Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

aktualisiert am:

07.08.2011

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 06.08.2011
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Es gibt Headlines in den Printmedien die gibt es gar nicht, …. zumindest sollte es sie nicht geben.

Aber es gibt sie eben doch, diese berühmt berüchtigten Überschriften in den Tageszeitungen, wo man beim Lesen dieser Überschriftenaufmacher auf der Titelseite zusammenzuckt, als wenn man von einer Tarantel gestochen wurde.

Es sind diese Headlines auf der Titelseite einer Zeitung die einem verraten, dass das Niveau dieser Zeitung und dessen verantwortliche Redakteure von den Lesern doch wohl nicht allzu hoch angesetzt werden sollte.

Zugegeben eine dumme Überschrift in einer Zeitung kann jedem Redakteur einmal unterlaufen und sollte nicht der Anlass sein, gleich das Niveau einer Zeitung in den Keller zu ziehen.

Aber wenn man ohnehin von seiner Tageszeitung mit tagtäglichen Dummheiten am morgendlichen Frühstückstisch überzogen wird, ja dann, liebe Leser, kann man in unseren Augen schon die notwendigen Rückschlüsse auf die "geistige Größe" der verantwortlichen Chefredaktion ziehen, was da so jeden Morgen an bedruckten "Fastfood Nachrichten" auf den Frühstückstisch landet.

Ein absoluter "Könner" von der ungehinderten Verbreitung "geistigen Nachrichtenmülls" scheint in unseren Augen die NWZ zu sein mit ihrem "Vorzeige Chefredakteur" Rolf Seelheim, der es einmal mehr fertig brachte eine Überschrift auf der Titelseite abzudrucken, dessen inhaltliche Aussage dieser Headline den geistigen Niedergang des Journalismus in unserer Region besser hätte nicht beschreiben können.

Eingefleischte Kenner dieser Tageszeitung überrascht es schon lange nicht mehr, wenn die eine oder andere Story in der NWZ nicht so ganz der Wahrheit entspricht, man von Seiten der Redaktion zwar darüber erfährt, wo Hundekotbehälter auf den Wardenburger Deichen an der Hunte aufgestellt wurden, aber über einen drohenden Einsturz eines Daches einer Wardenburger Schwimmhalle nicht informiert wird, wer die verantwortlichen Politiker und Gemeindebediensteten für diesen Skandal waren, oder wenn Kommentierungen über fehlende Moral und Anstand gegenüber Dritten öffentlich von der NWZ Chefredaktion beklagt wird, man aber gleichzeitig im eigenen Unternehmen, zumindest nachweislich einen Mitarbeiter beschäftigt, der monatlich zwischen 350 und 400 Stunden für unter 4,oo Euro Netto sein Dasein im täglichen Arbeitsleben als NWZ Mitarbeiter fristet!

In diesem Zusammenhang, am Rande bemerkt, passt es auch, wie es nun in der NWZ in einem klitzekleinen Artikel bemerkt wurde, dass die NWZ - Verlagsgesellschaft und die NWZ - Servicegesellschaft sich am 29.7.2011 von der Flächentarifbindung gelöst hat und in eine sogenannte OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) im Arbeitgeberverband eingegangen ist.

Als Grund gab die Geschäftsführung der NWZ an, dass sich die Tarifparteien in den laufenden Verhandlungen bislang nicht auf geringere Einstiegseinkommen für neue Mitarbeiter einigen konnten.

Na, also! Geht doch! Gleiche Arbeit für alle, aber niedrigere Bezahlung für Neueinsteiger bei der NWZ!

"4,00 Euro Stundenlohn sind auch recht happig, Frau Gräfin Gisela von Bothmer, wie wir meinen!"

Moral und Anstand gilt für alle!

Nur für die NWZ Häuptlinge und die adelige Gräfin nicht!

Aber kommen wir zurück zum heutigen Thema!

Wie bereits gesagt: Kenner der NWZ erwarten schon lange nicht mehr, dass die NWZ mit ihren "Fastfood Nachrichten" in den geistigen Olymp des Nachrichtenjournalismus, wie es der Spiegel, die Zeit, die Financial Times, etc. seit Jahren zelebrieren, aufsteigt, aber zumindest hoffen darf man doch noch!?

Obwohl derartige journalistische Tiefstschläge, wie sie die NWZ Chefredaktion Woche für Woche uns frei Haus liefert, natürlich gegen entsprechender Bezahlung (!), schon das Nervenkostüm eines jeden Einzelnen Lesers der NWZ reichlich strapaziert, der es bisher geschafft hat, durch eine derartig niveaulose Berichterstattung der NWZ noch nicht ganz geistig verblödet worden zu sein.

Und deshalb sind wir zumindest auch ein wenig froh, wenn zumindest uns es noch auffällt, womit wir erfolgreich den Beweis antreten noch nicht zur Garde der NWZ Leser zu gehören, die auf Grund wenig geistreicher Veröffentlichungen in der NWZ Tageszeitung inzwischen noch nicht so verblödet sind, dass einem diese Dämlichkeit auf der Titelseite der NWZ Tageszeitung gar nicht mehr auffällt, obwohl man davon ausgehen muss, dass jeder NWZ Leser diese besagte Headline auf der Titelseite der NWZ gelesen haben müsste!

Wir wollen unsere Leser aber jetzt nicht länger auf die Folter spannen, um was für eine sagenumwobene Überschrift es sich bei der NWZ handelte, die die Gesamtausgabe auf ihrer Titelseite am 30.07.2011 zierte:

"Gute Nachricht für unterwegs - NWZ wird mobil!

Ab sofort ist die NWZ auf neuen Kanälen auch elektronisch verfügbar: Alle Lokalausgaben können am iPad gelesen werden.

Absolut Klasse, Herr NWZ Chefredakteur Rolf Seelheim!

Danke für diesen Hinweis, dass die NWZ ab sofort "mobil" ist.

Wussten zwar bisher nicht, dass die NWZ vorher nicht "mobil" war, aber trotzdem schönen Dank!

Es war aber auch wirklich für alle Abonnenten der NWZ ein echtes Handicap die in Stein gehauenen Nachrichten vom Briefkasten, teilweise sogar tonnenschwer (!), auf den Frühstückstisch zu hieven, der im Übrigen bei jedem NWZ Abonnenten aus einer 10 cm starken Stahlträgerplatte besteht und an dessen Tischecken Doppel T Träger (HEA Breitflansche) als Füße angeschweißt wurden, dessen Trag- und Belastungsfähigkeit sogar das Volumen von zwei NWZ Tageszeitungen mühelos standhalten sollen, wie man uns von fachkundiger Seite glaubhaft bestätigte.

Vorbei die Zeiten, wo mit einer Seilwinde von der Zimmerdecke die NWZ Steinseiten mit Karabinerhacken durch reine Muskelkraft umgeblättert werden mussten.

Allein das Drama der Samstagsausgabe, die für sich gesehen schon so schwer war, dass man die in Stein gemeißelte NWZ Ausgabe extra (!) mit einem Kranwagen von Westerburg über das geöffnete Velux Dachfenster eines Hauses von jedem NWZ Abonnenten direkt runter ins Erdgeschoss abseilen musste, um sie dort mit einem elektrischen Hubwagen mit hydraulisch bewegbarer Hebebühne auf die Stahlträgertischplatte zu hieven, mit den 4 Dopple T Trägern (HEA Breitflansche) an den Tischecken, war Woche für Woche eine Tortur!

Erinnern wir uns, wie schwer es war, die ungelesene NWZ in Stein gemeißelt so zu falten, dass man sie zumindest einigermaßen bequem unter den Arm eingeklemmt zur Arbeit mitschleppen konnte, weil beide Hände blockiert waren mit einer Aktentasche in der einen Hand und einen Kaffeebecher in der anderen Hand, dessen Inhalt man einmal mehr durch Verschlafen nicht rechtzeitig leeren konnte, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.

Der NWZ Geschäftsleitung sei Dank, dass die NWZ nun endlich "mobil" wurde und die Zeiten der Vergangenheit angehören, wo tonnenschwere NWZ Tageszeitungsausgaben mühevoll auf den Frühstückstisch gehievt werden mussten oder unter qualvollen Mühen gefaltet, als kleiner Steinklotz, zur Arbeit mitgeschleppt wurden.

Wenn diese NWZ Geschäftsleitung um Gathmann, Siedenbiedel, Köser, Korte & Co. auch sonst nichts nennenswerte zustande gebracht haben, außer die Anzeigenabonnenten abzuzocken bei ihren Werbe-, Todes- und Glückwunschanzeigen, so sei ihnen in diesem besonderen Einzelfall ein gebührlich Beifall von allen NWZ Abonnenten in allen Ehren bei passender Gelegenheit schon heute sicher.

Die NWZ ist ab dem 30.07.2011 endlich "mobil"!

Endlich! Ein Wunder ist geschehen!

Ob dieses allerdings eine "gute Nachricht" ist, wie es uns die Titelseite der NWZ vom 30.07.2011 offerierte, ist doch zumindest in unserer Augen recht zweifelhaft!

Denn ob ich die Standorte aufgestellter Hundekotbehälter entlang des Wardenburger Huntedeichs "mobil" über das iPad lese oder wie bisher in die in Stein gehauene NWZ Tagesausgabe zuhause auf meiner 10 cm starken Stahlträgertischplatte mit Breitflansch Doppel T Träger an den Tischecken ist uns im Grunde genommen genau so egal, wie die Information, ob der Liebesakt zweier Mistkäfer 2 Minuten und 36 Sekunden dauert oder unter Umständen auch länger bzw. kürzer!

Im Übrigen scheinen den Wert der Informationen aus der NWZ ganz offensichtlich viele ehemalige Abonnenten in den vergangenen Jahren ohnehin nicht mehr als so notwendig anzusehen.

Denn, wenn man bedenkt, dass vom 2.01.2006 bis 2010 die NWZ Abonnentenzahl von ehemals 132.400 um 10.900 auf 121.500 Abos (Minus 8,2 Prozent) gefallen ist, und dies trotz steigender Haushalte (!), dürfte die NWZ innerhalb ihres Einzugsgebietes bei vielen potenziellen Zeitungslesern keinen so gewaltigen Anklang finden, wie es die NWZ Chefetage so gerne über ihre Anzeigenverkäufer nach außen hin darstellt.

Tja, das Leben ist so schwer!

Aber in Zukunft wird das Leben für alle NWZ Leser um ein vielfaches leichter, da Dank neuer elektronischer Kanäle die NWZ nun auch endlich "mobil" geworden ist und das Steinzeitalter, zumindest in dieser Hinsicht (!), endgültig für immer verlassen wurde.

Willkommen, NWZ Chefetage, im Neuzeitalter der Satellitentechnik.

Vielleicht klappt dieser Zeitsprung bzw. Quantensprung ja demnächst auch mit ihrer Berichterstattung!

Allerdings erfordert diese revolutionäre Erneuerung eine komplette Auswechslung des Personals in der Chefetage der Geschäftsführung um Gathmann, Siedenbiedel & Co., sowie der Chefredaktion um Seelheim, Exner, Reichenbachs & Co.!

"Dann klappt es auch endlich mit einer adäquaten Zeitung die den Ansprüchen einer verbleibenden Intelligenz in ihrem Einzugsbereich genügt!"

Euer

Uwe Brandhorst

P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.

Zitat Napoleon der I. sagte einmal:
" Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. "