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Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen. George Orwell engl. Schriftsteller |
Auf ein Wort liebe Wardenburger |
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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 03.07.2010 Auf ein Wort liebe Wardenburger! Es ist angerichtet, liebe Leser! Die "Wildsau- und Gurkentruppe" baten am Mittwoch, den 30.06.2010 zu Tisch in einer Berliner Imbissbude! Auf der Menükarte: Bundespräsidentenwahlsalat in drei Gängen! Was da dem Bürger über 9 Stunden serviert wurde war vom Anfang bis zum Ende ungenießbar und einfach nur noch zum abgewöhnen! Kommen wir zur Sache! Trotz einer konvertiblen Mehrheit von 21 Stimmen, brauchte die Wunschkoalition von CDU/CSU/FDP alle drei Wahlgänge, um ihren Traumprinzen hoch zu Ross durchs Ziel zu bringen. Vergessen wir nicht, den vorangegangenen paukenschlagähnlichen Abgang des einstigen Bundespräsidenten Horst Köhler, dessen Geburtsstunde zu Zeiten der Großen Koalition das erste gemeinsame Meisterstück von Guido, Angela und Horst sein sollte mit der wohlklingenden Ankündigung, in weiser Voraussicht (!), dass noch viele dieser "guten Taten" für das deutsche Volk folgen sollten, sofern die Wähler ihnen bei der kommenden Bundestagswahl im September 2009 zur Mehrheit verhelfen sollten. Und der Wähler gehorchte und glaubte diesen Scharlatanen, die seit nun fast einem Jahr versuchen sich zu "finden", wie man es so vorzüglich im politischen Sprachgebrauch von allen Politkern zu hören bekommt. Deutschland steckt in der größten Weltwirtschaftskrise, 8 Billionen Haushaltsschulden, der Euro ist nur noch ein Schatten seiner selbst, Politiker schicken Milliarden nach Griechenland und geben in der EU Milliardenbürgschaften in astronomischen Höhen dessen Größenordnung Züge annimmt, wie zu Zeiten, als Deutschland 1923 - 1925 mitten in der größten Inflation steckte. In dieser schwersten Zeit wird dieses Land geführt von Guido, Horst und Angela die noch nicht einmal in der Lage sind, einen Bundespräsidenten im ersten Wahlgang durchzubekommen und dies trotz konvertibler Stimmenmehrheit (!). Man sollte über soviel Erbärmlichkeit auf einen Haufen nicht einen einzigen Gedanken mehr verschwenden, weil einem sonst, sofern man von den hiesigen Medien noch nicht ganz verblödet wurde, Angst und Bange werden müsste, wenn man sich diese "Helden" vor Augen hält, die nach ihrer eigenen Beschreibung nach rund 10 Monaten sich noch immer auf der Suche des "gemeinsamen Findens" befinden. Nach Köhlers Abgang, dessen Auszug aus dem Schloss Bellevue den "Herrschenden" Horst, Guido und Angela nicht ganz Ungelegen kam, weil Herr Köhler in der Vergangenheit doch zu sehr seinen Geburtshelfern zu oft in die Suppe gespuckt hatte, kam die "Pleiten-, Pech- und Pannennominierung" um Ursula von der Leyen, die tagelang als sichere Bundestagskandidatin durch die Medien geisterte und es bekanntlich dann doch nicht wurde. Die einstige Hoffnungsträgerin der CDU wurde auf elegante Art und Weise öffentlich zu einem kleinen Dummchen zurück ins Glied degradiert! Aus dem Hut zauberten Guido, Hort und Angela Onkel Christian aus Niedersachsen der in der Vergangenheit am meisten dadurch auffiel, dass er gar nicht auffiel, weil er so eine kantige und zugleich fordernde Art an sich hat, wie eine Billardkugel, die sich nach jedem Stoß durch den Billardqueue mit aller Kraft vehement entgegensetzt und trotzdem dort hinrollt, wohin ihn der Billardspieler hin haben möchte. Diese Nominierung des Wohlfühlkuschelpolitiker Christian Wulff zum Bundespräsidentenkandidaten von CDU/CSU/FDP versetzte nicht nur Politiker aus den eigenen Reihen, sondern auch innerhalb der Bevölkerung ins Erstaunen, weil der SPD/Grüne Gegenkandidat zu Christian Wulff, Joachim Gauck, 1999 innerhalb der CSU auch schon einmal als Bundespräsidentenkandidat für die CDU/CSU gehandelt wurde und viele sich nun fragten: Wieso hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht Joachim Gauck zu ihrem Kandidaten gemacht, der sehr gut zum bürgerlichen Lager gepasst hätte und obendrein die SPD und die Grünen in arge Schwierigkeiten gebracht hätte, diesen, nicht nur in der Öffentlichkeit durchaus beliebten Bürgerrechtler, als zukünftigen Bundespräsidenten abzulehnen. Insofern kann man selbst die Nominierung des Bundespräsidentenkandidaten
Christian Wulff von CDU/CSU/FDP als Pleite ansehen, im Hinblick einer
nicht Nominierung von Joachim Gauck zum Bundespräsidentenkandidaten
von CDU/CSU/FDP, sowohl aus strategischer Sicht, wie auch aus Sympathiegründen
die Herr Gauck selbst innerhalb der CDU/CSU/FDP Bundesregierung sehr wohl
hatte, die 44 Abweichler lassen an dieser Stelle schön grüßen,
wie auch bei der Bevölkerung, wo Herr Gauck bei den Umfragewerten
weit vor Christian Wulff lag. Prägende Bilder die in den Köpfen aller Betrachter noch lange in Erinnerung bleiben werden, besonders dann, wenn man den "gequälten", zuletzt doch noch gewählten Bundespräsidenten, Christian Wulff, wieder begegnet, als Bild in Zeitschriften, auf Plakaten oder ganz einfach als Person im Fernseher, daneben sitzend eine Bundeskanzlerin, Angela Merkel, mit runter gezogenen Mundwinkeln, bei der Verkündung der Stimmergebnisse nach dem ersten Wahldurchgang zur Bundespräsidentenwahl in der Bundesversammlung neben ihrem Traumprinzen Christian Wulff. Wenn Wolfgang Bosbach (CDU) in Interviews meint, dass in zwei bis drei Wochen keiner mehr über diese "Pleiten-, Pech- und Pannenwahl" mehr reden würde, sondern sich alle über die gute Arbeit des zukünftigen Bundespräsidenten Christian Wulff erfreuen werden, vergisst er die verbleiben Narben innerhalb der Regierungskoalition im Hinblick auf die bleibende Frage, wer wohl die Abweichler waren und die prägenden Bilder auf den Fernsehbildschirmen während der drei Wahlgänge bei der Bundespräsidentenwahl. Eine zermürbende, zeitlich sich fast endlos dahin ziehende über aus peinliche Tortur für alle aus dem CDU/CSU/FDP Lager, wo Minuten zu Stunden wurden und man schon fast als Fernsehzuschauer Mitleid für diese Prügelknaben bekam, in der Hoffnung, dass dieses Drama doch nun endlich ein Ende finden sollte, egal über den Ausgang. Es sollte bloß nur noch aufhören! Das einstige "Dream-Team", zusammengefaltet von den eigenen Anhängern (!) in handgerechte Verpackungsgröße, jederzeit bereit, um in die grüne Papiertonne überführt zu werden und um dort hoffentlich nicht für die Nachwelt recycelt zu werden, um bei einer möglichen Wiedergeburt, zum Beispiel als nützliche Tetraverpackung, auch noch bei dieser durchaus nützlichen Erfindung für die Menschheit nachträglich ihre negativen Einflüsse auf dieses sinnvolle Produkt geltend machen zu können. Wie titelte es eine bekannte Zeitschrift noch so schön vor einigen Wochen: Aufhören! Aufhören! Aufhören! Wie der FDP Vorsitzende, Guido Westerwelle, dann auch noch vor laufenden Kameras die Abweichler ausschließlich im CDU/CSU Lager sah, mit der Begründung, dass die FDP "geschlossen" hinter Christian Wulff gestanden haben, ist bemerkenswert. Denn zum einen kann man wohl kaum von "Geschlossenheit" reden, wenn sich bereits 4 FDP Wahlmänner öffentlich im Vorfeld zur Bundespräsidentenwahl dazu bekannten nicht Christian Wulff zu wählen, sondern Joachim Gauck und zum anderen war es ja wohl eine geheime Wahl, wo letzt endlich keiner wusste - auch Guido Westerwelle nicht (!) - wo seine FDP Wahlberechtigten in der Wahlkabine ihr Kreuzchen gemacht hatten! Und nun noch ein Wort zu den Linken und ihrem Vorsitzenden Gregor Gysi. Da hat diese SED Nachfolgepartei mit ihrem Mauerschussbefehl schon einmal die Chance entscheidend in die Politik einzugreifen und im Sinne der Mehrheit des Volkes das richtige zu tun und was machen diese "Altkommunisten" mit ihren über hundert "Mauer Toten"? Sie vermasselten alles, was man auch nur vermasseln konnte! Die Linken hätten Geschichte geschrieben, wenn Sie sich im ersten Wahlgang für Herrn Gauck entschieden hätten und hätten die CDU/CSU/FDP Bundesregierung in die tiefste Krise gestürzt, seit der Kohl Spendenaffäre! Und was machen diese Linken? Sie patzen, weil die SPD/Grünen nicht mit ihnen im Vorfeld telefoniert hatten, um ein gemeinsames Vorgehen bei der Bundespräsidentenwahl abzusprechen! Man glaubt es ja nicht! Ein fehlendes Telefonat (!?) ist ausschlaggebend dafür, dass die "Roten Socken", so schizophren es klingt, einen CDU/CSU/FDP Bundespräsidentenkandidat zum Bundespräsidenten wählten und eine folgenschwere Regierungskrise verhinderten. "Herr Gysi, dafür klopfen Sie sich und ihren übrigen Mitstreitern einmal ganz kräftig auf die Schultern, für soviel Dämlichkeit auf einen Haufen!" Dies war in der Tat ein geschlossenes Auftreten einer Linkspartei ab in den Abgrund. Was bleibt ist ein Trümmerhaufen einer Regierungskoalition die noch nicht einmal eine popelige Bundespräsidentenwahl geräuschlos über die Bühne bekommen, eine Linkspartei die auf ein Telefonat wartet und ein gewählter Bundespräsident, dem die drei Wahlgänge in die Stirn gemeißelt wurden. Und während der Vereidigung des neuen Bundespräsidenten Christian Wulff und seiner anschließenden Antrittsrede flimmerte auf n-tv in einem Laufband am unteren Bildschirmrand, dass die Beiträge zur Krankenversicherung laut einem Regierungskoalitionsbeschluss von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent angehoben werden sollen. Wenn man meint, es kann nicht mehr schlimmer kommen, dann kommt es in der Regel noch dicker, als man es sich überhaupt nicht hätte vorstellen können. Wir gratulieren Herrn Christian Wulff zur Wahl zum Bundespräsidenten und hoffen, dass er mehr Fortune für die Zukunft hat, als es sie von der Nominierung bis zur Wahl bisher hatte. In Richtung der "Wildsau- und Gurkentruppe" können wir nur noch anmerken, dass wir restlos satt sind von ihrer bisherigen Politik und für die zehn Monate Imbissbudenfraß obendrein auch noch reichlich bedient wurden. Das schlimme ist jedoch, liebe Leser, dass dieses Land besseres verdient hat, aber wer verrät uns, woher das bessere kommen soll? Von Gysi, dem Telefonjunkie, kommt es auf jeden Fall nicht!
Uwe Brandhorst P.S.: Sämtlichen Äußerungen,
Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind
persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
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