Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 09.05.2009
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Hat er, oder hat er nicht? Und wenn er hat, warum hat er es getan und vor allem mit wem?

Er hat!

Das steht auf jeden Fall fest und dies wird von verantwortlicher Stelle aus dem Hause der Oldenburger Allgemeinen auch nicht bestritten.

Ach so, meine Leser wissen gar nicht um was es geht. Entschuldigung.

Es geht darum, dass Frank Willers, der 40 Prozent der Geschäftsanteile bei der Oldenburger Allgemeinen hält, 20 Prozent an Geschäftsanteile auf dem freien Markt angeboten hat.

Das für sich gesehen ist in der Medienbranche schon ein echter Knaller.

Nach gut einem halben Jahr, nach dem Erscheinen der Oldenburger Allgemeinen, werden Geschäftsanteile des Verlages zum Verkauf angeboten.

Warum?

Geschäftsanteile werden nach meiner persönlichen Einschätzung nur dann zum Verkauf angeboten, wenn das Unternehmen Kapital benötigt.

Kapital wird in der Regel dann benötigt, wenn man expandieren will, was bekanntlich Geld kostet, oder wenn einem die Kosten um die Ohren fliegen.

Wenn man sich mit der NWZ anlegt, muss man sich im Klaren darüber sein, dass dieser Weg lang und steinig sein wird. Solche Wege kosten in der Regel viel Geld und einen langen Atem, was allen Beteiligten vor der Gründung der Oldenburger Allgemeinen im Vorfeld klar gewesen sein müsste.

Expandieren will man von Seiten der Oldenburger Allgemeinen in den Landkreis Oldenburg, was bekanntlich Geld kostet.

Diese Investition ist unabdingbar für die Oldenburger Allgemeine, wenn man auf Augenhöhe mit der SonntagsZeitung, was die Auflagenhöhe angeht, liegen möchte und kein Totschlagsargument für den Handel frei Haus liefern will, weshalb Unternehmer in der Vergangenheit bisher keine Anzeige in der Oldenburger Allgemeinen aufgegeben haben.

Klar ist ebenfalls, was auch kein Geheimnis ist, dass die Oldenburger Allgemeine, bei jeder Ausgabe einen fünfstelligen Betrag dazupackt.

Ein Haufen Kohle, der von Zeit zu Zeit von den Anteilseignern ausgeglichen werden muss, je nach dem, wie hoch er/sie prozentual an der Oldenburger Allgemeinen beteiligt ist.

Auch wenn man von Seiten der Oldenburger Allgemeinen beteuert, dass es von Ausgabe zu Ausgabe umsatzmäßig besser wird und man voll in den Planzahlen liegt, bleiben doch berechtigte Zweifel.

Denn die jetzige Ausgabe beträgt zum Beispiel lediglich 12 Seiten! Viel zu wenig, um auch nur annähernd die Kosten auszugleichen.

Woran liegt es?

Seit dem Erscheinen der Oldenburger Allgemeinen hat ein erbarmungsloser Preiskrieg im Anzeigenbereich eingesetzt.

War es früher, wo die NWZ noch ihr Monopol hatte, eine echte Ausnahme, Anzeigen für den Millimeterpreis von einen Euro zu erhalten, wandern heute bereits Anzeigen über den Ladentisch von 30 bis 40 Cent je Millimeter Anzeigengröße.

Erst jetzt erkennt man das wahre Ausmaß, wie nach meiner Meinung die NWZ, auf Grund ihrer rechtswidrig erlangten Monopolstellung, ihre Anzeigenkunden ausgenommen hat.

Damit die Oldenburger Allgemeine in unserer Region keinen Fuß an den Boden bekommt, sind nach meinem bisherigen Kenntnisstand über Nacht auf einmal Anzeigenpreise bei der NWZ und dem Hunte Report möglich, da kann man sich als Anzeigenkunde verwundert nur noch die Augen reiben.

Die jetzige Preisgestaltung bei der NWZ ist für mich klar: Verdrängung des lästigen Mitbewerbers um jeden Preis!

Klar ist jedoch auch, wenn der Mitbewerber, die Oldenburger Allgemeine, wieder vom Markt gedrängt wird, durch mangelnde Unterstützung des Handels, dass die Anzeigenpreise dann auch wieder ganz schnell drastisch bei der NWZ ansteigen werden.

Insofern sollten sich die Unternehmer, die sich zurzeit über niedrige Anzeigenpreise der NWZ erfreuen, nicht zu früh die Hände reiben.

Das heute niedrige Preise im Anzeigengeschäft möglich sind, ist dem Wettbewerb zu verdanken, für den die Oldenburger Allgemeine der ausschlaggebende Punkt ist.

Ohne Oldenburger Allgemeine kein Wettbewerb und ohne Wettbewerb keine niedrigen Anzeigenpreise! Eigentlich eine ganz simple Gleichung, die jeder Unternehmer verstehen sollte!

Daher müsste jeder Unternehmer, der heute noch seine Anzeige bei der NWZ schaltet, sich folgende Frage stellen: "Wenn heute solche Anzeigenpreise möglich sind, wie viel Anzeigenkosten hat mir die NWZ in der Vergangenheit zuviel berechnet und wieso hat mich die NWZ so über den Tisch gezogen, wie ich meine?"

Ganz so einfach ist es jedoch nicht, weshalb die Oldenburger Allgemeine nicht zum Zug kommt!

Klar ist, dass die Oldenburger Allgemeine es bisher nicht geschafft hat, die so genannten "A-Kunden" unter den Anzeigenkunden, wie Telepoint, Famila, Media-Markt, etc., in ihr Boot zu bekommen.

Selbst Saturn, die zurzeit von einer Zeitung zur anderen springt, konnte bisher nicht fest als Kunde für die Oldenburger Allgemeine gewonnen werden.

Woran liegt es?

Eindeutig fehlt es der Oldenburger Allgemeinen an einem qualifizierten Anzeigenverkäufer, der bis in die Chefetage der Top Anzeigenkunden über die nötigen Kontakte verfügt und der überhaupt in der Lage ist, entsprechende Abschlüsse zu realisieren.

So einer war unter anderem Herr Andreas Lausch.

Wir erinnern uns, dass Herr Lauch fast 10 Jahre in verantwortlicher Position beim Hunte Report saß und zu allen Anzeigenkunden mit Rang und Namen in unserer Region über entsprechende Kontakte verfügt.

Es hat entsprechende Kontakte über eine Zusammenarbeit zwischen Herrn Lausch und der Oldenburger Allgemeinen gegeben.

Sie sind gescheitert, weil man sich unter anderem finanziell und die Art des Beschäftigungsverhältnisses nicht einigen konnte.

Hinzu kam, dass Herr Lausch, der im Übrigen gerne in Oldenburg geblieben wäre, einen gut dotierten Vertrag bereits vom Bauer Verlag in der Tasche hatte. Insofern war klar, was man Herrn Lausch auch gar nicht verdenken kann, wenn man seine Position genau betrachtet, dass Herr Lausch sich nicht im Falle eines Arbeitsvertrages mit der Oldenburger Allgemeinen Konditionell verschlechtern wollte.

Sei es, wie es ist: Herr Lausch war auf jeden Fall, nach unserem bisherigen Kenntnisstand, für die Oldenburger Allgemeine zu teuer.

Okay! Das kann man durchaus aus der Sicht der Oldenburger Allgemeine nachvollziehen und akzeptieren.

Nur wie löst man nun das Problem im Anzeigenverkauf?

Aus meiner Sicht ist es gar kein Problem. Denn mit Herrn Willers hat man doch einen Top Mann mit entsprechenden Referenzen, dem doch eigentlich jede Tür in den Chefetagen der namhaften Anzeigenfirmen geöffnet werden müsste. Wo ist das Problem?

Der Mann kostet nichts und kennt das Geschäft auf Grund seiner langjährigen Erfahrung, wie kein anderer.

Mit 40 Prozent Eigenanteil an der Oldenburger Allgemeinen dürfte Herr Willers auch noch das notwendige Eigeninteresse mitbringen, um Erfolgreich zu Abschlüssen zu gelangen.

Auf jeden Fall steht fest, mit den jetzigen Anzeigenberatern die zurzeit für die Oldenburger Allgemeine unterwegs sind, die durchaus einen ordentliche Arbeit abliefern, aber nicht das nötige Know-how mitbringen, wird man die Topkunden im Anzeigengeschäft nicht gewinnen können. Da muss Herr Willers aus meiner Sicht schon selber ran! Wieso ist das nicht schon längst passiert?

Wieso sind derartige Gespräche mit Großkunden nicht schon im letzten Jahr im September passiert, wo feststand, dass die Oldenburger Allgemeine erscheinen wird und die großen Anzeigenkunden mitten in der Planung waren, mit welcher Zeitung sie im Jahr 2009 werben wollen?

Jetzt ist das Werbebudget bei den großen Anzeigenpartnern für das Jahr 2009 weitestgehend verplant. Wie konnte so ein kapitaler Fehler der Oldenburger Allgemeinen unterlaufen, in deren Geschäftsführung alte Hasen aus der Medienbranche sitzen?

Aber da passt noch einiges nicht zusammen, worüber Kenner der Branche sich die Nase rümpfen.

Folgendes Gerücht macht zurzeit in der Branche die Runde:

Fakt ist, dass Herr Willers Geschäftsanteile der Oldenburger Allgemeinen auf dem freien Markt angeboten hat. Ebenso Fakt ist, dass diese Geschäftsanteile 20 Prozent betragen, die zurzeit auf dem freien Markt angeboten werden und weitere 15 Prozent an Geschäftsanteilen in einem Depot bei einem Rechtsanwalt "geparkt" werden. Marktwert insgesamt 350.000,00 Euro. Dafür gibt es mehrere Quellen.

Einseitig wurde bisher behauptet, dass Herr Willers seine eigenen Geschäftsanteile angeboten haben soll und nicht die 35 Prozent an Geschäftsanteile, die bei einem Rechtsanwalt hinterlegt wurden. Dies wird von Seiten der Oldenburger Allgemeinen vehement bestritten.

Sollte an dieser bisher einseitigen Darstellung tatsächlich etwas dran sein, wäre dies der Einstieg in den Ausstieg und das gleichzeitige Ende der Oldenburger Allgemeinen.

Die Frage stellt sich nun, wem hat Herr Willers die 20 Prozent angeboten?

Nach unseren bisherigen Informationen, sollen die Geschäftsanteile dem Geschäftsführer Peter Führing vom Weser Report angeboten worden sein.

Wissen muss man nun wiederum, dass Herr Peter Führing gute private Kontakte zu Herrn Siedenbiedel unterhalten soll, der bekanntlich Geschäftsführer der NWZ ist!

Weiter muss man wissen, dass der Weser Report einen Verleger hat, der den Namen Klaus Peter Schulenberg hat.

Klaus Peter Schulenberg wiederum, war Gründer des Hunte Reports hier vor Ort in Oldenburg. Vor gut zehn Jahren hat Herr Schulenberg den Hunte Report für mehrere Millionen D-Mark an die NWZ verkauft.

Nun muss man sich das alles einmal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen, wenn dieses Gerücht der Wahrheit entspricht:

Da soll Herr Willers - ob seine Geschäftsanteile oder die beim Rechtsanwalt geparkten Geschäftsanteile lassen wir einmal außen vor - dem Weser Report 20 Prozent Geschäftsanteile der Oldenburger Allgemeinen angeboten haben, dessen Geschäftsführer beste Kontakte zur NWZ unterhält und dessen Verleger vor gut einem Jahrzehnt einen Millionendeal mit der NWZ über die Bühne gezogen haben und dies auch noch nach meinem Kenntnisstand rechtswidrig am Bundeskartellamt vorbei (!).

Nur der Form halber möchte ich erwähnen, dass die Oldenburger Allgemeine eigentlich (!) in Konkurrenz zur NWZ steht bzw. stehen sollte!

Merkwürdig ist auch, dass lt. Oldenburger Allgemeine 35 Prozent an Geschäftsanteilen zum freien Verkauf stehen sollen.

Denn wenn Herr Willers bereits 40 Prozent Geschäftsanteile an der Oldenburger Allgemeinen hat und Frau Hülsebusch als Geschäftsführerin weitere 10 Prozent an Geschäftsanteilen besitzt, sowie die 35 Prozent an geparkten Geschäftsanteile beim Rechtsanwalt, ergibt dies rein rechnerisch bereits 105 Prozent (!), wenn man die 20 Prozent an Geschäftsanteilen vom Gesellschafter Ashampoo hinzuzählt. Vergessen wir an dieser Stelle nicht noch Herrn Gerhard vom Gerhard Verlag und Herrn Frank Lachmann vom mail-express, die nach meinem Kenntnisstand ebenfalls weitere Geschäftsanteile an der Oldenburger Allgemeinen besitzen sollen.

Wie geht das?

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, weise ich der Form halber darauf hin, dass ich froh bin, dass wir endlich mit der Oldenburger Allgemeinen eine Alternative zur NWZ haben.

Nur sollte der Handel durch ein Versagen von zusätzlicher Unterstützung in Form von Anzeigen gegenüber der Oldenburger Allgemeinen diese einmalige Chance nicht leichtfertig verspielen.

Scheitert die Oldenburger Allgemeine ist auch der Handel über Jahrzehnte in unserer Region gescheitert und wird in Zukunft wieder horrende Anzeigenpreise an die NWZ zahlen müssen, wie ich es schon heute voraussagen werde, ohne die berühmte Glaskugel der Weisheit zu besitzen!

An die Verantwortlichen der Oldenburger Allgemeinen sei an dieser Stelle gesagt, dass eine nötige Klärung der hier beschriebenen Umstände unabdingbar ist, um bestehende Anzeigenkunden der Oldenburger Allgemeinen, sowie wechselwillige Anzeigenkunden nicht weiter zu verunsichern.

Ihr

- Uwe Brandhorst -



 

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