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Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen. George Orwell engl. Schriftsteller |
Auf ein Wort liebe Wardenburger |
aktualisiert am: 12.06.2011 |
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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 11.06.2011 Auf ein Wort liebe Wardenburger! Wenn Politiker und Medien, sowie vermeintliche "Experten" durch die Bank permanent öffentlich behaupten, dass bei einer möglichen Energiewende die Energiepreise für die Verbraucher steigen werden, was glauben die Leser, in welche Richtung die Energiemonopolisten Vattenfall, Eon, RWE, ENBW ihre Energiepreise wohl gestalten werden? Wer in der Vergangenheit seine Energiepreise skrupellos um 20 % und mehr erhöht hat, der nimmt derartige Steilvorlagen aus der Politik, den Medien, sowie den "Möchtegernexperten" mit Kusshand auf und wird seine Energiepreise in "entsprechende" Höhen den Verbrauchern um die Ohren hauen. Das Konsortium Politik, Wirtschaft, Medien gespickt mit "linientreuen" Wirtschaftsexperten hat einmal mehr in jeder Hinsicht prima funktioniert zumindest aus der Sicht der Profiteure! Wie bitte, wir hören da Zweifel, dass die heutigen Energieriesen mit der zukünftigen Energieversorgung nichts mehr zu tun haben werden, nachdem man ihnen die Kernenergie genommen hat? Weit gefehlt, liebe Leser! Die heutigen Energiemonopolisten Vattenfall, RWE, Eon und ENBW werden trotz Energiewende (!) auch die morgigen marktbeherrschenden Energieversorger unseres Landes sein. Oder woher sollen die Milliarden an Investitionskosten kommen die notwendig werden, um die durch den Ausfall der Kernenergie entfallenden 10 000 Megawattstunden zu kompensieren, was im Klartext eine Verdoppelung des heutigen Anteils an Ökostrom vom Gesamtenergiemarkt in Deutschland bedeutet? Laut FAZ vom 09.06.2011 heißt es: "Von den 900 Stadtwerken im Lande sind nur wenige so finanzstark, dass sie über die Ökostrominvestitionen hinaus durch Großprojekte zum Füllen dieses Loches beitragen könnten." Na bravo, liebe Leser, vom Regen in die Traufe, oder wie darf man diese rosige Zukunftsprognose des FAZ Autors Werner Surbeck verstehen? Die alten Abzocker sind auch die morgigen Abzocker!? Wer also meinte, dass die großen Stromkonzerne von der Politik endlich an die Kandare genommen wurden und nun so richtig öffentlich vorgeführt werden der dürfte in jeder Hinsicht noch eine böse Überraschung erleben. Denn weiter heißt es in der FAZ: "Nach Branchenerhebungen wird jedoch derzeit bei Berücksichtigung der Abschaltung von Altanlagen nur die Hälfte davon zugebaut, und zwar überwiegend von RWE, Eon, Vattenfall und ENBW." Na, liebe Leser, diese "ehrenwerten Herrschaften" RWE, Eon, Vattenfall und ENBW sind uns doch irgendwoher sehr gut bekannt, oder? Und die Leser sollten immer schön im Hinterkopf behalten, wie die Medien durch permanente "Sprechblasenparolen" die Öffentlichkeit schon heute daraufhin impfen, dass die Energiepreise für die Verbraucher durch die eingeleitete Energiewende in astronomische Höhen explodieren werden. Die Margen werden auch zukünftig bei den Energieriesen Vattenfall, Eon, RWE und ENBW gesichert sein, weil die alten Seilschaften zwischen Wirtschaft, Medien, Politik und "linientreuen" Experten schon heute das Schreckgespenst der explodierenden Energiepreise öffentlich bis zum Erbrechen zelebrieren! Kleines Beispiel gefällig, liebe Leser? NWZ Kommentar vom 10.06.2011 durch den NWZ "Starjournalisten"
Gunnars Reichenbachs: "Bund, Länder
und auch die Entscheidungsträger vor Ort müssen schon mitziehen,
damit der Umstieg klappt. Das gilt im hohen Maß für den Ausbau
neuer Netze. Na also, da haben wir es doch! Dummschwätzige Preistreiber die dafür sorgen, dass die heutigen Energieriesen auch morgen richtige fette Beute machen können, auf Kosten der Verbraucher. Und damit nicht genug! Da wird schon vorsorglich nach Subventionen aus dem Staatssäckel geschrieen, damit durch diesen vorauseilenden Gehorsam den Energiemonopolisten noch mehr Geld in den Allerwertesten geschoben werden kann, was nichts anderes bedeutet, dass auch hier der Verbraucher über Steuererhöhungen zur Kasse gebeten wird, damit diese vom Bürger "gewollte" Finanzlücke im Haushalt, weil nur der deutsche "Michel" wollte ja die Energiewende (!), wieder geschlossen werden kann. Und diese vermeintlichen "Gutmenschen", wie der NWZ Kommentator Gunnars Reichenbachs, sind die gleichen Pharisäer die morgen einen Kommentar schreiben über ausufernde Subventionen, unausgeglichene Finanzhaushalte und daraus resultierende steigende Steuern für die Bürger in unserem schönen Deutschland! Man glaubt es kaum, wie in schleichender Form, fast kaum merkbar, gebetsmühlenartig, was einer Gehirnwäsche gleichkommt, die Allianz aus Politik, Wirtschaft, Medien, sowie "linientreuen Möchtegernexperten" ein Nährboden für explodierende Energiepreise vorbereitet wird und damit verbunden gesicherte Renditen, deren Größenordnung die Herren in den Vorstandsetagen der Energiemonopolisten in der Form auf sich wirken lassen, indem sie sich in ihren gut gepolsterten Chefsesseln genüsslich zurücklehnen und schon heute vollkommen gelöst und locker in die Zukunft schauen. Selbst für zukünftige Stromtrassen durch die Vorgärten von Grundstücksbesitzern machen "Gunnars Reichenbachs & Co." schon heute für die Energiekonzerne mit ihren Kommentierungen kostenlose Medienwerbung und nehmen schon einmal eine profilaktische Vorenteignung gegenüber Grundstückseigentümern im Sinne der Energiemonopolisten vorweg, wodurch auch noch Planungssicherheit für die Energieriesen frei Haus geliefert wird, Dank einer funktionierenden Presse . "Klagen zwecklos, liebe Verbraucher, ihr wolltet es ja so!" Und das ist noch nicht alles, liebe Leser! Dank der CDU/CSU/FDP Regierung, die die Laufzeitverlängerungen zu Beginn der Regierungslegislaturperiode beschlossen hatte, dürfte durch diese erneute Energiekehrtwende der Regierungskoalition noch einige Schadensersatzklagen auf den Staat zukommen. Es gibt nämlich nicht nur ein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, sondern auch ein Grundrecht auf Gewerbefreiheit, sowie das Recht auf Eigentum und das damit verbundene Recht auf Schadensersatz im Falle dessen Verletzung! Der Ausstieg aus der Kernenergie, dessen Einstieg im Übrigen seinerzeit mit Milliarden vom Staat gegenüber den Energieversorgern gesponsert wurde (!) und auch lt. Grundgesetz Art. 73 Abs. 1 Nr. 4 nach wie vor fest verankert ist, kommt lt. den Energiekonzernen einer Enteignung gleich. Was soll mit den alten Atommeilern passieren, die unter normalen Umständen jeden Tag den Energiekonzernen bei jedem einzelnen Atomkraftwerk eine Rendite pro Tag von einer Million Euro einbrachte? Wer kommt für diesen Schaden auf? Lt. FAZ vom 10.06.2011 hat "kein geringerer als der heutige Bundesverfassungsrichter Peter Huber schon 2003 darauf hingewiesen, dass Reststrommengen vermögenswerte Rechte im Sinne des Grundrechts auf Eigentum sind". Es sind aber nicht nur Restsrommengen der Energieversorger zu entschädigen, sondern auch deren nun wertlos gewordene Atommailer. Wenn jemand im Auftrag des Staates die Energieversorgung sicherzustellen hat und dafür auch noch mit Subventionen vom Staat geködert wurde, sowie rechtlich per Grundgesetz die Abnahme von Atomstrom zugesichert wird und dies von Seiten der Energiekonzerne in Form eines Gewerbetriebes "Atomkraftwerk" sicherstellt, kann man nicht ohne Schadensersatzzahlung aus dieser "Nummer" sich heraus stehlen, wenn man über Nacht plötzlich zu der Erkenntnis kommt, dass man aus der einst gewollten Kernenergie nun aussteigen will. Natürlich kann man aussteigen, aber dann muss man auch dafür zahlen! Wie heißt es in der berühmten Kalkar-Entscheidung aus dem Jahr 1978: "Ungewissheiten jenseits dieser Schwelle praktischer Vernunft sind unentrinnbar und insofern als sozialadäquate Lasten von allen Bürgern zu tragen!" "Na also, geht doch, liebe Leser!" Wer nun jedoch meint, hierin die legitimierte Erhöhung der Energiepreise durch die Energiekonzerne verursacht durch die Energiewende zu sehen, sollte sich nur einmal kurz in Erinnerung rufen, was uns der Atomstrom an "sonstigen Nebenkosten" bescherte, die dem Verbraucher in verdeckten Steuererhöhungen klammheimlich von den Energiekonzernen, sowie von den Politikern untergejubelt wurden und noch werden! Wir denken hier in erster Linie an die so genannten Zwischenlagerungskosten von Atommüll in Asse, etc., sowie deren Transporte in Castorbehältern zu den Wiederaufbereitungslagern z.B. nach Frankreich und wieder zurück nach Deutschland ins Wendland. Nicht zu vergessen die Kosten durch Polizeieinsätze, damit die Castortransporte gesichert ins vorläufige Endlager überhaupt gelangen können. Hinzu kommen nun auch noch die Bergungskosten der Atommüllfässer in Asse, nachdem die angeblich "saubere" und zugleich "sichere" Entsorgung von Atommüll für mindestens 1000 Jahre bereits nach rund 40 Jahren ein jähes Ende fand, was nun die Folge für den Steuerzahler hat, dass die Bergung der 126.000 Fässer mit erheblichen finanziellen Mitteln verbunden ist, deren Kosten auf bisher 3,6 Milliarden Euro beziffert wurde. Insofern kann der Atombefürworter sein Argument der vermeintlich günstigen Energiepreise durch Kernkraft getrost aus seinem Wortschatz streichen, nicht zuletzt auch aus dem Grund, dass bis heute noch immer nicht geklärt ist, noch nicht einmal ansatzweise (!), wie der Atommüll nun endgültig entsorgt wird und was diese Entsorgung den Steuerzahler noch kosten wird. Bisher sprechen wir nämlich nur von Zwischenlagerung des Atommülls sowie deren Kosten, aber nicht von einer endgültigen Entsorgung des vorhandenen Atommülls. "Bitte liebe Leser, erinnern Sie sich immer an diese Worte der ungeklärten Endsorgung des Atommülls und die damit verbundenen Kosten in Milliardenhöhe, wenn nicht sogar in Billionenhöhe, wer weiß?, wenn Politiker, Wirtschaft, Medien und "stromlinienförmige" Experten die Bürger dazu ermahnen, doch bitte das nötige Verständnis für nachfolgende Generationen, wie unsere Kinder und Enkelkinder aufzubringen, wenn einmal mehr unliebsame Entscheidungen zu Lasten der bereits gebeutelten Steuerzahler, etc. anstehen." In diesem Sinne, noch schöne Pfingsttage, liebe Leser und denken Sie immer daran, dass das permanente Gelaber von den Politikern über anstehende unumgängliche Preiserhöhungen lediglich dazu dient, die Taschen der arbeitenden Bevölkerung noch leerer zu machen, als sie es ohnehin schon sind, um den Monopolisten noch mehr hinten rein zuschieben. Wie bereits in einen unserer früheren Veröffentlichungen beschrieben: "Es lebe die freie und vor allem "soziale" Marktwirtschaft!" Euer Uwe Brandhorst P.S.: Sämtlichen Äußerungen,
Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind
persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
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| Zitat | Napoleon
der I. sagte einmal: " Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. " |
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