsam aufgebaut hatte.

Warum eigentlich?

Fakt ist, dass Herr Jan Janssen die Posaune zum 28. Februar komplett eingestellt hat und der Gerhard Verlag zum 1. März, mit seiner Gratiszeitungssausgabe am 4. März, die "Neue Zeitung" im ehemaligen Verteilungsgebiet der Posaune heraus gebracht hat.

Offensichtlich war die Posaune in dieser Form aus finanzieller Sicht wirtschaftlich nicht auf Erfolgkurs zu bringen, so dass Herr Janssen die Reißleine zog.

Soll man dem glauben, was uns an Informationen auch direkt aus dem Gerhard Verlag vorliegt, ist zwischen dem Gerhard Verlag und dem Posaune Verleger, Jan Janssen, kein Geld geflossen.

Schlussfolgerung:

Man schließt kein Unternehmen, wenn man Gewinne erzielt. Ergo: Es wurden mit der Posaune keine Gewinne erzielt.

Wir überlassen es den Lesern selbst zu beurteilen, in weit die Anstellung des Herrn Janssen beim Gerhard Verlag als "Regionaler Verlagsleiter für Oldenburg und Ammerland" unter diesen Umständen eine "verdeckte" Zahlung dafür erhält bzw. erhalten könnte, dass Herr Janssen die Posaune eingestellt hat, damit der Verleger Edzard Gerhard mit seiner Gratiszeitung "Neue Zeitung" ungehindert im Oldenburger Raum seine Zeitung am Markt platzieren konnte.

Das besondere an der Posaune war bisher, dass sie anders war, wie alles bisher Dagewesene.

Unter diesen Vorraussetzungen haben zahlreiche Posaune Kunden ihre Anzeigen auch in dieser Zeitung aufgegeben, um sich von dem üblich "Leipziger Allerlei" etwas abzusetzen, was letztendlich auch das ausschlaggebende Verkaufsargument für die Posaune Mitarbeiter war, um ihre Anzeigen erfolgreich am Markt verkaufen zu können.

Umso überraschter waren wohl einige Anzeigenkunden, wie aus guter Quelle zu erfahren ist, als sie ihre Anzeige in einer anderen Zeitung mit einer vollkommen anderen Aufmachung wieder fanden, als es mit ihnen abgemacht war.

Verständlich ist daher der Ärger unter den Anzeigenkunden der Posaune schon.

Denn, wer eine Anzeige in der Posaune mit dem Verleger Jan Janssen in Auftrag gibt und sich anschließend mit seiner Anzeige in der Gratiszeitung "Neue Zeitung" beim Gerhard Verlag wieder findet, hat streng genommen etwas erhalten, was er gar nicht geordert hat!

Klar, dass am Montag vergangener Woche das Telefon und das Fax in der ehemaligen Posaune Redaktion nicht ruhig standen und die Anzeigenkunden um Klärung baten.

Dass unter diesen Umständen sich auch das Personal der Posaune fragt, unter wem habe ich meinen Arbeitsvertrag abgeschlossen und wo bin ich jetzt gelandet, dürfte den ein oder anderen Mitarbeiter der ehemaligen Posaune durchaus ins Grübeln gebracht haben, ob der jetzige momentanen Arbeitsplatz noch der ist, den er unter Posaune Bedingungen mit dem Verleger Jan Janssen abgeschlossen hatte.

Hier wird es mit Sicherheit noch eine Menge Gesprächsstoff innerhalb des Gerhard Verlages auf der einen Seite und den Mitarbeitern, sowie den Anzeigenkunden auf der anderen Seite geben.

Konsumig "Ja", aber trotzdem anders als das, was bisher am Markt ist, muss die Devise lauten.

Schließlich und endlich hat dies ja eben die Posaune ausgezeichnet, weshalb Anzeigenkunden sich unter anderem entschlossen haben von der NWZ rüber zur Posaune zu wechseln.

Warum sollte man sonst als Anzeigenkunde wechseln, wenn man zu guter Letzt sich nicht im Original, sondern in der Kopie wieder findet?

Gut gemeinte Denkanstöße in Richtung Gerhard Verlag!

Aber bitte nicht noch ein Relaunch der Titelseite!

Das hält selbst der größte Befürworter dieser Alternative zu den Sonntagszeitungen der NWZ nicht mehr aus.

Euer

Uwe Brandhorst

P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.



Zitat Napoleon der I. sagte einmal:
" Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. "