Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell engl. Schriftsteller

Auf ein Wort

liebe Wardenburger

aktualisiert am:

24.07.2010

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Uwe Brandhorst Wardenburg, den 25.07.2010
Hardenbergstr. 5
26203 Wardenburg
Tel. 04407/6369
Fax 04407/8459

Auf ein Wort liebe Wardenburger!

Ein Maskottchen ist bekanntlich ein kleiner lustiger Glücksbringender Talisman.

Sehen in der Regel meistens ganz niedlich aus, aber im realen harten Wirtschaftsleben werden solche Maskottchen eher belächelt und als "Kinderkram" abgetan.

Dennoch muss man sich immer wieder wundern, wie viele hart gesottene Kerle bzw. Wirtschaftsunternehmen auf solche Glücksbringer setzen und meinen, damit das Glück zu einer manipulierbaren Ware machen zu können, was dann schon abdriftet in den Bereich des mystisch überirdischen.

Vielfach werden solche Maskottchen in der Werbung eingesetzt, um als Sympathieträger für ein Wirtschaftsunternehmen in der breiten Öffentlichkeit zu werben.

Dies macht durchaus Sinn für ein Wirtschaftsunternehmen, weil so ein Glücksbringender Talisman zu einer Identifikationsfigur für den Verbraucher wird, der dieses Maskottchen durch die Werbung mit einem ganz bestimmten Produkt eines Unternehmens in Verbindung setzt und dadurch in eine positive Stimmung versetzt wird, wodurch letztendlich die Bereitschaft zum Kauf des Produktes beim Endverbraucher ausgelöst wird bzw. werden könnte.

So zumindest sieht die Theorie der Werbestrategen aus, die auf solche possierlichen Maskottchen als Sympathieträger für ein Wirtschaftsunternehmen setzen.

Natürlichen erzählen wir unseren Lesern nicht etwas über ein Glücksbringenden Talisman oder Maskottchen, die im Bereich des mystisch überirdischen das Glück beeinflussen sollen, wenn damit nicht in irgendeiner Form die NWZ etwas zu tun hätte.

Denn auch die NWZ hat erkannt, dass man mit so einem lustigen Maskottchen positive Stimmung in die breite Öffentlichkeit für das eigene Unternehmen problemlos exportieren kann.

In eine eigens dafür angelegten Webekampagne stellte man dieses "NWZ Maskottchen" der breiten Öffentlichkeit vor und forderte die Leser der NWZ dazu auf, diesem Talisman einen Namen zu geben.

Mehr als 300 Leser nahmen an dieser Aktion teil und über 250 Namensvorschläge gingen bei der Redaktion ein, wobei sich neun Gewinner über einen Scheck in Höhe von 200,00 Euro freuen konnten.

Denn gleich neun "Taufpaten" gaben den neuen "NWZ - Botschafter" den gleichen Namen "NWZetti".

Dieser neue "NWZ - Botschafter" "NWZetti", so war es in der NWZ bei seiner Vorstellung in der breiten Öffentlichkeit am 25.06.2010 zu lesen, " (…) wird den NWZ Lesern künftig in den verschiedensten Lebenslagen erklärend zur Seite stehen - egal, ob bei Aktionen oder in der NWZ. Dabei wird sich der "NWZetti" standesgemäß im passenden Gewand zeigen. Ob als Fußball-Fan, wie während der Weltmeisterschaft in Südafrika, als Urlauber in der Sommerferien-Zeit oder als interessierter Zeitungsleser - so, wie ihn seine Namensgeber auch sehn (…) "NWZetti" ist als Fan für jeden Spaß zu haben (…)".

Was für ein toller Typ dieser "NWZetti" haben wir uns sofort gedacht.

Der ist für jeden Spaß zu haben.

Klasse, wir auch!

Also an den Computer gesetzt und folgendes Schreiben am 08.07.2010 an unseren neuen "NWZ Helden" abgeschickt:

Jeden Tag warteten wir nun gespannt auf den Einsatz des NWZ - Botschafters "NWZetti" in unserer "Lieblingszeitung" NWZ.

Nichts kam! Fehlanzeige!

Also ran ans Fax und am 21.07.2010 angemahnt, wo denn wohl der Einsatz von "NWZetti" bleibt.

Es vergingen wieder weitere drei Tage, aber "NWZetti" meldete sich nicht. Weder bei uns, noch in seiner heiß geliebten NWZ.

Es half nichts, wir wollten eine Antwort. Also ran ans Mobiltelefon und direkt bei der NWZ in der Peterstrasse in Oldenburg angerufen.

Allgemeine Verwirrung in der Telefonzentrale, denn zwar kannte man den NWZ - Botschafter "NWZetti", aber keiner wusste welcher Redakteur hierfür zuständig sei.

Wir landeten bei einer sehr netten Dame in der Anzeigenannahme!

Sie sei hierfür nicht zuständig, aber dass nach so langer Zeit und entsprechender Anmahnung auf Beantwortung unseres Schreibens sich niemand gemeldet hat, pflichtete sie unserer Meinung durchaus wohlwollend zu, dass dies in der Tat keine gute Werbung für die NWZ sei und "NWZetti" bei seinem ersten Einsatz als Sympathieträger bereits jetzt schon auf ganzer Linie versagt hätte.

Mit der Bitte um direkte Zusendung des Schreibens und der entsprechenden Anlagen, wollte sich die gute Dame auf die Suche nach "NWZetti" machen und diesen dazu auffordern sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen.

Es vergingen Stunden und wieder passierte nichts.

Inzwischen machten wir uns ernsthafte Sorgen um unseren heiß geliebten Freund "NWZetti".

War womöglich "NWZetti" verunglückt, gekidnappt oder hat er ganz einfach nur Durchfall und saß wochenlang auf dem Klo, was wiederum niemand im Hause der NWZ bemerkt hatte?

Als pflichtbewusster Mitbürger dieser Gesellschaft hängten wir uns nochmals ans Telefon und riefen in der NWZ Telefonzentrale an: "Wo ist "NWZetti", fragten wir mit sorgenvoller Stirn die nette Telefonisten in der NWZ Zentrale und bebender Stimme, als wenn es um das Leben eines unserer engsten Freunde gehen würde, den wir seit Wochen vermissen würden.

Unsere Besorgnis musste in der Telefonzentrale der NWZ auf Verständnis gestoßen sein, denn man stellte uns - zu unserer eigenen Verwunderung (!) - direkt in das Vorzimmer der NWZ Geschäftsleitung!

Auch diese nette Vorzimmerdame von "Gathmann, Siedenbiedel, Köser & Co." konnte uns keine erklärende Antwort darauf geben, wo "NWZetti" abgeblieben war und weshalb er sich bei uns nicht gemeldet hatte.

Aber, so versicherte die nette Vorzimmerdame der Geschäftleitung mit einer durchaus sympathischen Stimme, sie werde sich auf die Suche machen und "NWZetti" um eine Erklärung bitten, weshalb er sich bisher trotz mehrfacher Bemühungen von unserer Seite bei uns nicht gemeldet hat.

Eine gute halbe Stunde später meldete sich die sympathische Stimme bei uns zurück und verkündete, dass man "vorerst" von Seiten der Geschäftsleitung ein Gespräch in dieser Angelegenheit mit uns ablehnt.

Das überraschte uns eigentlich weiter nicht, weil wir damit von Anfang an gerechnet hatten, aber so ganz leicht sollten die Herrschaften nicht davon kommen und wir fragten nach:

"Wenn die Geschäftsleitung "vorerst" ein Gespräch mit uns ablehnt, wann ist denn "vorerst" vorbei, damit wir ein Gespräch in dieser misslichen Angelegenheit mit der Geschäftsleitung führen können?"

Die sympathische Stimme am anderen Ende der Telefonleitung wurde merklich etwas unruhiger und bemerkte in schon fast schonender Art und Weise uns gegenüber, was ihr offensichtlich reichlich unangenehm war, dass "die Geschäftleitung der NWZ mit uns überhaupt kein Gespräch wünscht. Weder heute noch in Zukunft."

Die Vorzimmerdame der Geschäftsleitung der NWZ bedauerte diesen Zustand, hätte hierfür aber auch keine Erklärung, warum dies so wäre.

Wir beruhigten die sympathische Stimme im Vorzimmer der NWZ Geschäftsleitung und versicherten ihr, dass wir uns durchaus vorstellen können, weshalb "Gathmann, Siedenbiedel, Köser & Co." mit uns nicht sprechen wollen und sie solle sich keine weiteren Sorgen machen.

Wir bedankten uns für ihren Einsatz und bestellten, über die sympathische Stimme des Vorzimmers, der Geschäftsleitung schöne Grüße an "Gathmann, Siedenbiedel, Köser & Co." mit dem Hinweis, dass die NWZ Geschäftsführung unsere Antwort zu ihrem Verhalten wie gewohnt in der kommenden Ausgabe im Internet auf unserer bekannten Web-Seite nachlesen kann.

So ganz verstehen können wir diese Reaktion der NWZ Geschäftsleitung ja nun nicht.

Da haben sie schon einmal die Möglichkeit, durch eine irrtümliche Fehlschaltung in der Telefonzentrale, mit uns direkt in Kontakt zu treten und was machen sie: "Sie verkriechen sich allesamt hinter Ihrer Vorzimmerdame!"

Eine erbärmliche Vorstellung von "Gathmann, Siedenbiedel, Köser & Co.", wie sich jeder Leser vorstellen kann.

Falls Leser meinen, dass eine mögliche Erklärung durchaus seine Berechtigung haben könnte, dass die NWZ Geschäftsführung mit uns nicht in direkten Telefonkontakt treten will, weil wir womöglich in den Augen von "Gathmann, Siedenbiedel, Köser & Co." nicht das Niveau haben, um mit ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren, können wir diese Erklärung nicht gelten lassen.

Umgekehrt wird eher ein Schuh daraus, wie wir meinen!

Denn wer sich in unseren Augen an rechtswidrigen, konkurrierenden Zeitungsaufkäufen beteiligte, die das Bundeskartellrecht verletzten und zu Bußgeldzahlungen von 2,7 Millionen Euro führten, und/oder dies bisher gegenüber seinen Lesern verheimlichte, sowie Anzeigenpreiserhöhungen von 175 % zu verantworten hat, vertritt nach unserer Meinung eher ein Niveau, wo der NWZ - Botschafter "NWZetti" als Überbringer einer derartigen "Aktion" gegenüber seinen Lesern mindestens die standesgemäße Kleidung eines Gauners wählen sollte, wenn nicht sogar eines "Mafioso", wie wir meinen.

Wer sich jedoch im Recht fühlt der sollte zumindest soviel Courage haben und ans Telefon gehen und das sagen, was er zu sagen hat.

Aber ganz offensichtlich haben wir es hier mit einer menschlichen Gattung von "Hasenfüssen" zu tun, die in dunklen Anzügen, gut gebundener Krawatte und erstklassiger Scheitelfrisur geschwollen daher kommen, um die breite Öffentlichkeit mit Nebensächlichkeiten ordentlich einzuseifen, damit niemand erkennt, was sich hinter diesen "grauen Eminenzen" tatsächlich für miese Charaktere verbergen, wie wir finden.

Darüber hinaus kann diese Witzfigur "NWZetti" in unseren Augen nach der Taufe gleich wieder beerdigt werden.

Denn wir haben diesen vermeintlichen NWZ - Botschafter "NWZetti" mit NWZ Mütze getestet, ob er tatsächlich das einhält, was er lauthals angekündigt hat: "Bei Aktionen und in der Zeitung soll er den Lesern erklärend zur Seite stehen."

"NWZetti" stand nicht den Lesern erklärend zur Seite, sondern stand Seite an Seite neben der NWZ Geschäftsleitung und vertrat durch sein Schweigen deren skandalöse Geschäftspolitik, einschließlich 175% Anzeigenpreiserhöhungen, wie wir meinen.

Dabei gibt die gesamte NWZ Geschäftsführung um "Gathmann, Siedenbiedel, Köser & Co." eine äußerst blamable und zugleich klägliche Figur ab.

Der NWZ Geschäftsführer, Herbert Siedenbiedel, hat wohl schon geahnt, was da auf ihn zukommt.

Denn bei der Vorstellung des "NWZetti" auf einem Foto in der NWZ macht er einen derartig gequälten Eindruck bei seiner aufgesetzten Freude, die er ganz offensichtlich nicht überspielen konnte, wie man es eindeutig auf dem Foto erkennen kann, dass er als "NWZ Sympathieträger" genauso, wie sein "NWZetti", jämmerlich bei seiner Leserschaft durchgefallen sein dürfte, wie wir meinen.


Abschließend kann man sich nur noch die Frage stellen, wofür steht nun dieser "NWZetti" bei seinen Leser?

Hier die möglichen Antworten: "Hasenfuss, Schaumschläger, Witzbold, Bettnässer, charakter- und würdelos, Mitläufer, … !"

Für weitere Vorschläge wären wir sehr dankbar, die wir gerne - auch anonym (!) - veröffentlichen.

Viel Spaß bis zur nächsten Ausgabe, die mit Sicherheit diese NWZ Geschäftsleitung noch weiter in den Abgrund der Lächerlichkeit treiben wird.

Geht das überhaupt noch, wenn man so mit seinem neu eingeführten "Sympathieträger NWZetti" öffentlich durch den Kakao gezogen wird?

Wer weiß?

Lassen wir uns überraschen!

Aber eine Frage bleibt für uns unbeantwortet: "Wieso laufen Anfragen bezüglich des "NWZetti" über den Schreibtisch von hoch bezahlten Geschäftsführern bzw. Anteilseignern der NWZ mit so "wohlklingenden Namen", wie "Gathmann, Siedenbiedel, Köser & Co."?

Ein Schelm der da glaubt, dass diese Internetseite zur Chefsache der NWZ Führung erklärt wurde!

Euer

Uwe Brandhorst

P.S.: Sämtlichen Äußerungen, Behauptungen, etc. in dieser Kolumne und der aus der Vergangenheit sind persönliche Meinungen des Unterzeichners und seiner Mitstreiter und
keine Tatsachenbehauptungen, um damit vorsorglich Medienjuristen die Möglichkeit zu nehmen, durch juristische Spitzfindigkeiten Prozesse anzuzetteln, um den überlasteten Gerichten und uns die Zeit zu stehlen, für Nebenkriegsschauplätze, die ohnehin niemanden interessieren bzw. den Kern der Aussagen dieser Internetveröffentlichung, nach unserer persönlichen Auffassung, verfehlen.



Zitat Napoleon der I. sagte einmal:
" Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind und zu feige , es zu sagen. "