Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

aktualisiert am:

10.07.2011

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 09.07.2011
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Egal wie widersprüchlich diese Welt auch ist, sie dreht sich weiter!

Da sollen 200 Leopard-Panzer nach Saudi Arabien geliefert werden, dessen König Abdullah als Monarch noch im März 2011 Panzer nach Bahrain rollen ließ, um dort Aufständische niederzuwalzen, die für eine Demokratisierung ihres Landes kämpften.

200 Leopard-Panzer in ein Land, was ein Bruch mit den Prinzipien der deutschen Außenpolitik darstellt, weil Rüstungsgüter bisher nicht in ein Krisengebiet ausgeführt werden sollten und wo die Gefahr besteht, dass die Panzer auch gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden könnte, sofern sie sich von den Fesseln dieser absolutistischen Monarchie befreien wollte, wo z.B. Frauen dafür ins Gefängnis gesteckt werden, wenn sie beim Autofahren erwischt werden, was in Saudi Arabien für Frauen strengstens verboten ist.

Wenn der König Abdullah von Saudi Arabien Panzer gegen Aufständische in Bahrain einsetzt, dürfte der Verdacht nahe liegen, dass die bereits 44 gelieferten Leos auch irgend wann gegen die eigene Saudi Arabische Bevölkerung eingesetzt werden könnten bzw. vielleicht auch demnächst im Fernsehen zu "bewundern" sind, wenn mit Deutschen Panzern auf Aufständische in Bahrain oder in Saudi Arabien geschossen wird.

Das Milliarden Geschäft für die Wirtschaft lässt einmal mehr alle guten Grundsätze dieser Bundesregierung in der berühmt berüchtigten Mottenkiste verschwinden.

Geld regiert eben die Welt und diese dreht sich immer weiter, egal wie widersprüchlich diese Welt auch ist!

Die Ratingagenturen sind in den Augen der Politiker und den Medien das Grundübel dieser Finanzkrise.

Sind sie es wirklich?

Die heute drohende Finanzkrise wird nicht durch die Ratingagenturen ausgelöst, auch wenn die Ratingagenturen vor der Finanzkrise bei der Lehman Brothers Pleite mit ihrem Rating dieser Bank vollkommen daneben lagen, sondern durch eine überhöhte Staatsverschuldung von verschiedenen EU Ländern, die im Laufe ihrer Zeit weit über ihre Verhältnisse lebten und Zustände zuließen die einem als normal denkender Mensch die Haare zu Berge stehen lässt. Stichwort: Zahlung von Renten an bereits 4.000 Verstorbene oder die Aufnahme Griechenlands in der EU, obwohl in Brüssel bekannt war, dass die Wirtschaftsdaten Griechenlands frisiert waren, etc..

Die Ratingagenturen stellen nur fest, wozu sie ursprünglich von der Politik auch ihre Zulassung erhielten (!) und man sie auch über Jahre gewähren ließ, welchen Wert bzw. welche Sicherheit ein Staat mit seinen Staatsanleihen tatsächlich hat, etc..

Ob es einen passt oder auch nicht, aber das ist die Aufgabe der Ratingagenturen!

Und wenn die Kapitalmärkte sich nach den Ratingkriterien dieser Agenturen richten, weil sie in ihren eigenen (!) Vorschriften und Verordnungen den Bezug zu Ratingurteilen fordern, muss man sich nicht wundern, wenn die Kapitalmärkte umgehend reagieren, sofern sich die Ratings, zum Beispiel bei Staatsanleihen für irgendein Land, ändern.

Tun sie es nicht, verstoßen zum Beispiel Fondsmanager gegen die eigenen Vorgaben institutioneller Anleger!

Wenn heute europäische Politiker ein Ungleichgewicht der drei gewichtigen amerikanischen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch sehen, weil es entsprechende Ratingagenturen in Europa nicht gibt, stellt sich die logische Frage, wieso haben europäische Politiker dieses vermeintliche (!) Ungleichgewicht zugelassen und über Jahre nicht entsprechend vorgesorgt?

Die entscheidende Frage ist jedoch, ändern zusätzliche Ratingagenturen in Europa zum Beispiel etwas am maroden Zustand Griechenlands, wie es uns die Politiker glauben lassen wollen?

Wohl kaum!

Aber was würde es denn heißen, wenn man der Politik nachgeben würde, dass in Europa Ratingagenturen geschaffen werden, um den amerikanischen Ratingagenturen Parole bieten zu können?

Würde ab dann alles besser werden, wie es uns die Politiker glaubhaft versichern wollen?

Wieso sollten die möglichen Ratingagenturen in Europa zu anderen Urteilen über Griechenland oder Portugal kommen, wie die Ratingagenturen in Amerika?

Das macht doch nur dann Sinn, wenn die Politik Einsfluss auf zukünftige Ratingagenturen in Europa nehmen würden, sofern sie könnten.

Kommen wir da nicht vom Regen in die Traufe und besteht da nicht die Gefahr, dass die möglichen Ratingagenturen in Europa und die bereits bestehenden in Amerika zusammen noch mehr Macht bekommen, als sie es ohnehin schon heute haben?

Ist es nicht ein Widerspruch, das private (!) Institutionen von der Politik mit soviel Macht ausgestattet wurden, dass sie heute in der Lage sind, ganze Länder in den Ruin zu stürzen, weil sie sich freiwillig (!) dem Diktat der privaten Ratingagenturen unterworfen haben?

Es ist einzig und allein die Politik die sich in diese missliche Situation gebracht hat und nun vor einem Scherbenhaufen steht.

Der Ausweg kann und muss nur heißen: Ratingagenturen unter staatlicher und zugleich unabhängiger Aufsicht, deren Strukturen ähnlich sein sollten, wie das des Bundesverfassungsgerichts.

Das Jammern der Politiker über die Ratingagenturen in Amerika ist ein lautes Geheul, was die eigene Unfähigkeit übertünchen soll, weil man über Jahre geschlafen hat und die heutigen Risiken dieser privaten Ratingagenturen schlicht und einfach übersehen hat bzw. deren fatale Auswirkungen für die Kapitalmärkte total unterschätzt hat, die im Übrigen von ihren Auftraggebern bezahlt werden, was sie manchmal sogar selbst sind (!), und somit freie Unternehmer darstellen, die auf Profit arbeiten!

Mit anderen Worten: Private Ratingagenturen arbeiten auf eigene Rechnung mit der Option Gewinn zu machen, um zum Beispiel über Staatsanleihen von Ländern zu urteilen, dessen Ratingurteile so gravierend sind, dass sie die gesamte Welt in eine Finanzkrise stürzen könnten.

Der Missbrauch von soviel Macht in privaten Händen ist vorprogrammiert und die Welt dreht sich doch immer weiter, egal wie widersprüchlich diese Welt auch ist!

Der Widerstand der Politik gegen geplante Steuersenkungen ist nicht weiter verwunderlich!

Denn wer gibt schon gerne her, was er vorher kassiert hat?

Die Begründung der Politiker ist allerdings schon sehr verwunderlich, dass man angesichts einer hohen Staatsverschuldung diese Steuersenkung auf Pump finanzieren müsste und daher besser auf eine Steuersenkung aus Vernunftgründen verzichten sollte, aber die 613 Politiker im Deutschen Bundestag sich gleichzeitig eine Diätenerhöhung genehmigen, die höher ist, als der Hartz-IV-Regelbezug.

Im Klartext: Am 1.Januar 2009 erhielten die Abgeordneten 278 Euro, und ein Jahr später 213 Euro. Ab 01.Januar 2012 und 2013 sollen die Diäten um weitere insgesamt 584 Euro ansteigen.

"Herr Finanzminister Schäuble werden nicht auch die Diätenerhöhungen im Jahr 2012 und 2013 auf Pump finanziert?"

Dass es sich bei dieser "Steuererleichterung" lediglich um ein Ausgleich, Stichwort: kalte Progression, für die unteren -, sowie mittleren Einkommen handelt und somit defacto lediglich um etwas mehr Steuergerechtigkeit geht, sei hier nur am Rande erwähnt.

Die Rentenerhöhung für die 20 Millionen Rentner beträgt im Übrigen ab 01.Juli 2011 unter 1 Prozent, wobei die Inflation für das Jahr 2011 bereits 1,6 Prozent ausmacht und die Welt dreht sich doch immer weiter, egal wie widersprüchlich diese Welt auch ist!

Beim Medienskandal in Großbritannien um die Zeitung "News of the World" die über Jahre Prominente, etc. rechtswidrig abgehört haben und diese widerrechtlich erlangten Informationen in ihrer Zeitung veröffentlicht haben, fehlen einem eigentlich die Worte!

Allerdings interessant zu diesem Thema ist die Kommentierung der NWZ durch den Redakteur Hermann Lamberty vom 08.11.2011, der dazu auf Seite vier der NWZ veröffentlicht:

"Von all den schmierigen Boulevardpostillen Europas ist die zu Rupert Mordochs Medienimperium gehörende "News of the World" die widerlichste. Kein Niveau, das sie nicht schon unterboten hätten. Die jetzt ruchbar gewordenen Abhörmethoden sind fast schon die logische Folge der Praktiken eines menschenverachtenden Presseorgans.
(…) Über Jahrzehnte hat sich auf der Insel ein übler Mediensumpf entwickelt. Jetzt wird ein Stück davon trockengelegt: Die grausigen "News of the World" werden eingestellt. Es gibt sie noch, die guten Nachrichten."

Interessant insofern, dass ausgerechnet ein Vertreter der NWZ von "üblen Mediensumpf der trockengelegt wurde", "schmierigen, widerlichen Boulevardpostillen", "menschenverachtenden Presseorgan", sowie einer "grausigen" Zeitung die nun endlich eingestellt wurde, spricht, weil diese negativen Eigenschaften auch auf die NWZ zutreffen könnten, wie wir meinen, wenn man sich vor Augen hält, wie "Köser, Gathmann, Reichenbachs, Seelheim, Korte & Co." rechtswidrig am Bundeskartellamt vorbei, eine Zeitung nach der anderen aufkaufte und somit einen "üblen Mediensumpf" in unserer Region schaffte der dringend trockengelegt werden müsste und somit eine der "schmierigsten" und zugleich "widerlichsten" Zeitung ins Leben rief die "grausiger" nicht sein könnte und damit ein "Niveau" bot, was man, nach unserer Meinung, nicht mehr weiter unterbieten könnte.

Und selbst die negative Eigenschaft "menschenverachtendes Presseorgan" erfüllt die NWZ, nach unserer Meinung, mit Bravour, weil viele fest angestellte Mitarbeiter der NWZ von der NWZ Chefetage dazu genötigt wurden, sofern unsere Informationen korrekt sind, in eine konzerneigene Leiharbeitsfirma überzutreten, allerdings mit schlechteren Verdienstmöglichkeiten, sowie Sozialleistungen, etc. bei gleicher Arbeit, als man als NWZ Redakteur noch fest bei der NWZ angestellt war.

Bedauerlich nur das ausgerechnet diese "gute Nachricht" fehlt, die der NWZ Redakteur Hermann Lamberty so treffend in seiner Kommentierung formulierte, mit den Worten: "Die grausigen "News of the World" werden eingestellt."

Diese "gute Nachricht" vermissen wir allerdings sehnsüchtig bei der NWZ, wie eine entsprechende Kommentierung vom NWZ Redakteur Hermann Lamberty zu den eklatanten Missständen in seiner "grausigen" NWZ Zeitung.

Aber dazu fehlte es dem Herrn Lamberty wohl, wie so oft auch bei seinen Kollegen, allen voran seinem Vorturner, der NWZ Chefredakteur Rolf Seelheim, das berühmt berüchtigte Rückgrat.

"Es ist aber auch immer so einfach, Herr NWZ Redakteur Hermann Lamberty, auf andere den schmutzigen Finger zu zeigen, wohl wissend, dass auf einen selbst, bei diesem Fingerzeig, weitere vier Finger gerichtet sind!"

Und egal wie widersprüchlich diese Welt auch ist, sie dreht sich immer weiter!

Euer

Uwe Brandhorst

P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.

Zitat Napoleon der I. sagte einmal:
" Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. "