Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 12.02.2010
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Es ist schon bewundernswert, wie dieser Rechtsstaat so funktioniert.

Da kauft die NWZ rechtswidrig den Hunte Report am Bundeskartellrecht vorbei und verschafft sich, nach unsere Meinung, über diese Gaunerei eine Monopolstellung, wodurch sie sowohl Lesern, wie auch Anzeigenkunden nach Belieben die Preise diktiert und stopft sich nach unserem Empfinden über diesen Weg auch noch die Taschen voll Geld, bis der Arzt kommt.

Dann fliegt der ganze Schwindel auf und das Bundeskartellamt droht mit dem erhobenen Zeigefinger den Eigentümerfamilien der NWZ "Köser, von Bothmer & Co", verhängt dem Bösewicht NWZ ein Millionenbußgeld, was die NWZ Chefetage mit einem müden Lächeln, nach den überzogenen Anzeigenpreisen (!), etc., wohl eher aus der Portokasse zahlt und verurteilt den NWZ Konzern, den Hunte Report so schnell wie möglich wieder zu verkaufen, um den Wettbewerb in unserer Region wieder herzustellen.

Die "NWZ Häuptlinge" sind bekanntlich nicht doof und holten vermutlich, wie wir glauben, ihren "Haus- und Hofrechtsanwalt", Otto Korte, aus der Mottenkiste, der schlau wie er ist, den Konzern Chefs riet: "Verkauft nicht, sondern macht aus dem Hunte Report eine Stiftung!"

Besetzt den Stiftungsrat mit guten alten Bekannten, war nach unserem heutigen Kenntnisstand wohl der nächste gute Rat von Otto Korte in Richtung NWZ Chefetage, um die Kontrolle über den Hunte Report zu behalten und sorgt dafür, das Druck und Verteilung des Hunte Reports nach wie vor in den Händen der NWZ verbleiben, damit die wirtschaftliche Abhängigkeit des Hunte Reports gegenüber der NWZ zu jeder Zeit "regelbar" bleibt und um den Stiftungsgewinn in "begrenzbare Größen" zu halten bzw. den Geschäftuntergang des Hunte Reports planmäßig auf den Weg bringen zu können, wie wir glauben!

Und so geschah es denn wohl auch, wie wir meinen, und wie es uns die jüngste Vergangenheit inzwischen allzu deutlich auch vor Augen hält!

Denn was nun unsere "freie Marktwirtschaft" da für eine besondere Stilblüte zu Tage förderte, verschlägt einem den Restglauben an unseren hoch gelobten Rechtsstaat: Denn die NWZ erhielt die Freigabe am Donnerstag, den 11.02.2010 mit höchst bundeskartellrechtlicher Genehmigung (!) den Hunte Report kaufen zu dürfen, damit, man mag es kaum für möglich halten (!), Arbeitsplätze beim finanziell angeschlagenen Hunte Report erhalten bleiben, was nach unserer Meinung wohl eher unter die Kategorie fallen dürfte: Hausgemacht und inszeniert!

Die NWZ, unser "Freund und Helfer" in schwerster Not, sonnt sich nun in aller Öffentlichkeit als "Wohltäter" in unserer Region, weil sie in vermeintlicher "Gönnermanier" Arbeitsplätze beim Hunte Report gerettet hat.

Die Erhaltung des freien Wettbewerbs war im Jahr 2007 für das Bundeskartellamt Grund genug den NWZ Verantwortlichen die Leviten zu lesen und sie zu verurteilen, den rechtswidrig aufgekauften Hunte Report wieder dem Markt zurückzuführen und sie zur Zahlung eines Millionenbußgeldes zu verurteilen.

Und nun gehen die gleichen Kartellwächter bei und pfeifen ganz offensichtlich auf einen freien Wettbewerb in unserer Region nicht nur heute, sondern auch für die Zukunft, indem sie der NWZ den Kauf des Hunte Reports ermöglichen.

Denn bei einer solchen Übermacht der NWZ ist für zukünftige Gedankenspiele über die Etablierung einer neuen Tages- oder Sonntagszeitung in unserer Region Hopfen und Malz verloren.

Über den Rechtsbruch, wie wir meinen, zu einer angesehenen Monopolstellung, mit dessen Eigentümerfamilien "Köser, von Bothmer & Co." die vermeintliche Gesellschaftselite in unserer Region sich gerne in aller Öffentlichkeit zeigt!

Das ist Oldenburg, wie es singt und lacht.

Ein Jeckenstahl voller Narren, die vor diesen "erlauchten NWZ Winzlingen", die das Recht nach unserer Meinung mit Füssen treten, auch noch freundlich ihren Bückling machen, damit entweder die Anzeigenpreise stimmen oder sie auf eine wohlklingende Presse in der nächsten NWZ Aufgabe hoffen können.

Der NWZ Presseball lässt an dieser Stelle schön grüßen, der in diesem Jahr, was für eine herrliche Katastrophe (!), leider ausgefallen ist, mangels Beteiligung, wie wir meinen zu wissen, auch wenn die NWZ Verantwortlichen etwas anderes in ihrer Zeitung behaupteten!

Und einmal jährlich kommt dann noch die Gräfin Gisela von Bothmer höchstpersönlich von oben zum popeligen Volk herunter und bedankt sich bei all den NWZ Helfern und fleißigen Sammlern der Weihnachtsaktion, um einen Scheck im aller untersten sechsstelligen Euro Bereich an bedürftige Menschen zu übergeben, nach dem ihr Konzern 1,5 Millionen Euro Bußgeld an das Bundeskartellamt zahlen musste, wegen rechtswidrigen Ankaufs von Zeitungsverlagen.

Die Geschmacklosigkeit bekam für uns den vorläufigen Höhepunkt, als die NWZ vor kurzem berichtete, dass die Gräfin von Bothmer nun auch noch einem Verein beigetreten ist, dessen ehrenamtliche Mitglieder 24 Stunden Telefonseelsorge betreiben. Uns kommen die Tränen!


Und darauf ein Dreifaches Helau auf soviel Heuchelei, Kleingeist und mangelnde Courage!

Aber liebe Narren und Jecken aus Oldenburg und Umgebung bald ist die Karnevalszeit vorbei und dann kommt der Aschermittwoch, wo Schluss mit lustig ist.

Dann wird abgerechnet.

Und was bleibt?

Das, was die NWZ vor der Bundeskartellamtsdurchsuchung, wegen Aufhebung des Wettbewerbs und Schaffung eines Monopols, nicht kaufen durfte - gemeint ist der Hunte Report -, darf sie nun ganz offiziell, auch wenn diese Nachricht bisher noch nicht offiziell vom Bundeskartellamt verkündet wurde.

Wir wissen es aus dem Hause der NWZ, sofern der Informant uns richtig informierte. Jedoch wieso weiß die NWZ etwas aus dem Bundeskartellamt, was offiziell noch gar nicht verkündet wurde? Ein Schelm der hier glaubt, der Arm der NWZ Chefetage, um "Gathmann, Siedenbiedel & Co.", reicht bis ins Bundeskartellamt!

Kosten- Nutzenrechnung für die NWZ: 1,7 Millionen Euro Bußgeld an das Bundeskartellamt, ein bisschen Imageschaden, was die breite Öffentlichkeit mit ihren Kurzzeitgedächtnissen jedoch bald vergessen haben dürfte, dafür aber Schaffung eines Monopols mit alleiniger Verbreitung des Meinungsrechts im Sinne des Verlages und Preisgestaltung im Anzeigen- und Tageszeitungsgeschäft nach Belieben, was die Lizenz zum Gelddrucken für die NWZ Eigentümerfamilien um "Köser, von Bothmer & Co." bedeutet. Ausschaltung jeglicher Konkurrenz für heute und die weitere Zukunft, sowie die Zerschlagung der letzten NWZ Kritiker, die automatisch durch entsprechende Sanktionen und sonstige Erziehungsmethoden durch die NWZ Verantwortlichen, wie wir glauben, in das bereits bestehende Riesenheer der "Bücklinge" und "Jasager" über kurz oder lang übergehen werden bzw. sogar zwangsweise müssen, Dank fehlender Alternativen, verursacht durch die jüngste Entscheidung des Bundeskartellamtes .

Noch irgendwelche Fragen, liebe Leser?

Keine?

Danke!

Unsere Zukunft mit dem neuen und alten NWZ Monopolisten: Setzen, gehorchen, kuschen, widerstandslos zahlen und vor allem … Klappe halten!


Wer aus der Reihe tanzt wird im Auftrag der NWZ Chefetage durch die hoch bezahlte Hamburger "Starrechtskanzlei Steinhöfel" mit ihrem "Staranwalt", Reinhard Höbelt, vor ein Hamburger Landgericht gezerrt und dort stromlinienförmig zurechtgestutzt!

Es wird viel über Courage, Rückgrad und Moral geschrieben und öffentlich geredet.

Nur wer lebt in der heutigen Zeit noch nach diesen durchaus erstrebenswerten Maßstäben, unter Berücksichtigung dieses aktuellen Ereignisses, direkt vor unserer Haustür?

Oder sollte man besser fragen: Wer kann es sich noch leisten, nach diesen Grundsätzen, unter strengster Einhaltung preußischer Tugenden, sein Leben so zu gestalten?

Wenn es so weiter geht, wovon wir überzeugt sind, ist dies wohl eher eine aussterbende Gesellschaftsschicht!

Bedauerlich?

Wohl kaum!

Denn keiner vermisst diese noch verbliebenen, couragierten Einzelpersonen, weil sie einen eher an das eigene (Fehl-)Verhalten erinnern.

Und einmal ehrlich gefragt: "Wer möchte das schon gerne?"

Euer

- Uwe Brandhorst -

 

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